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Die Entwicklung einer beratungsorientierten Intervention zur Förderung von Hygienepraktiken für Klient:innen im niederschwelligen Suchthilfebereich
Eva Krabb
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pflegewissenschaft
Betreuer*in
Martin Nagl-Cupal
DOI
10.25365/thesis.76729
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31208.18161.691629-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Menschen, die Substanzen intravenös konsumieren, setzen sich zahlreichen Gesundheitsrisiken aus, darunter Überdosierungen, die Übertragung von Virusinfektionen, sowie bakterielle Infektionen, welche erheblich zur Morbidität und Mortalität dieser Gruppe beitragen. Menschen, die Drogen injizieren, werden aufgrund von Stigmatisierung und der negativen sozialen Folgen ihres Substanzkonsums häufig ausgegrenzt. Unter diesen Umständen ist es für Menschen, die Substanzen injizieren, schwierig, Hilfe bei injektionsbedingten Komplikationen zu erhalten oder anzunehmen. Safer-Use-Beratungen zu adäquaten Hygienepraktiken sind eine Möglichkeit der Schadensbegrenzung, die dazu beitragen können, bakteriellen Infektionen und anderen mit dieser Form des Substanzkonsums verbundene Komplikationen vorzubeugen. Methode: Die Entwicklung einer beratungsorientierten Safer-Use-Intervention wird anhand der Schritte der Entwicklungsphase des Medical Research Council Frameworks veranschaulicht. Eine Evidenzsynthese mittels Rapid Review sowie zwölf qualitative Interviews mit Stakeholdern einer lokalen Suchthilfeeinrichtung in Wien wurden für diesen Zweck durchgeführt. Ergebnisse: Es konnten acht Interventionen zur Thematik identifiziert werden. Die Wirkungen, sowie die Eigenschaften dieser wurden zusammengefasst und für die Entwicklung der Elemente der beratungsorientierten Intervention berücksichtigt. Das „behaviour change wheel“, das in zwei der Interventionen zur Anwendung kam, wurde für die Gestaltung der aktuellen Intervention eingesetzt. Die Ergebnisse der qualitativen Interviews wurden genutzt, um die aktuellen Verhaltensweisen zu analysieren, Theorien zur Verhaltensänderung zu entwickeln, Zielverhaltenswei-sen, geeignete Interventionsfunktionen und Techniken zur Verhaltensänderung zu identifizieren, um einen ersten Entwurf eines Wirkmodells zu erstellen, welches die geplanten Mechanismen der beratungsorientierten Intervention und ihrer Komponenten darstellt. Schlussfolgerung: Um akzeptable, sichere, testbare und gut evaluierbare Interventionen zu entwickeln, müssen mehrere Quellen von Evidenz berücksichtigt werden. Der erste Schritt einer solchen Entwicklung konnte im Rahmen dieses Projekts erfolgreich dargestellt werden.
Abstract
(Englisch)
Background: People who use substances intravenously expose themselves to many health risks, including overdose, the transmission of viral infections, as well as bacterial infections, which contribute greatly to a higher morbidity and mortality in this group. People who inject drugs are often marginalised due to stigma and nega-tive social consequences, second to their substance use. These circumstances make it difficult for people who inject substances to access or accept help for inject-ing related complications. Safer injecting counselling regarding adequate hygiene practices is one possibility to reduce harm and have the potential to prevent bacteri-al infections and other complications associated with this form of substance use. Methods: The development of a counselling orientated safer injecting intervention was demonstrated using the steps of the development phase of the Medical Re-search Council Framework. Evidence synthesis via a rapid review, as well as twelve qualitative interviews with stakeholders of a local addiction service in Vienna were conducted for this purpose. Results: Eight interventions related to the topic were identified. The effects and fea-tures of these were summarized and considered for the development of the ele-ments of the counselling orientated intervention. The “behaviour change wheel”, which was used in two of the interventions, was employed to design the current in-tervention. The results of the qualitative interviews were used to analyse current behaviours, develop theories regarding behaviour change, identify target behav-iours, appropriate intervention functions and behaviour change techniques to de-velop an initial logic model, to illustrate conceived mechanisms of the intervention and its components. Conclusions: It is necessary to consider a range of evidence sources to develop acceptable, safe, testable interventions that can be easily evaluated. This first step in the development could be successfully demonstrated with this project.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Suchtpflege Safer-Use-Beratung Interventionsentwicklung MRC Framework Behaviour Change Wheel
Schlagwörter
(Englisch)
addiction nursing safer-use-counselling intervention development MRC framework behaviour change wheel
Autor*innen
Eva Krabb
Haupttitel (Deutsch)
Die Entwicklung einer beratungsorientierten Intervention zur Förderung von Hygienepraktiken für Klient:innen im niederschwelligen Suchthilfebereich
Paralleltitel (Englisch)
The development of a counselling-orientated intervention to promote hygiene practices for clients of low-threshhold addiction services
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
iii, 184 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Nagl-Cupal
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17334825
Utheses ID
72578
Studienkennzahl
UA | 066 | 330 | |
