Detailansicht

Without shelter and without papers
on housing, resistance, and horizons in urban squats
Isabel Barboza da Silva
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Bas Van Heur
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77227
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18373.37301.276037-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit werden Hausbesetzungen im Kontext der globalen Wohnungskrise untersucht. Dabei werden die wichtigsten Faktoren, die eine größere Dauerhaftigkeit ermöglichen, und politische Forderungen, die auf zukünftige Möglichkeiten in einem Szenario nach der Besetzung drängen, erforscht. Eine vergleichende Studie wurde in São Paulo und Brüssel durchgeführt, wobei zwei von der Bewegung für den Kampf in Stadtvierteln, Dörfern und Slums (MLB) bzw. La Voix Des Sans Papiers (VSP) selbstverwaltete Hausbesetzungen untersucht wurden. Die Analyse betrachtet Widerstandsprozesse und Kämpfe im unmittelbaren und weiteren zeitlichen Umfeld, wobei die Untersuchung mehrere Monate lang Beobachtungen vor Ort, Tiefeninterviews und Kodierungen umfasste. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gründe für das Gedeihen von Hausbesetzungen multifaktoriell und kontextabhängig sind, wobei die Schlüsselaspekte mit dem Organisationsgrad der Bewegungen, ihren Verbindungen und ihrer Handlungsfähigkeit während eines Zeitfensters (z. B. einer Krise) zusammenhängen. Die Fälle werfen ein Licht auf das Potenzial und die Grenzen von Hausbesetzungen und zeigen, dass beide Erfahrungen angesichts der aktuellen Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt in beiden Städten in einem angemessenen Maße für Wohnstabilität sorgen. Es gibt jedoch einen diskursiven Unterschied in den Forderungen der sozialen Bewegungen, der ihre Kampfhorizonte unterschiedlich gestaltet. Diese Erfahrungen sind nicht frei von den Widersprüchen, die durch die kapitalistische Urbanisierung entstehen. Weitere Untersuchungen sollten durchgeführt werden, um die Auswirkungen des „Erfolgs“ auf den Zusammenhalt der sozialen Bewegungen auf lange Sicht zu verstehen. Diese Studie leistet einen Beitrag zur wachsenden Literatur über das Recht auf Wohnen und Staatsbürgerschaft sowie über urbane Kämpfe und bietet Einblicke in das Potenzial von Hausbesetzungen als konkrete Praktiken für den unmittelbaren Schutz und als Taktik in einem breiteren Kampf des Widerstands gegen die kapitalistische Urbanisierung.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates housing-led squats in the context of a global housing crisis, exploring the main factors enabling greater permanence and political claims that push for future possibilities in a post-occupation scenario. A comparative study was conducted in São Paulo and Brussels, looking at two housing-led squats, self-managed by the Movement for Struggle in Neighborhoods, Villages and Slums (MLB) and La Voix Des Sans Papiers (VSP), respectively. The analysis considers resistance processes and struggles in the immediate and wide temporalities, where investigation involved multi-sited observations over several months, in-depth interviews and coding. The findings reveal that what makes housing-led squats thrive is multifactorial and context-dependent, where key aspects are related to the level of organization of the movements, their connections and agency during a window of opportunity (e.g a crisis context). The cases shed light on the potential and limitations of housing-led squats, revealing that both experiences provide housing stability to a reasonable degree, given current housing market conditions in both cities. However, there is a discursive distinction within the social movement's claims, which shapes their horizons of struggle differently. These experiences are not free from the contradictions generated by capitalist urbanization. Further research should be done to understand the impacts of "achieving success" in the cohesion of the social movements in the long term. This study contributes to the growing body of literature on the right to housing and citizenship as well as urban struggles, offering insights into the potential of housing-led occupations as concrete practices for immediate shelter, and as a tactic in a broader struggle of resistance to capitalist urbanization.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Hausbesetzungen Wohnungskrise Soziale Bewegungen Brüssel São Paulo
Schlagwörter
(Englisch)
Urban Squats Housing Crisis Social Movements Brussels São Paulo
Autor*innen
Isabel Barboza da Silva
Haupttitel (Englisch)
Without shelter and without papers
Hauptuntertitel (Englisch)
on housing, resistance, and horizons in urban squats
Paralleltitel (Deutsch)
Ohne Obdach und ohne Papiere
Paralleluntertitel (Deutsch)
über Wohnen, Widerstand und Horizonte in besetzten Häusern
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
91 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Bas Van Heur
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17386606
Utheses ID
72707
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1