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The status of the European Union as a party to international agreements
a reflection on the practice of declarations of competence in the EU
Maurits Floris M. Geerardyn
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium International Law [Vollzeit]
Betreuer*in
Gerhard Hafner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76709
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29597.30254.990518-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Praxis der Europäischen Union, eine Zuständigkeitserklärung abzugeben, wenn sie sich an einem gemischten Abkommen beteiligt. Im multilateralen Kontext wurde die Union erstmals im Rahmen des UNCLOS zur Abgabe einer solchen Erklärung verpflichtet. Darin wurde von internationalen Organisationen, die dem Übereinkommen beitreten wollten, die Abgabe einer Erklärung verlangt, in der die Zuständigkeit sowohl der Mitgliedstaaten als auch der Organisation in Bezug auf die durch das Übereinkommen geregelten Angelegenheiten angegeben wird. Viele andere internationale Übereinkommen sind diesem Beispiel gefolgt und haben ebenfalls eine ähnliche Beteiligungsklausel aufgenommen. Infolgedessen hat die Union in ihren Außenbeziehungen die Praxis eingeführt, Zuständigkeitserklärungen abzugeben, in denen sie über die interne Zuständigkeitsverteilung berichtet. In Kapitel I dieser Masterarbeit werden die Art und die Merkmale dieser Erklärungen analysiert und die großen Ähnlichkeiten in der Art und Weise, wie sie abgefasst sind, dargelegt. Kapitel II enthält eine Fallstudie über zwei wichtige Zuständigkeitserklärungen, nämlich die Erklärung im Rahmen des UNCLOS und die kürzlich zum BBNJ-Übereinkommen vorgelegte Erklärung. In diesem Abschnitt werden beide Erklärungen untersucht und eine kritische Reflexion über ihren Entstehungsprozess, ihren Inhalt und ihre Auslegung angestellt. In der letztgenannten Erklärung werden die institutionellen Konflikte zwischen dem Rat und der Kommission deutlich, da der Text der Erklärung eindeutig darauf abzielt, die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten zu wahren. Darüber hinaus werden mehrere andere Erklärungen untersucht, wobei einige für die EU-Praxis typische Merkmale hervorgehoben werden. Dieser Überblick zeigt, dass die EU-Erklärungen nur selten den geforderten Präzisionsstandards entsprechen und unpräzise, vage und ergebnisoffen formuliert sind. Es folgt Kapitel III, in dem die Positionen der Unionsorgane zu den Zuständigkeitserklärungen analysiert werden. Auch wenn der Gerichtshof dem Konzept der Zuständigkeitserklärungen heute offener gegenübersteht, ist seine Rechtsprechung dennoch nicht ganz einheitlich. Auch das Verhältnis von Rat und Kommission zeigt, dass interne Reibereien oft den Inhalt und die Sprache der Erklärungen prägen. Kapitel IV schließlich enthält eine kritische Betrachtung des Konzepts der Zuständigkeitserklärungen, in der mehrere Probleme aufgezeigt werden, die sich in der Praxis der EU zeigen. Erstens führt der Mangel an Spezifität bei der Abfassung der Erklärungen dazu, dass das Ziel, den Vertragspartnern der Union Rechtssicherheit zu bieten, nicht erreicht wird. Zweitens wird dies durch die Tatsache verstärkt, dass die Erklärungen in der Praxis selten, wenn überhaupt, aktualisiert werden. Somit tragen die Zuständigkeitserklärungen nicht dem inhärent sich entwickelnden und dynamischen Charakter der EU-Zuständigkeiten Rechnung. Abschließend werden in diesem Kapitel einige positive Aspekte in der Praxis der EU in Bezug auf die Zuständigkeitserklärungen beleuchtet, denn es wäre unangebracht zu behaupten, dass sie keinen Mehrwert im EU-Rechtssystem haben, da sich gezeigt hat, dass sie in einigen Fällen ihre Funktion in der Praxis erfüllen können.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis studies the practice of the European Union of submitting a declaration of competences when it participates in a mixed agreement. In a multilateral context, the Union was first required to issue such a declaration in the context of the UNCLOS, which required international organisations that intended to join the convention to submit a declaration indicating the competence of both the member States and the organisation with respect to matters governed by the convention. Many other international agreements have followed suit and equally included a similar participation clause. Consequently, the Union has established a practice in its external relations of submitting declarations of competences, reporting on the internal division of competences. Chapter I of this master’s thesis analyses the nature and characteristics of these declarations, setting out the broad similarities in the way they are drafted. Next, Chapter II entails a case study of two major declarations of competence, namely the declaration under the UNCLOS and the declaration recently submitted to the BBNJ Agreement. This section studies both declarations and provides a critical reflection as to their drafting process, content, and interpretation. In the latter declaration the institutional clashes between the Council and Commission are laid bare, as the text of the declaration clearly is aimed at preserving the member States’ competences. Furthermore, several other declarations are studied, highlighting some features that are typical in the EU practice. This overview demonstrates how the EU declarations rarely meet the required standards of specificity, and are drafted in an imprecise, vague and open-ended manner. This is followed by Chapter III, in which the positions of the Union institutions regarding declarations of competences are analysed. While the Court of Justice is nowadays more open towards the concept of declarations of competences, its case law is nevertheless not altogether uniform. Moreover, the relation of the Council and the Commission equally shows that internal friction often monopolises the content and language of the declarations. Lastly, Chapter IV contains a critical reflection to the concept of declarations of competences, listing several issues that shine through in the EU’s practice. First, the lack of specificity in the drafting of the declarations results in the fact that the objective of providing legal certainty to the Union’s treaty partners is not achieved. Second, this is reinforced by the fact that declarations are rarely, if ever, updated in practice. Thus, the declarations of competences do not take into account the inherently evolving and dynamic nature of EU competences. Finally, the Chapter closes with shining a light on some positive aspects in the practice of the EU regarding declarations of competences, as it would be inappropriate to suggest they have no added value in the EU legal system as it has been shown they can in some instances fulfil their function in practice.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Europäische Union Erklärung der Zuständigkeiten
Schlagwörter
(Englisch)
European Union declaration of competences participation in international agreements
Autor*innen
Maurits Floris M. Geerardyn
Haupttitel (Englisch)
The status of the European Union as a party to international agreements
Hauptuntertitel (Englisch)
a reflection on the practice of declarations of competence in the EU
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
iii, 4, 64 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Gerhard Hafner
Klassifikationen
86 Recht > 86.84 Völkerrecht. Allgemeines ,
86 Recht > 86.91 Recht der internationalen Organisationen
AC Nummer
AC17332144
Utheses ID
72544
Studienkennzahl
UA | 999 | 081 | |
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