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Deutschunterricht im mehrsprachigen Klassenzimmer
aktuelle Trends und Entwicklungen an Südtiroler Mittelschulen im Fokus
Tania Silbernagl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Englisch
Betreuer*in
Marlene Aufgebauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76455
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28473.04906.283813-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Medienberichten zufolge werden Südtirols Klassenzimmer zunehmend mehrsprachig, was insbesondere an deutschsprachigen Schulen als problematisch dargestellt wird. Diese Masterarbeit untersucht die Konsequenzen dieser Entwicklung mithilfe einer Studie an einer ladinisch-, deutsch- und italienischsprachigen Mittelschule, bei der jeweils eine zweite Klasse und ihre Deutschlehrpersonen befragt wurden. Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie die Lehrpersonen und Schüler*innen den aktuellen Trend wahrnehmen und wie Mehrsprachigkeit in den Unterricht integriert wird. Außerdem wurden die Zufriedenheit der Schüler*innen mit dem Deutschunterricht sowie deren Sprachkompetenzen im Deutschen erhoben. Die Studienergebnisse zeigen, dass zwei der drei Lehrkräfte eine deutliche Zunahme von Mehrsprachigkeit wahrnehmen, während die dritte Lehrperson dies aufgrund ihrer kurzen Lehrtätigkeit nicht bestätigen konnte. Besonders an der deutschsprachigen Schule sprechen viele Schüler*innen zu Hause mehrere Erstsprachen. Zwei Lehrpersonen betrachten Mehrsprachigkeit vor allem als Herausforderung, die dritte als Chance. Die Schüler*innen aller Schulen stehen mehrsprachigen Klassenzimmern überwiegend positiv gegenüber. An der italienischsprachigen Schule werden andere Sprachen als Deutsch am stärksten in den Deutschunterricht integriert. Die Zufriedenheit der Schüler*innen ist an der deutschsprachigen Schule am höchsten, an der ladinischsprachigen am niedrigsten. Eine Untersuchung mittels C-Test zeigt, dass die Schüler*innen der deutschsprachigen Schule die höchsten Deutschkenntnisse haben, die der italienischsprachigen Schule die niedrigsten. Die schwierigsten Bereiche der deutschen Sprache sind für alle Schüler*innen die Grammatik und die Rechtschreibung. Die Studie legt nahe, dass monolingualer Unterricht nicht mehr zeitgemäß ist und ein Rückgriff auf die Erstsprachen der Schüler*innen sinnvoll sein könnte. Erforderlich sind außerdem geeignete Unterrichtsmaterialien sowie Aus- und Weiterbildungen für die Lehrpersonen, um die Integration der Erstsprachen der Schüler*innen in den Unterricht zu unterstützen.
Abstract
(Englisch)
According to current articles in the news, classrooms in South Tyrol (especially in German-speaking schools) are becoming increasingly multilingual. This master's thesis investigates the consequences of this actual development, which is portrayed as problematic. This is done through a study conducted at three middle schools in which Ladin, German, or Italian are the (main) language of instruction. In this study, one second-year class per school and their respective teachers were surveyed. The aim of the study was to find out how teachers and students perceive the current trend and how multilingualism is integrated into the lessons. Additionally, students' satisfaction with their German lessons and their German language competencies were assessed. The results show that two out of the three teachers perceive an increase regarding multilingualism in their classrooms, while the third teacher could not confirm this as she was only in her second year as a teacher. Particularly in the German-speaking school, many students speak multiple first languages at home. Two teachers perceive multilingualism primarily as a challenge, while the third teacher sees it as an opportunity. Students from all three schools generally have a positive attitude towards multilingual classrooms. In the Italian-speaking school, the students’ first languages are most strongly integrated into the German lessons. Student satisfaction is highest in the German-speaking school and lowest in the Ladin-speaking school. The students’ German language competencies were assessed with the help of a C-test; the results show that the students in the German-speaking school have the highest German language proficiency, while those in the Italian-speaking school have the lowest. The most challenging areas of the German language for all students are grammar and spelling. The study suggests that monolingual instruction is no longer contemporary and that integrating the students' first languages into the lessons could be beneficial. In order to further support the integration of students' first languages into the classroom, appropriate teaching materials and training for teachers is necessary.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Deutsch als Zweitsprache Südtirol Lehr- und Professionsforschung Schulentwicklungsforschung Zweitsprachenerwerbsforschung C-Test Lerner*innenforschung
Autor*innen
Tania Silbernagl
Haupttitel (Deutsch)
Deutschunterricht im mehrsprachigen Klassenzimmer
Hauptuntertitel (Deutsch)
aktuelle Trends und Entwicklungen an Südtiroler Mittelschulen im Fokus
Paralleltitel (Englisch)
Teaching German in multilingual classrooms
Paralleluntertitel (Englisch)
current trends and developments at South Tyrolean middle schools
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
183 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marlene Aufgebauer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb
AC Nummer
AC17267398
Utheses ID
72207
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 507 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1