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Ein menschlicher Leichenbrand der mittleren und jüngeren Urnenfelderzeit (11.-10. Jhdt. v. Chr.) aus Rannersdorf, NÖ
anthropologische Bearbeitung anhand eines neu erstellten Erhebungsbogens
Simona Baier
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8013
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29588.29198.519170-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wurde ein menschlicher Leichenbrand aus Rannersdorf bei Schwechat in Niederösterreich bearbeitet. Das Material stammt aus der Urnenfelderzeit bzw. aus der späten Bronzezzeit (11-10.Jhdt.v.Chr.) und wurde im Jahr 2001 vom Bun-desdenkmalamt Wien ausgegraben. Ein neu erstellter Erhebungsbogen war die Grundlage der Bearbeitung. Es wurden ins-gesamt circa 26 kg (gereinigtes Gewicht) Leichenbrand untersucht, aufgeteilt auf 78 Säcke. Ein Sack entsprach einer Urne, Mehrfachbestattungen waren die Ausnahme, in einer Urne waren jedoch 3 Subadulte bestattet. Insgesamt konnten 13 Subadulte fest-gestellt werden sowie ein Fetus. Bei 39 Säcken war eine Geschlechtsbestimmung möglich, davon konnten 21 Männer und 18 Frauen bestimmt werden. Bei einer Urne war es zwar nicht möglich das Ge-schlecht des Individuums zu bestimmen (Sack 22, adult). Bei 25 Säcken war der Erhaltungszustand so schlecht, daß keine Bestimmung, weder Alter noch Geschlecht, möglich war. Die Tatsache, dass mehr Männer als Frauen identifiziert werden konnten, lässt sich durch die Robustiziät der Knochen erklären. Da die männlichen Knochen robuster sind, bleiben sie auch nach einer Verbrennung besser erhalten als die grazileren Knochen einer Frau. Weiters wurden Spielsteine, sogenannte Astragale, gefunden. Diese sind oftmals die Sprungbeine von Paarhufern und wurden sowohl für ein Gesellschaftsspiel als auch für das Orakel verwendet. Bei zwei Leichenbränden konnten wertvolle Fleischbeigaben gefunden werden, welche auf einen hohe soziale Stellung des Bestatteten schließen lassen. Dem Ausgräber war es aufgrund der Beigaben aus Bronze, Glas und Keramik möglich, das Geschlecht zu bestimmen. Die anthropologische Bearbeitung ergab keinen Widerspruch zu diesen Ergebnissen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Leichenbrand Urnenfelderzeit
Autor*innen
Simona Baier
Haupttitel (Deutsch)
Ein menschlicher Leichenbrand der mittleren und jüngeren Urnenfelderzeit (11.-10. Jhdt. v. Chr.) aus Rannersdorf, NÖ
Hauptuntertitel (Deutsch)
anthropologische Bearbeitung anhand eines neu erstellten Erhebungsbogens
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
87 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikationen
42 Biologie > 42.00 Biologie: Allgemeines ,
42 Biologie > 42.99 Biologie: Sonstiges
AC Nummer
AC08056536
Utheses ID
7221
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
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