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"5 signs of … you didn't know you have"
Wirkung von Symptom-TikToks zu psychischen Störungen und Krankheiten auf jugendliche Rezipient*innen
Christina Hafellner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jörg Matthes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76954
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14197.45350.213089-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Psychische Krankheiten und Störungen werden auf TikTok oft in Form von Beschreibungen und Auflistungen von Symptomen dargestellt. Welche Wirkung haben diese auf jugendliche User*innen und besonders auf ihr mentales Wohlbefinden? Die Expertise und/oder Betroffenheit der Content Creator*innen ist für Nutzer*innen dabei meist nicht ersichtlich. Die breit gefächerte und allgemeine Schilderung bei Videos, die nicht von Gesundheitsdienstleister*innen zu Aufklärungszwecken verbreitet werden, könnten dazu führen, dass sich viele Jugendliche, angesprochen fühlen und sich in weiterer Folge (fälschlicherweise) selbst diagnostizieren. Die in der Literatur beschriebenen Auswirkungen - wie Zugehörigkeitsgefühl finden, Stigmata auf-brechen und Selbstdiagnosen stellen - wurden in dieser Arbeit durch Expert*inneninterviews, mit Psycholog*innen und Therapeut*innen, größtenteils bestätigt und erweitert. TikTok kann Jugendlichen einen Anstoß geben sich professionelle Hilfe zu suchen und in der Praxis unter-stützend eingesetzt werden. Da es aber vermeintlich viele gibt, die sich keine Hilfe suchen, überwiegen bei den Ergebnissen Sorgen und negative Wirkungen, wie Erzeugen von Unsicherheiten, Stress, Angst und Überforderung. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch das Pathologisieren alltäglicher Facetten die Realitätswahrnehmung Jugendlicher verzerrt wird. Diese negativen Aspekte lassen sich auf die Art und Weise der Darstellung durch Symptom-TikTok-Videos und die Verbreitung von Falschinformationen zurückführen. Hier sehen die Expert*innen großen Verbesserungsbedarf zumindest in der Hinsicht, dass Hinweise auf Hilfsangebote gegeben werden sollten. Dann könnten die Videos wirklich eine Chance darstellen Jugendlichen aktiv zu helfen und in weiterer Folge sogar Kinder- und Jugendpsychiatrien entlasten.
Abstract
(Englisch)
Mental illnesses and disorders are often presented on TikTok in the form of lists of symptoms and descriptions. How does this affect young users and in particular their mental wellbeing? The expertise and/or affliction of the content creators is usually not apparent to users. The broad and general descriptions in the videos, which are not disseminated by health service providers for educational purposes, could lead many young people to feel addressed and to (incorrectly) diagnose themselves as a result. The effects described in the literature - such as finding a sense of belonging, reducing stigma and self-diagnosis - were largely confirmed and extended in this study through expert interviews with psychologists and therapists. TikTok can encourage young people to seek professional help and can be used in practice to provide support. However, as there are likely to be many who do not seek help, the results are domi-nated by concerns and negative effects. These include creating insecurities, stress and anxi-ety. There is also a risk of distorting young people's perception of reality, for example by pathologizing everyday facets. These negative aspects can be attributed to the way sympto-matic TikTok videos are presented and the spread of false information. Experts believe that there is a lot of room for improvement, at least in terms of providing information about available help. In this way, the videos could be a real opportunity to actively help young people and even reduce the workload of child and adolescent psychiatrists.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
qualitative Inhaltsanalyse Experteninterview Expertinneninterview TikTok Wirkung von TikTok mentale Gesundheit Jugendlicher Expert*inneninterview Symptome psychischer Krankheiten TikTok Darstellung psychischer Krankheiten Symptom TikTok Auswirkung TikTok mentale Gesundheit psychische Störungen auf TikTok psychische Krankheiten auf TikTok
Schlagwörter
(Englisch)
qualtitative content analysis interview tiktok mental health on tiktok effects of tiktok adolescents
Autor*innen
Christina Hafellner
Haupttitel (Deutsch)
"5 signs of … you didn't know you have"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Wirkung von Symptom-TikToks zu psychischen Störungen und Krankheiten auf jugendliche Rezipient*innen
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
151 Seiten in verschiedenen Seitenzählungen : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17357981
Utheses ID
72644
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1