Detailansicht
Das Musikleben im Stift Melk nach dem Zweiten Weltkrieg (1946-1971)
Magdalena Weber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Elisabeth Hilscher
DOI
10.25365/thesis.76336
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13767.10089.922042-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegenden Ausführungen setzen sich auf Quellenbasis systematisch mit der Wiederbelebung des Musiklebens im Stift Melk (Niederösterreich) nach dem Zweiten Weltkrieg auseinander. Der Beginn der Nachkriegszeit bedeutete für viele Klöster eine Zäsur nach langen Jahren der Beschwerlichkeit. Auch im Stift Melk begann man sofort nach Kriegsende mit den baulichen und institutionellen Aufbauarbeiten, die das klösterliche Leben schnellstmöglich normalisieren und langfristig stabilisieren sollten. Ein Teil davon war die Reetablierung der Musikpraxis, die unter günstigen Bedingungen stattfand. Das Stift stellte 1946 mit Adolf Trittinger einen ambitionierten Musikdirektor ein, der wiederum wohlgesonnene Äbte als Vorgesetzte hatte. Die Musiker:innen gingen durch Trittingers fordernde und vielseitige Ausbildung und wurden zu fähigen sowie ambitionierten Ausführenden. Zuletzt hatte auch eine auf Außenwirkung bedachte Vermarktungsstrategie einen substanziellen Anteil an der Blüte des Musiklebens. Über eine 25-jährige Periode bildete der Musikdirektor nicht nur Generationen von Schülern aus, er baute auch die institutionellen Säulen des stiftlichen Musiklebens (wieder) auf. Sie bestehen großteils bis heute. Mit diesen bestritt Trittinger ein breites Repertoire sowie eine Vielzahl an liturgischen und außerliturgischen Aufführungskontexten, die ihm und dem Stift großes Renommee einbrachten. Die Fallstudie des Melker Klosters basiert in großen Teilen auf Quellen des dortigen Musikarchivs. Sie bietet durch deren Aufarbeitung und Kontextualisierung einen Anknüpfungspunkt für die weitere Beforschung des Bestandes sowie des thematischen Komplexes.
Abstract
(Englisch)
The present study provides a systematic analysis of primary sources surrounding the revival of the musical life at Melk Abbey (Lower Austria) after the end of World War II. After long, arduous years, the onset of the post-war period denotes a caesura for numerous monasteries. At Melk Abbey, constructional as well as institutional measures were initiated immediately after the end of the war in order to regain the normality and long-acting stability of monastic life. As part of these endeavours, the monastery strived to re-establish its historically comprehensive music practice. The conditions under which these developments occurred could not have been more favourable. In 1946, Melk Abbey recruited a highly ambitious music director, Adolf Trittinger, who, in turn, reported to abbots well-disposed toward the arts. The student musicians Trittinger worked with experienced demanding and versatile training and thus grew to be able and zealous performers. Moreover, the well-devised marketing strategy substantially contributed the establishment of a flourishing musical life. Over the course of a 25-year period, the music director not only educated several generations of students, but he equally (re-)built the institutional framework of the abbatial music life. Almost all of them persist to this day. The performance institutions enabled Trittinger to present a wide musical repertoire within a plethora of liturgical as well as extra-liturgical contexts. Overall, the music practice significantly contributed to both Trittingers and Melk Abbey’s renown. This case study of Melk Abbey is largely based upon documents stored in the abbey’s music archive. Through interpretation and contextualisation, it offers a linking point for further research in connection with the archival collection as well as with inter-related topics.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kloster Musikpraxis Nachkriegszeit Stift Melk Cäcilianismus Adolf Trittinger Sängerknaben Sakralmusik liturgische Musik katholische Kirche Musikpädagogik
Schlagwörter
(Englisch)
monastery music practice post-war period Melk Abbey choir boys Cecilianism liturgical music catholic church
Autor*innen
Magdalena Weber
Haupttitel (Deutsch)
Das Musikleben im Stift Melk nach dem Zweiten Weltkrieg (1946-1971)
Paralleltitel (Englisch)
The musical life at Melk Abbey after World War II
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
109 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Hilscher
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17249783
Utheses ID
72007
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
