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Produktions- und Zirkulationsverhältnisse im Leinensektor des Mühlviertels von 1685-1815
Marco Füreder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Erich Landsteiner
DOI
10.25365/thesis.76863
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31065.07633.716736-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit versucht, an die Forschung zur Formierungsperiode des Kapitalismus anzuschließen und dabei in Anlehnung an das Konzept der Proto-Industrialisierung, das seine Ursprünge im Werk Marx’ hat, den Prozess der Annäherung der Produktionssphäre und der Zirkulationssphäre im Verlagssystem des Mühlviertler Leinensektors zu rekonstruieren. Darüber hinaus liegt die Erschließung der räumlichen und konjunkturellen Entwicklung des dortigen Leinenhandels im Interesse der Arbeit. In der Tradition der Mikro-Historie werden die genannten Fragen anhand des Weberortes Sarleinsbach erörtert. Als Datengrundlage dienen die Inventurprotokolle aus dem Marktarchiv Sarleinsbach, die für die Jahre 1685 – 1815 lückenlos vorhanden sind. In Anlehnung an die Methodik der Arbeit Meinharters und Ofners zur Bandweberei in Groß-Siegharts und den Arbeiten Schlumbohms wird ein methodischer Zugang konstruiert, der einen Einblick in die Produktionsbeziehungen im Verlagssystem gibt. Die Inventurprotokolle wurden um den Faszikel zum Leinengewerbe des Marktarchives Sarleinsbach sowie Notizen aus dem Nachlass Alfred Marks’ und Daten aus den Aschacher Mautprotokollen ergänzt. Für das Leinengewerbe Sarleinsbachs konnte eine relativ hohe Rohmaterialautarkie der bürgerlichen Webermeister:innen festgestellt werden, die sie gegen die Unterwerfung unter das Verlagssystem durch das Handelskapital relativ resistent machte und die Annäherung der Produktions- und der Zirkulationssphäre im Untersuchungszeitraum gering hielt. In Bezug auf den Leinenhandel lokalisiert die Arbeit den Konjunkturaufschwung der Leinenindustrie, der zur zweiten Blüte desselben führte, in den 1720er-Jahren beziehungsweise deren zweiter Hälfte und stellt die interregionale Arbeitsteilung zwischen dem unteren und dem oberen Mühlviertel zugunsten einer interregionalen Arbeitsteilung zwischen dem oberen Mühlviertel und den Grenzregionen des südlichen Böhmens zur Diskussion.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Leinen Leinenindustrie Leinengewerbe Leinenhandel Mühlviertel Leinenhandel im Mühlviertel Leinengewerbe im Mühlviertel Verlagssystem Proto-Industrialisierung im Mühlviertel Proto-Industrialisierung im Leinensektor Handelskapital Sarleinsbach Garn Produktionsverhältnisse im Leinengewerbe Donauhandel Leinenproduktion Leinenhandel in Oberösterreich Leinenproduktion in Oberösterreich
Haupttitel (Deutsch)
Produktions- und Zirkulationsverhältnisse im Leinensektor des Mühlviertels von 1685-1815
Paralleltitel (Englisch)
Relations of production and circulation in the Mühlviertel linen sector from 1685-1815
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
132 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Erich Landsteiner
Klassifikation
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte
AC Nummer
AC17347535
Utheses ID
72218
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
