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Wenn Klassiker tanzen
zu Möglichkeiten und Grenzen tänzerischer Literaturadaptionen
Marie-Sarah Drugowitsch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Aage Hansen-Löve
DOI
10.25365/thesis.76109
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13638.85891.269420-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Anhand ausgewählter Ballettstücke, Die Kameliendame, Anna Karenina und Bovary, der zeitgenössischen Choreografen John Neumeier und Christian Spuck, die alle auf Romanen basieren, gilt es zu zeigen, wo die Chancen und Grenzen der tänzerischen Umsetzung einer literarischen Vorlage liegen. Die Möglichkeiten der künstlerischen Adaption und Übertragung von Literatur in ein nonverbales Medium werden analysiert, wobei die Frage zentral ist, ob im Ballett komplexe Motive, Narrative und Figurenkonstellationen aus den verbalen Prätexten übernommen werden können. Was passiert, wenn das Medium Text in ein anderes, den Tanz, übersetzt wird? Den theoretischen Rahmen bilden Intermedialität und Tanzsemiotik. Hier wird geprüft, ob diese Theorien in ihrer bisher formulierten Form ausreichend Analysepotential bergen oder eine Erweiterung des theoretischen Feldes der intermedialen Beziehung von Ballett und Literatur aus heutiger Sicht erforderlich ist. Vor allem im Hinblick auf die Tanzsemiotik wird ein Forschungsdefizit festgestellt. Die einzig maßgebliche Publikation, die sich dem Literaturballett widmet und einen zentralen Anknüpfungspunkt für die Untersuchung darstellt, stammt von Bührle (2014). Die Gattung des Literaturballetts etabliert sich explizit im 20. Jahrhundert. Die Beziehung von Tanz und Literatur besteht jedoch bereits seit dem 18. Jahrhundert, etwa in Form von Libretti als Vorlage für Choreografien. Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse ausgewählter Ballette. Im Zentrum stehen dabei Neumeiers Die Kameliendame (Uraufführung 1978), die auf dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas dem Jüngeren basiert, sowie zwei Fassungen von Anna Karenina (2017) durch Neumeier und Spuck in Anlehnung an Lew Tolstoi. Außerdem wird Spucks Bovary (2023) nach Gustave Flauberts Madame Bovary behandelt, dabei wird zunächst auf die literarische Vorlage im Vergleich zur choreografischen Umsetzung eingegangen. Es sollen Dramaturgie, Erzählstruktur, Charaktere, visuelle und auditive Umsetzung sowie die Übernahme von (Leit-) Motiven analysiert werden. Am Ende erfolgt eine Systematisierung des Umgangs mit literarischen Texten in den Ballettstücken. Es geht um die Möglichkeiten und Grenzen der Übernahme einzelner Aspekte der literarischen Prätexte und um die wichtige Frage nach der Wahl bestimmter Romanvorlagen, da nicht alle literarischen Werke für eine tänzerische Umsetzung geeignet erscheinen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Literaturballett Adaption Semiotik Intermedialität Ballett Tanz John Neumeier Christian Spuck Madame Bovary Anna Karenina Die Kameliendame
Autor*innen
Marie-Sarah Drugowitsch
Haupttitel (Deutsch)
Wenn Klassiker tanzen
Hauptuntertitel (Deutsch)
zu Möglichkeiten und Grenzen tänzerischer Literaturadaptionen
Paralleltitel (Englisch)
On the possibilities and limits of dance adaptations of literature
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
106 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Aage Hansen-Löve
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.96 Vergleichende Literaturwissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17219091
Utheses ID
71687
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
