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Die tote Metapher "ich wasche meine Hände in Unschuld" in "Die Bagage" von Monika Helfer, "Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus" von Christine Lavant und "Ubu and the Truth Commission" von Jane Taylor erwecken
Anne-Sophie Born
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Paula Wojcik
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76608
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12523.39974.394169-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ausgehend von der toten Metapher Ich wasche meine Hände in Unschuld analysiert die Arbeit Waschvorgänge als Metaphern für Gewaltformen in drei literarischen Werken: Die Bagage von Monika Helfer, „Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus“ von Christine Lavant und „Ubu and the Truth Commission“ von Jane Taylor. Hierzu verwendet die Arbeit die Metaphern-Theorie von George Lakoff und Mark Johnson aus Leben in Metaphern übersetzt von Astrid Hildenbrand und die Forschungsfrage „Wie wird die durch Gewalt bewirkte Entmenschlichung über die Metapher des Waschvorgangs dargestellt?“. Die Arbeit teilt sich in drei Kapitel, die sich an der Satzstruktur der toten Metapher Ich wasche meine Hände in Unschuld orientieren: die Entscheidungsträger Ich und meine Hände, die Handlung wasche, und das Waschmittel Unschuld. I) Entscheidung und Gewalt: Wer die Entscheidung über das Waschen trifft, hat Macht und kann Gewalt ausüben. Die Arbeit beleuchtet sowohl personale als auch strukturelle Gewalt. II) Funktionen von Waschvorgängen als Metaphern für Gewaltformen: Zum einen diskutiert die Arbeit den Waschvorgang als Darstellung eines Intimitätsbruchs, der über eine Entmenschlichung möglich wird, um den Intimitätsbruch sichtbar zu machen. Zum anderen analysiert die Arbeit über ein Metaphern-Gebilde unterschiedliche Funktionen eines Waschvorgangs, um sowohl die tote Metapher Ich wasche meine Hände in Unschuld als auch Metaphern, die sich auf Waschen und Reinheit beziehen, mit den Waschvorgängen in den Textstellen in Bezug zu setzen. III) Die Arbeit zeigt auf, welchen Einfluss Waschbewegungen und Waschmittel auf die Darstellungsweise von Waschvorgängen als unterschiedliche Gewaltformen haben. Ziel der Arbeit ist aufzuzeigen, dass das Waschen neben einem reinigenden auch einen metaphorischen Vorgang, der Gewaltstrukturen und Fragen der Menschlichkeit verhandelt, darstellt.
Abstract
(Englisch)
Based on the dead metaphor I wash my hands in innocence, the work analyses washing processes as metaphors for forms of violence in three literary works: Die Bagage by Monika Helfer, ‘Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus’ by Christine Lavant and ‘Ubu and the Truth Commission’ by Jane Taylor. The work uses the metaphor theory of George Lakoff and Mark Johnson from Leben in Metaphern translated by Astrid Hildenbrand and the research question ‘How is the dehumanisation caused by violence represented by the metaphor of the washing process?’. The work is divided into three chapters, which are based on the sentence structure of the dead metaphor I wash my hands in innocence: the decision-makers I and my hands, the action wash, and the detergent innocence. I) Decision and violence: Whoever makes the decision about washing has power and can exercise violence. The work sheds light on both personal and structural violence. II) Functions of washing processes as metaphors for forms of violence: On the one hand, the work discusses the washing process as a representation of a breach of intimacy, which is made possible via dehumanisation in order to make the breach of intimacy visible. Secondly, the work uses a metaphor structure to analyse different functions of a washing process in order to relate both the dead metaphor I wash my hands in innocence and metaphors that refer to washing and purity to the washing processes in the text passages. III) The work shows what influence washing movements and detergents have on the depiction of washing processes as different forms of violence. The aim of the work is to show that washing is not only a cleansing but also a metaphorical process that negotiates structures of violence and questions of humanity.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Waschen Reinheit strukturelle Gewalt Metapher
Schlagwörter
(Englisch)
washing purity structural violence metaphor
Autor*innen
Anne-Sophie Born
Haupttitel (Deutsch)
Die tote Metapher "ich wasche meine Hände in Unschuld" in "Die Bagage" von Monika Helfer, "Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus" von Christine Lavant und "Ubu and the Truth Commission" von Jane Taylor erwecken
Paralleltitel (Englisch)
To kindle the dead metaphor "I wash my hands in innocence" in "Die Bagage" by Monika Helfer, "Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus" by Christine Lavant and "Ubu and the Truth Commission" by Jane Taylor
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
103 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Paula Wojcik
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC17312878
Utheses ID
72609
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1