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Notfallplanung für bewegliche Kulturgüter
Vorschläge für eine konsequente Umsetzung in Österreich
Christiane Jordan
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Risikoprävention und Katastrophenmanagement
Betreuer*in
Tibor Aßheuer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76359
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25143.18069.837895-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Kulturgut ist durch natürliche und anthropogene Gefahren vielfältigen Bedrohungsszenarien ausgesetzt. Die Tatsache, dass Kulturgüter, wichtige Pfeiler von Identität und Entwicklung, beschädigt oder unwiederbringlich zerstört werden können, gerät durch die Häufung von Extremwetterereignissen, bewaffneten Konflikten und neuen Formen des zivilen Protests wieder verstärkt in das Bewusstsein von Gesellschaft und Politik. Ungeachtet dieser Entwicklung und der in der Haager Konvention begründeten Verpflichtung, schon in Friedenszeiten für Notfälle vorzusorgen, können bislang nur wenige Kulturgut bewahrende Institutionen eine umfassende Notfallplanung vorweisen. Mithilfe einer Literaturrecherche und problemzentrierter Interviews mit Fachexpert*innen wird daher untersucht, welche externen und internen Faktoren eine konsequente Umsetzung von Notfallplanungen für bewegliche Kulturgüter behindern und wie diese überwunden werden können. Die Hindernisse werden dahingehend betrachtet, ob sie von außen auf eine Institution wirken oder in ihr selbst begründet sind, ähnliches gilt auch für die Umsetzbarkeit der Lösungsvorschläge. Das Fehlen verbindlicher Rechtsvorschriften, ungenügende finanzielle Ressourcen und mangelndes Problembewusstsein bei den Entscheidungsträgern werden als externe, knappe personelle Ressourcen, eine generelle Überforderung mit der Komplexität des Themas und eine falsche Einschätzung der Gefahren als interne Hindernisse genannt. Bei den Lösungsvorschlägen nimmt die Umsetzung einer verbindlichen und einheitlichen Rechtsprechung den ersten Rang ein. Sie sollte auch finanzielle Unterstützungsleistungen, Kontrollmechanismen und Konsequenzen bei Nichteinhaltung inkludieren. Als intern beeinflussbare Lösungsvorschläge werden sowohl Kooperationen mit anderen Institutionen und Einsatzorganisationen als auch regelmäßige gemeinsame Übungen gesehen. Literaturrecherche und Interviews lassen den Schluss zu, dass in Österreich bereits zahlreiche Institutionen eine Notfallplanung für bewegliche Kulturgüter durchführen, jedoch landesweit noch nicht von einer konsequenten Umsetzung gesprochen werden kann. Um diesem Ziel näher zu kommen, sollten bereits bestehende Initiativen engagiert ausgebaut werden. Die Gründung einer gesamtgesellschaftlichen Plattform mit allen für den Kulturgüterschutz relevanten Akteuren sowie die Einsetzung von Fachberater*innen für die Stabsarbeit könnten hierbei einen wertvollen Beitrag leisten.
Abstract
(Englisch)
Natural and man-made hazards threaten cultural heritage. Due to the rise of extreme weather events, armed conflicts and new types of civil protest, society is increasingly becoming aware of the fact that cultural heritage, a cornerstone for identity and development, can be damaged or destroyed. Despite this development and the obligations under the Hague Convention to ensure the safeguarding of cultural heritage already in times of peace, only few cultural institutions have implemented emergency planning. Academic research and interview series with selected experts will help to analyze the factors that hinder the consistent implementation of emergency planning for movable cultural heritage and how these obstacles can be overcome. Special focus will be put on the current situation in Austria. Both hindering factors and suggested solutions are considered in terms of whether they are affecting institutions from the outside or whether they have internal reasons. The missing of binding federal legislation, insufficient financial resources and the lack of awareness for the problem among decision makers are mentioned as external obstacles, scarce human resources, a general overwhelmingness due to the complexity of the topic and incorrect risk assessments as internal obstacles. Out of the suggested external solutions, the implementation of binding standard legislation connected to financial support, control mechanisms and consequences of non-compliance takes first place. Collaborations with other institutions/emergency organizations and regular joint exercises are seen as solutions that can be influenced by the institutions themselves. Results from both the academic research and the interviews allow the conclusion that numerous Austrian institutions have already implemented emergency planning for their movable cultural heritage, but consistent implementation across the country has not taken place. Therefore, existing initiatives should be developed further. The establishment of a society-wide platform with all partners involved in cultural property protection and the implementation of specialized advisors in emergency response operations could constitute valuable contributions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Notfallplanung bewegliche Kulturgüter Kulturgüterschutz natürliche und anthropogene Gefahren Österreich
Schlagwörter
(Englisch)
emergency planning movable cultural heritage cultural property protection natural and man-made hazards Austria
Autor*innen
Christiane Jordan
Haupttitel (Deutsch)
Notfallplanung für bewegliche Kulturgüter
Hauptuntertitel (Deutsch)
Vorschläge für eine konsequente Umsetzung in Österreich
Paralleltitel (Englisch)
Emergency planning for movable cultural heritage
Paralleluntertitel (Englisch)
suggestions for a consistent implementation in Austria
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
VI, 57 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Tibor Aßheuer
Klassifikation
88 Verwaltungslehre > 88.19 Öffentliche Verwaltung. Sonstiges
AC Nummer
AC17251611
Utheses ID
72135
Studienkennzahl
UA | 992 | 242 | |
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