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Die Entwicklung des Amateurtheaters am Beispiel der Theatergruppe Altenberg und des internationalen Amateurtheaterfestivals Focus 2006
Marie-Luise Auer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Brigitte Dalinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8050
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29307.13862.975870-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Amateurtheater ist eine Erscheinungsform des Laientheaters. Es ist ausschließlich in Vereinen und festen Gruppen organisiert. Seine Wurzeln liegen im antiken Griechenland: Die großen Theaterfestspiele im antiken Athen wurden von Laiendarstellern getragen. Auch in der weiteren Entwicklung des Theaters spielten Laien eine zentrale Rolle. Erst im 16. und 17. Jahrhundert setzte eine Entwicklung hin zum Berufstheater ein. Professionelle Wanderbühnen zogen durch Europa und nach und nach etablierte sich der Beruf des Schauspielers, was schließlich auch zu dessen Professionalität führte. Das Amateurtheater ist eine Theaterform, die sich erst ab dem 18. Jahrhundert zu entwickeln begann – eine seiner Vorformen ist das Dilettantentheater der Bürgerschicht. Im 19. Jahrhundert entstanden die ersten deutschsprachigen Theatervereine – erst ab diesem Zeitpunkt kann man von Amateurtheater sprechen. Mitte des 20. Jahrhunderts schlossen sich immer mehr dieser Amateurtheatervereine in regionale und überregionale Verbände zusammen. Das Amateurtheater ist definiert durch seine Organisationsform: Vereine oder feste Gruppen, die durch fixe Aufgabenfelder und Strukturen gekennzeichnet sind. Beispielsweise die Theatergruppe Altenberg ist ein Amateurtheaterverein, der sich mithilfe von Statuten und fixen Strukturen organisiert. Es gibt bestimmte Aufgabenfelder bzw. Ämter, die von Personen wahrgenommen werden. Die Motivationen der Menschen daran mitzuwirken sind unterschiedlich. Eine Befragung der Theatergruppe Altenberg und der Vergleich der Ergebnisse mit ähnlichen Befragungen zeigen allerdings, dass die Mitglieder von Theatervereinen vorrangig des Theaters wegen mitwirken. Ein Theaterverein ist keine beliebige Gemeinschaft, der man sich anschließt um sich irgendwie die Freizeit zu vertreiben. Zwar spielen soziale und gesellschaftliche Aspekte eine große Rolle, aber der Hauptmotivationsgrund ist die Freude an der Theaterarbeit. Die unterschiedlichen Ausprägungen des heutigen Amateurtheaters sind an Vielfalt kaum zu überbieten. Das zeigte sich auch am internationalen Amateurtheaterfestival Focus, das 2006 in Altenberg bei Linz stattfand. Eine dokumentarische Darstellung der Organisation und des Ablaufs des Festivals, zeigt wie sehr sich das Amateurtheater bisher entwickelt hat, welch Potential und Ästhetik ihm inne wohnt. Die besondere Ästhetik des Amateurtheaters liegt in seiner Authentizität. Es lässt sich nicht mit den Maßstäben des Berufstheaters messen – es ist eine eigenständige Form und sollte daher auch als solche betrachtet werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Amateurtheater Laientheater Theatervereine
Autor*innen
Marie-Luise Auer
Haupttitel (Deutsch)
Die Entwicklung des Amateurtheaters am Beispiel der Theatergruppe Altenberg und des internationalen Amateurtheaterfestivals Focus 2006
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
119 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Dalinger
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.06 Theatergeschichte ,
24 Theater, Film, Musik > 24.13 Theatergattungen, Theatersparten
AC Nummer
AC07990640
Utheses ID
7257
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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