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Internal migration and fertility preferences in Sub-Saharan Africa
Marius Wolfgang Recher
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Global Demography
Betreuer*in
Endale Birhanu Kebede
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76897
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31181.19005.403166-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Subsahara-Afrika (SSA) weist die weltweit höchsten Geburtenraten auf und erlebt eine rasante Urbanisierung (Njoh, 2003). Typischerweise weisen ländliche Gebiete höhere Geburtenraten auf als städtische Zentren, was darauf schließen lässt, dass die Migration vom Land in die Stadt den Fruchtbarkeitsübergang in der Region beschleunigen könnte (Brockerhoff und Yang, 1994). Diese Studie untersucht die komplexe Beziehung zwischen Migration und Fruchtbarkeit in SSA und konzentriert sich dabei auf Nigeria und Sambia, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Fruchtbarkeits- und Urbanisierungsprofile ausgewählt wurden. Die Studie untersucht Fruchtbarkeitsmuster unter Binnenmigrantinnen und wie sich diese von Nichtmigrantinnen unterscheiden. Sie untersucht, ob Migrantinnen neue Fruchtbarkeitsgewohnheiten annehmen oder solche aus ihrem Kindheitsumfeld beibehalten, und bewertet die Rolle der Bildung bei der Abmilderung der Auswirkungen der Migration auf die Fruchtbarkeit. Die Methodik umfasst eine Basisfruchtbarkeitsanalyse der gesamten und altersspezifischen Fruchtbarkeitsraten, eine Überlebensanalyse unter Verwendung von Kaplan- Meier-Techniken zur Untersuchung der Übergangszeit von der ersten zur zweiten Geburt und ein zeitdiskretes Modell zur Bewertung der Wahrscheinlichkeit nachfolgender Geburten nach Geburtenparität unter Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren. Ein erweitertes zeitdiskretes Modell untersucht das Zusammenspiel zwischen Migration, Fruchtbarkeit und Bildung weiter. Die Ergebnisse zeigen, dass Binnenmigranten im Vergleich zu Nichtmigranten ein anderes Fruchtbarkeitsverhalten zeigen. Die Basisfruchtbarkeitsanalyse zeigt in beiden Ländern starke Anpassungsmuster, insbesondere unter Migranten vom Land in die Stadt. Nigerianische Migranten erleben im Vergleich zu Einheimischen kürzere Abstände zwischen der ersten und zweiten Geburt, während sich sambische Migranten vom Land in die Stadt allmählich anzupassen scheinen, was darauf hindeutet, dass die Sozialisierungshypothese zumindest für den Übergang zur zweiten Geburt zutrifft. Migranten vom Land in die Stadt in Nigeria zeigen keine signifikante Anpassung des Fruchtbarkeitsverhaltens, wenn soziodemografische Faktoren kontrolliert werden, während sambische Migranten eine allmähliche Anpassung zeigen, insbesondere bei höherer Geburtenparität. Migranten vom Stadt-in-Land in Nigeria zeigen je nach Rückkehrstatus gemischte Muster, während diese Migranten in Sambia eher zur Sozialisierung als zur Anpassung neigen. Bildung moderiert das Fruchtbarkeitsverhalten von Migranten vom Stadt-in-Land in Sambia erheblich, aber dieser Effekt ist in Nigeria nicht zu beobachten. Diese Ergebnisse werden auf Nigerias geringere Fertilitätslücke zwischen Stadt und Land und die schnellere Urbanisierung im Vergleich zu Sambia zurückgeführt. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich die politischen Entscheidungsträger in SSA auf die Integration von Migranten in städtische Gebiete konzentrieren und in die Sekundarschulbildung von Frauen investieren sollten, insbesondere in ländlichen Regionen, um die Fertilitätsraten zu senken und den Fertilitätsübergang zu unterstützen.
Abstract
(Englisch)
Sub-Saharan Africa (SSA) has the world's highest fertility rates and is experiencing rapid urbanization (Njoh, 2003). Typically, rural areas have higher fertility rates than urban centers, suggesting that rural-to-urban migration could accelerate fertility transitions in the region (Brockerhoff and Yang, 1994). This study explores the complex relationship between migration and fertility in SSA, focusing on Nigeria and Zambia, chosen for their differing fertility and urbanization profiles. The study investigates fertility patterns among internal migrant women and how these differ from non-migrants. It examines whether migrants adopt new fertility behaviors or retain those from their childhood environments and assesses the role of education in moderating the impact of migration on fertility. The methodology includes a baseline fertility analysis of total and age-specific fertility rates, a survival analysis using Kaplan-Meier techniques to study the transition time from the first to the second birth, and a time-discrete model to evaluate the likelihood of subsequent births by birth parity, accounting for socio-economic factors. An extended time-discrete model further explores the interplay between migration, fertility, and education. The results reveal that internal migrants display distinct fertility behaviors compared to non- migrants. The baseline fertility analysis shows strong adaptation patterns in both countries, particularly among rural-to-urban migrants. Nigerian migrants experience shorter intervals between the first and second births compared to natives, while Zambian rural-to-urban migrants appear to adapt gradually, suggesting that the socialization hypothesis holds true, at least for the transition to the second birth. Rural-to-urban migrants in Nigeria do not show significant adaptation to fertility behaviors when socio-demographic factors are controlled, whereas Zambian migrants display gradual adaptation, especially with higher birth parity. Urban-to- rural migrants in Nigeria show mixed patterns depending on their returnee status, while in Zambia, these migrants tend to socialize rather than adapt. Education significantly moderates fertility behavior in Zambia for urban-to-rural migrants, but this effect is not observed in Nigeria. These results are attributed to Nigeria's narrower urban-rural fertility gap and more rapid urbanization compared to Zambia. The findings suggest that SSA policymakers should focus on integrating migrants into urban areas and investing in women's secondary education, particularly in rural regions, to lower fertility rates and support fertility transitions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Subsahara-Afrika Binnenmigrantion Fertilität Überlebensanalyse Kaplan-Meier Bildung
Autor*innen
Marius Wolfgang Recher
Haupttitel (Englisch)
Internal migration and fertility preferences in Sub-Saharan Africa
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
90 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Endale Birhanu Kebede
Klassifikation
71 Soziologie > 71.25 Sexualität
AC Nummer
AC17355086
Utheses ID
72573
Studienkennzahl
UA | 066 | 945 | |
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