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Framing and rationality
normative assessment and game-theoretic modeling
Emre Karayer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophy and Economics
Betreuer*in
Geoffrey Castillo
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76818
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26745.11634.942043-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Es gibt eine überwältigende Anzahl empirischer Belege, die oft als „Framing-Effekte“ bezeichnet werden und zeigen, dass menschliche Akteure das Axiom der Extensionalität (oder Beschreibungsinvarianz) verletzen. Diesem Axiom zufolge hat ein rationaler Akteur Präferenzen für verschiedene Optionen, unabhängig davon, wie diese Optionen beschrieben werden. Die Standardmeinung der Verhaltensökonomen ist, dass Framing-Effekte Anzeichen für eine systematische und allgegenwärtige Irrationalität des Menschen sind. In meiner Dissertation stelle ich diese Standardmeinung in Frage und argumentiere, dass die Rationalität von Framing-Effekten nicht auf der Grundlage der logischen Äquivalenz beurteilt werden kann, die die wichtigste Implikation des Axioms der Extensionalität ist. Ich vertrete die relativ neue These, dass unterschiedliche Beschreibungen implizit normativ relevante Informationen zu den Erwartungen und Präferenzen der Menschen liefern. Dieser neue Ansatz erfordert eine Verlagerung von der logischen Äquivalenz zur informationellen Äquivalenz als normatives Kriterium. Daher diskutiere ich einige neuere Versuche von Ökonomen und Philosophen, ein Prinzip der Beschreibungsinvarianz zu formulieren, das auf der informationellen Äquivalenz beruht. Darüber hinaus schlage ich vor, dass das Verständnis eines Entscheidungsträgers für eine Problemsituation nicht nur durch die kommunizierten Worte, sondern auch durch die Interaktion mit dem Sprecher geprägt wird. Auf der Grundlage dieses Verständnisses argumentiere ich, dass Entscheidungen, die Framing-Effekte beinhalten, viel eher einem Spiel zwischen einem Sprecher und einem Zuhörer ähneln als einem Agenten, der „gegen die Natur“ entscheidet. Als Hauptbeitrag dieser Arbeit schlage ich die Grundlagen eines spieltheoretischen Rahmens vor, um rationale Framing-Effekte zu erklären.
Abstract
(Englisch)
There is an overwhelming set of empirical evidence, often labeled “framing effects”, that shows that human agents violate the axiom of extensionality (or description invariance). According to that axiom, a rational agent has preferences over different options independently of how these options are described. The standard view among behavioral economists is that framing effects are signs of systematic and pervasive irrationality of human beings. In my thesis, I challenge this standard view and argue that the rationality of framing effects cannot be evaluated based on logical equivalence which is the main implication of the axiom of extensionality. I favor a relatively new argument that different descriptions provide implicit normatively relevant information to people’s expectations and preferences. This new approach requires a shift from logical equivalence to informational equivalence as the normative criterion. Thus, I discuss some recent attempts from economists and philosophers to formulate a principle of description invariance based on informational equivalence. In addition, I suggest that a decision-maker’s understanding of a problem situation is not only formed by the communicated words but also by their interaction with the speaker. Based on this understanding, I argue that decisions involving framing effects are much more akin to a game between a speaker and a listener than to an agent deciding “against nature”. As the main genuine contribution of the thesis, I propose the foundations of a game-theoretic framework to account for rational framing effects.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Framing-Effekt Theorie der rationalen Entscheidung Invarianz Extensionalitätsprinzip Informationsäquivalenz Entscheidungstheorie Spieltheorie
Schlagwörter
(Englisch)
Framing Effects Rational Choice Description Invariance Extensionality Informational Equivalence Preferences Decision and Game Theory
Autor*innen
Emre Karayer
Haupttitel (Englisch)
Framing and rationality
Hauptuntertitel (Englisch)
normative assessment and game-theoretic modeling
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
41 Seiten : Illustration
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Geoffrey Castillo
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.44 Sozialphilosophie ,
83 Volkswirtschaft > 83.02 Philosophie und Theorie der Volkswirtschaft ,
83 Volkswirtschaft > 83.05 Wirtschaftssoziologie. Wirtschaftspsychologie
AC Nummer
AC17342399
Utheses ID
72179
Studienkennzahl
UA | 066 | 642 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1