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Reparations for individuals under international humanitarian law
Roos Esmée Elisabeth Fransen
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang International Law [Berufsbegleitend]
Betreuer*in
Aniruddha Rajput
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76703
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29597.32803.331464-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Forschungsschwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem Prinzip der individuellen Wiedergutmachung, dabei in erster Linie auf dem humanitären Völkerrecht und in zweiter Linie auf den internationalen Menschenrechtsnormen. Es soll untersucht werden, wie individuele Opfer von Verstößen gegen die Verpflichtungen des humanitären Völkerrechts durch Staaten entschädigt werden können. Die Mechanismen des humanitären Völkerrechts werden mit jenen des internationalen Menschenrechts verglichen, in welchem der Einzelne Rechte hat, für die er bei Verletzung eine Entschädigung verlangen kann. Ziel ist, zu prüfen, ob und wie bestimmte Aspekte der internationalen Menschenrechtsmechanismen in einem traditionellen Bereich wie dem humanitären Völkerrecht umgesetzt werden könnten. Der Abschnitt über Wiedergutmachung im humanitären Völkerrecht ist wie folgt aufgebaut: Nach einer Einführung in das Konzept der Wiedergutmachung und der staatlichen Verantwortung folgt ein kurzer historischer Abriss, welcher erläutert, warum Entschädigungen einzelner Opfer durch Staaten nach Verletzungen des humanitären Völkerrechts unüblich sind. Nach einer Erörterung der verschiedenen Auslegungen des Begriffs der Wiedergutmachung wird auf das Konzept der individuellen Wiedergutmachung eingegangen und erläutert, wie dieses von den nationalen Gerichten ausgelegt (und umgesetzt) wurde. Außerdem wird beschrieben, wie sich die Leitidee der individuellen Wiedergutmachung in den letzten Jahrzehnten zu einem Grundsatz entwickelt hat, der von internationalen Rechtsprechungsmechanismen anerkannt und angewendet wird. Im Kapitel über die internationalen Menschenrechtsvorschriften werden die Grundsätze der Wiedergutmachung für Einzelpersonen in diesem Bereich und die für individuele Opfer von Verletzungen von Menschenrechtsverpflichtungen durch Staaten zur Verfügung stehenden Mechanismen behandelt. Der Nutzen und die Probleme dieser Mechanismen werden erörtert. Ein wichtiges diskutiertes Problem ist der Mangel an Durchsetzungsbefugnissen durch die Mechanismen der großen Menschenrechtsverträge. Zusätzlich wird analysiert, wie regionale Menschenrechtsgerichte individuelle Wiedergutmachungen für Verletzungen internationaler Menschenrechtsvorschriften durch Staaten und internationale Menschenrechtsgerichte beurteilen. Im dritten Kapitel wird versucht zu beurteilen, wie das humanitäre Völkerrecht von einer stärkeren Nutzung der opferorientierten Aspekte der Menschenrechte profitieren könnte. Es wird verglichen, wie die beiden Bereiche von den nationalen Gerichten bewertet werden und was sich im humanitären Völkerrecht ändern muss, damit Einzelpersonen Staaten analog zum Menschenrecht zur Rechenschaft ziehen können. Es besteht die Hoffnung, die Bewertung positiv abzuschließen.
Abstract
(Englisch)
The research focus of this thesis will lie on the principle of individual reparations, with the primary focus in international humanitarian law and secondary focus on international human rights law. The research will assess how individual victims of violations of international humanitarian law obligations by States can potentially be compensated for their damages. The mechanisms from international humanitarian law will be compared to the mechanisms used in international human rights law, where (in contrast to other fields of international law), the individual has rights it can claim compensation for when breached. There will be an assessment on how certain aspects of the international human rights law mechanisms could potentially be implemented in a more traditional field as international humanitarian law. The section on reparations in international humanitarian law will be built up as follows: an introduction to the concept of reparations and state responsibility, there will be a short historical section which will explain why it is uncommon for individual victims of IHL violations by States to get compensated. After discussing the different interpretations of the concept of reparation, it will go into the concept of individual reparations and how this concept has been interpreted (and implemented) by domestic courts. Furthermore, there will be a description on how the principle of individual reparation has evolved over the last decades into a principle that is used by international adjudication mechanisms. The chapter on international human rights law will discuss the principle of reparation for individuals in this field and what mechanisms are available to individual victims of breaches of human rights obligations by States. One of the bigger problems that will be discussed is the lack of enforcement powers by the mechanisms of the bigger human rights treaties. Furthermore, there will be an analysis on how regional human rights courts assess individual reparations for breaches of international human rights law by States and international human rights law courts. The last chapter will assess how international humanitarian law could benefit from using more of the victim-oriented aspects of human rights law. There will be an analysis which compares how the two fields are assessed in the domestic courts and what will need to change in international humanitarian law that it will be possible for individuals to keep states accountable like is possible in human rights law. There is hope to conclude the assessment on a positive note.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wiedergutmachung Völkerrecht Kriegsrecht
Schlagwörter
(Englisch)
international humanitarian law individual reparations victims of international humanitarian law war crimes state responsibility
Autor*innen
Roos Esmée Elisabeth Fransen
Haupttitel (Englisch)
Reparations for individuals under international humanitarian law
Paralleltitel (Deutsch)
Wiedergutmachung für Einzelpersonen nach dem humanitären Völkerrecht
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Aniruddha Rajput
Klassifikationen
86 Recht > 86.85 Menschenrechte ,
86 Recht > 86.93 Völkerrechtliche Sondergebiete ,
86 Recht > 86.94 Kriegsrecht. Kriegsverhütungsrecht
AC Nummer
AC17331926
Utheses ID
72545
Studienkennzahl
UA | 992 | 628 | |
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