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Eine Frage des Blickwinkels: Unterschiede in der Selbst- und Fremdbeurteilung von traumatischen Ereignissen und ICD-11 (komplexer) posttraumatischer Belastungsstörung bei Kindern
Hannah Stechel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Lueger-Schuster
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76597
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29588.20312.975953-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das frühzeitige Erkennen von Traumata und post-traumatischen Symptomen durch eine präzise Diagnostik ist entscheidend für eine geeignete Behandlungsplanung bei Kindern. Dabei können jedoch Beurteilungsdiskrepanzen zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen auftreten, die die Genauigkeit der Diagnosen beeinträchtigen. Da es in der ICD-11 neue Kriterien für die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und die neue Diagnose der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung ([K]PTBS) gibt, untersucht die vorliegende Studie Unterschiede und Übereinstimmungen hinsichtlich dieser Symptome. Die Stichprobe umfasst dabei 169 Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren, die zusammen mit ihren Bezugspersonen in einem klinischen Umfeld befragt wurden. In beiden Gruppen wurden parallele Fragebögen zur Erfassung von PTEs und (K)PTBS-Symptomen eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen signifikante Unterschiede in der Berichterstattung: Kinder berichteten häufiger von Unfällen und Krankheiten, Gewalt im häuslichen und sozialen Umfeld sowie sexuellem Missbrauch im Vergleich zu ihren Bezugspersonen. Außerdem gaben sie signifikant mehr Vermeidung, Übererregung und negatives Selbstkonzept sowie einen höheren PTBS-Score an. Es gab jedoch auch signifikante Übereinstimmungen zwischen Selbst- und Fremdurteil. Diese Befunde unterstreichen die Notwendigkeit, sowohl Kinder als auch Bezugspersonen in das Trauma- und (K)PTBS-Screening einzubeziehen, um ein umfassenderes Bild der Erfahrungen der Kinder zu erhalten. Modelle spezifischer Einflussfaktoren auf die Diskrepanzen wiesen keine Signifikanz auf, was zeigt, dass Beurteilungsdiskrepanzen nicht durch einzelne Variablen bedingt sind. Die Erfassung dieser Diskrepanzen ermöglicht die Gewinnung von Informationen über die Wahrnehmung von Symptomen aus verschiedenen Perspektiven sowie über deren Auftreten in unterschiedlichen Kontexten, wodurch die Diagnostik erheblich bereichert wird.
Abstract
(Englisch)
Identifying trauma and post-traumatic symptoms in children through accurate diagnostics is crucial for appropriate treatment planning. During the diagnostic process, discrepancies can arise between children and their caregivers influencing the accuracy of the assessment. Because there are new criteria for trauma and post-traumatic stress disorder (PTSD) in ICD-11 as well as a new diagnosis of complex post-traumatic stress disorder (CPTSD) this study investigates the differences and agreements between children and caregivers in reporting traumatic events and symptoms. The sample consisted of 169 children aged 7 to 17, who, along with their caregivers, were assessed in a clinical setting. Both groups completed parallel questionnaires to capture potentially traumatic events (PTEs) and (C)PTSD symptoms in children according to ICD-11 criteria. The results revealed significant discrepancies in reporting. Children reported more accidents and illnesses, violence in domestic and social environments, and sexual abuse compared to their caregivers. Furthermore, children exhibited higher levels of avoidance, hyperarousal, and negative self-concept, as well as a higher PTSD score. These findings underscore the necessity of including both children and caregivers in trauma and (C)PTSD screening procedures to obtain a more comprehensive understanding of the children’s experiences. Models of specific factors influencing discrepancies did not show significant results, which implies that they can also arise from different reporting perspectives or contexts. Identifying these discrepancies provides valuable insights into the perception of symptoms from these different perspectives and their occurrence in various contexts, thereby significantly enhancing the diagnostic process.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
(K)PTBS Trauma Beurteilungsdiskrepanzen Kind- und Bezugspersonen-Berichte
Schlagwörter
(Englisch)
(C)PTSD Trauma Informant discrepancies Child- and caregiver-reports
Autor*innen
Hannah Stechel
Haupttitel (Deutsch)
Eine Frage des Blickwinkels: Unterschiede in der Selbst- und Fremdbeurteilung von traumatischen Ereignissen und ICD-11 (komplexer) posttraumatischer Belastungsstörung bei Kindern
Paralleltitel (Englisch)
A question of perspective: differences in child- and caregiver-assessments of traumatic events and ICD-11 (complex) post-traumatic stress disorder in children
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
61 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Lueger-Schuster
Klassifikation
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC17311936
Utheses ID
72535
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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