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Zwischen Einzeltat und Aufklärung
eine Auseinandersetzung mit der Berichterstattung über Femizide anhand von Interviews mit österreichsichen Journalist:innen
Lara Opderbeck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Folker Hanusch
DOI
10.25365/thesis.76600
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14640.08417.614972-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über Femizide in Österreich. Femizide, definiert als die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, sind ein bedeutendes gesellschaftliches Problem, das oft durch unzureichende oder unsensible Berichterstattung in den Medien verstärkt wird. Ziel der Arbeit ist es, die derzeitige Praxis der Berichterstattung zu analysieren, Herausforderungen zu identifizieren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, die zu einer verantwortungsvolleren und sensibleren medialen Darstellung beitragen können. Für die Untersuchung wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Es wurden leitfadengestützte Interviews mit österreichischen Journalistinnen geführt, die über Femizide berichten. Die Analyse dieser zeigt, dass viele Journalistinnen hohe ethische Ansprüche an ihre Arbeit haben und sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Sie streben danach, durch ihre Berichterstattung einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu haben und relevante Themen sichtbar zu machen. Jedoch gibt es signifikante Herausforderungen, wie den hohen Zeitdruck im Tagesgeschäft, die Sensibilisierung für das Thema und die Balance zwischen Unterhaltung und Informationsvermittlung. Basierend auf den Ergebnissen werden mehrere Empfehlungen für eine verbesserte Berichterstattung über Femizide formuliert. Dazu gehören die Einführung und Einhaltung von Leitlinien für sensible Berichterstattung, verstärkte Schulungen für Journalist zur Thematik geschlechtsspezifischer Gewalt und eine stärkere Berücksichtigung der gesellschaftlichen Ursachen in der medialen Darstellung. Die Arbeit unterstreicht die Notwendigkeit einer verantwortungsvolleren Berichterstattung, die Vorurteile und Stereotypen vermeidet und das Bewusstsein für die Tragweite des Problems schärft. Diese Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die Rolle der Medien in der Berichterstattung über geschlechtsspezifische Gewalt. Sie bietet wertvolle Einblicke in die Sichtweisen und Herausforderungen von Journalistinnen und liefert praxisnahe Vorschläge für eine verbesserte mediale Darstellung von Femiziden. Damit trägt sie zur Förderung einer sensibilisierten und verantwortungsvollen Medienlandschaft bei.
Abstract
(Englisch)
The study examines media coverage of femicides in Austria. Femicides, defined as the killing of women due to their gender, are a significant societal problem often exacerbated by inadequate or insensitive media coverage. The aim of this study is to analyze current reporting practices, identify challenges, and develop recommendations that contribute to more responsible and sensitive media representation. A qualitative research design was chosen for this investigation. Semi-structured interviews were conducted with female austrian journalists who report on femicides. The analysis of these interviews shows that many journalists have high ethical standards for their work and are aware of their responsibility. They strive to have a positive impact on society through their reporting and to bring relevant issues to light. However, there are significant challenges, such as high time pressure in daily business, raising awareness of the topic, and balancing entertainment with information delivery. Based on the results, several recommendations for improved reporting on femicides are formulated. These include the introduction and adherence to guidelines for sensitive reporting, enhanced training for journalists on gender-based violence, and a stronger consideration of societal causes in media representation. The study underscores the need for more responsible reporting that avoids biases and stereotypes and raises awareness of the magnitude of the problem. This thesis makes an important contribution to the discussion on the role of the media in reporting on gender-based violence. It provides valuable insights into the perspectives and challenges of journalists and offers practical suggestions for improved media portrayal of femicides. Thus, it contributes to the promotion of a more sensitive and responsible media landscape.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Femizid Mediale Berichterstattung Journalistische Rollenbilder Gewalt in Medien Gewalt gegen Frauen Victim Blaming Sensible Berichterstattung Gewalt in Österreich Framing Frauen im Journalismus
Autor*innen
Lara Opderbeck
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Einzeltat und Aufklärung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Auseinandersetzung mit der Berichterstattung über Femizide anhand von Interviews mit österreichsichen Journalist:innen
Paralleltitel (Englisch)
Between individual acts and awareness
Paralleluntertitel (Englisch)
an examination of reporting on femicides based on interviews with Austrian journalists
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
107 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Folker Hanusch
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC Nummer
AC17311989
Utheses ID
72018
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
