Detailansicht
Rights of persons with psychosocial disabilities in the Czech Republic with regards to the use of restraints and involuntary treatment
Emma Skuta
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Human Rights (LL.M.)
Betreuer*in
Karl Stöger
DOI
10.25365/thesis.76707
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12514.44335.978238-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Rechte von Menschen mit Behinderungen sind in letzter Zeit in den Vordergrund der politischen Entwicklungen gerückt. Dieses Papier befasst sich mit psychosozialen Behinderungen und soll die Überschneidungen zwischen den medizinischen Elementen verschiedener Störungen und den strukturellen Faktoren in der Gesellschaft, die die Störung zu einer Behinderung machen, aufzeigen. Aus einer rechtlichen Sicht stellt sich die Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz vor Bedrohungen durch eine psychosoziale Behinderung und der Gewährleistung der Einhaltung von Menschenrechtsstandards zu finden, weiterhin ein Dilemma dar. Das tschechische Betreuungssystem ist durch Überbleibsel des sowjetischen Betreuungssystems gekennzeichnet. Dies hat dazu geführt, dass die Umsetzung des sozialen Modells der Behinderung und die Bemühungen um eine Deinstitutionalisierung auf Herausforderungen stoßen. Die Tschechische Republik sieht sich daher mit der Kritik an den verbleibenden Einrichtungen und den darin angewandten Praktiken konfrontiert, wie z. B. dem Einsatz von Zwangsmaßnahmen und unfreiwilligen Einweisungen und Behandlungen. Eine juristische Analyse von vier Fällen, die vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Tschechische Republik verhandelt wurden, ergab, dass die Gesetzgebung die internationalen Menschenrechtsstandards zwar größtenteils gut umsetzt, die Anwendung dieser Gesetze jedoch aufgrund unzureichender Ressourcen und der anhaltenden negativen Einstellung gegenüber Menschen mit psychosozialen Behinderungen auf Schwierigkeiten stößt. Es gibt bestimmte Umstände, die nicht vollständig mit dem sozialen Modell der Behinderung oder dem Bestreben nach Deinstitutionalisierung in Einklang gebracht werden können. Auch wenn dies das ultimative Ziel ist, muss eine Regelung dieser Ausnahmen in Betracht gezogen werden, um sicherzustellen, dass die Rechtsvorschriften und Ressourcen ausreichen, um internationale Menschenrechtsstandards umzusetzen.
Abstract
(Englisch)
The rights of persons with disabilities have recently been at the forefront of policy developments. This paper focuses on psychosocial disabilities and aims to highlight the intersection of the medical elements of various disorders and the structural factors in society that make the disorder disabling. From a legal perspective, the challenge of balancing between protection from threats caused by psychosocial disabilities and ensuring compliance with human rights standards continues to pose a dilemma. The Czech care system is characterised by remnants of the Soviet care system. This has caused the implementation of the social model of disability and efforts for deinstitutionalisation to face challenges. The Czech Republic has, therefore, faced criticism for the remaining institutions and practices within, such as the use of restraints and involuntary admissions and treatments. To better examine this, a legal analysis of four cases processed at the European Court of Human Rights against the Czech Republic found that while the legislation, for the most part, transposes international human rights standards well, the application of these laws faces difficulties due to insufficient resources and persisting negative attitudes to persons with psychosocial disabilities. Arguably, there are certain circumstances which cannot entirely be handled in compliance with the social model of disability or the push for deinstitutionalisation. While maintaining this as the ultimate goal, regulation of these exceptions needs to be considered to ensure that legislation and resources suffice to implement international human rights standards.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Psychosoziale Behinderungen Anwendung von Zwangsmaßnahmen Unfreiwillige Behandlung und Einweisung Deinstitutionalisierung Soziales Modell der Behinderung Tschechische Republik
Schlagwörter
(Englisch)
Psychosocial Disabilities Use of Restraints Involuntary Treatment and Admission Deinstitutionalisation Social Model of Disability Czech Republic
Autor*innen
Emma Skuta
Haupttitel (Englisch)
Rights of persons with psychosocial disabilities in the Czech Republic with regards to the use of restraints and involuntary treatment
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
58 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Karl Stöger
Klassifikation
86 Recht > 86.85 Menschenrechte
AC Nummer
AC17332121
Utheses ID
72601
Studienkennzahl
UA | 999 | 079 | |
