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Coups d'état in Africa
a case study of the Sahel
Andreas Daniel Feichtenschlager-Feichtenschlager
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Robert Schuett
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76144
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12210.88048.133191-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Dieser Artikel untersucht die Gründe für die Verbreitung von Staatsstreichen in Afrika mit besonderem Schwerpunkt auf der Sahelzone und dem Einfluss des französischen Kolonialismus und deren neokolonialen Interventionismus, 16 der 23 erfolgreichen Staatsstreiche in Afrika seit 2000 fanden in ehemaligen französischen Kolonien statt, sowie auf der Rolle, die die Russische Föderation in den letzten Jahren in der Sahelzone übernommen hat. Unter Einbeziehung von Beweisen aus Forschungsanalysen verschiedener Wissenschaftler und neuen Erkenntnissen aus Grundsatzpapieren und offiziellen Stellungnahmen zeigt diese Studie, dass die Einmischung Frankreichs in innere (Sicherheits-)Angelegenheiten der Staaten der Sahelzone tiefgreifende Auswirkungen auf die Stabilität der Region hatte und hat. Das Wiederauftreten von Staatsstreichen steht in direktem Zusammenhang mit der wachsenden Unzufriedenheit der Öffentlichkeit und des militärischen Establishments, nachdem es den französischen und UN-Truppen nicht gelungen ist, die Bedrohung durch Terrororganisationen einzudämmen, und die wachsende Sicherheitskrise in der Region. Dennoch wird argumentiert, dass Frankreich ein wichtiger Mitwirkender sei, aber nicht der Haupt- oder alleinige Grund für die Putsche. Wirtschaftliche Misswirtschaft, Korruption und gewalttätiger Extremismus verschiedener (islamistischer) Terrororganisationen sind weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Das Engagement Russlands besteht trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit größtenteils aus militärisch-technischer Zusammenarbeit und Sicherheitsexporten. Die Wagner-Gruppe war bei diesen Bemühungen ein wichtiges Instrument, doch das neu gegründete Afrika-Korps, das offiziell vom russischen Verteidigungsministerium gegründet wurde, markiert einen großen Wandel in der Afrika-Politik Russlands. Im Gegensatz zur Geheimhaltung hinter Wagners Aktionen, die öffentlich nie Verbindungen zum russischen Staat hatte, sorgt das Afrika-Korps offiziell für die Sicherheit afrikanischer Staatsleute. Die engere Zusammenarbeit Russlands mit dem Sicherheitsapparat verschiedener Länder der Sahelzone sowie das feindselige Umfeld, das Frankreich und seine westlichen Partner in den letzten Jahren erlebt haben, werden tiefgreifende Auswirkungen auf die Rolle und Sicherheitssituation der Sahelzone in der Zukunft haben. Dies wird jedoch Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.
Abstract
(Englisch)
This paper examines the reasons for the prevalence of coups d ́état in Africa with a special focus on the Sahel region and the influence of French colonialism and neo colonial interventionism, 16 of the 23 successful coups in Africa since 2000 have occurred in former French colonies, as well as the role that the Russian Federation has taken on in the Sahel in recent years. Incorporating evidence from research analysis conducted by various scholars and new evidence from policy papers and official statements, this study demonstrates that the meddling of France in internal (security) affairs of the States of the Sahel region had and has a profound impact on the stability in the region. The reemergence of coups is directly correlated with growing discontent of the general public and the military establishment, following the failures of French and UN troops to contain the threat of terror organizations and the growing security crisis in the region. Nevertheless, it argues that France is a major contributor but not the main or sole reason behind the coups. Economic mismanagement, corruption, and violent extremism by various (Islamist) terror organizations are other contributing factors that have to be taken into account. The engagement of Russia consists largely of military-technical cooperation and security exports, despite the expanding economic cooperation. The Wagner Group has been an important tool in these endeavors, however, the newly formed Africa Corps, officially established by the Russian Defense Ministry marks a major shift in the Africa policy of Russia. Contrary to the secrecy behind the actions of Wagner, which was never publicly presented as having links to the Russian State, the Africa Corps officially provides security to African Statespeople. The closer cooperation of Russia with the security apparatus of various countries of the Sahel region, as well as the hostile environment that France and its Western Partners experienced in recent years, is going to have a profound impact on the role and security situation of the Sahel region in the future. However, how this will play out will be subject to subsequent research.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Coups Afrika Sahel Frankreich Russland
Autor*innen
Andreas Daniel Feichtenschlager-Feichtenschlager
Haupttitel (Englisch)
Coups d'état in Africa
Hauptuntertitel (Englisch)
a case study of the Sahel
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
89 Seiten : Illustration
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Robert Schuett
Klassifikation
89 Politologie > 89.54 Politischer Einfluss
AC Nummer
AC17231469
Utheses ID
71668
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1