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The contested evolution of developer obligations in Bogotá
a historical institutionalist approach on land governance
Maria Paula Moreno Vivas
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Lena Imeraj
DOI
10.25365/thesis.77225
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18382.42151.359459-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der globale Aufruf zum Bau nachhaltigerer Städte wird immer dringlicher. Während Städte weltweit häufig die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) als Leitprinzipien anführen, fehlt es ihrer Umsetzung an einer universellen Formel. Strategische Planung und Landverwaltung sind entscheidend, um Städte in Richtung wünschenswerter Entwicklungsmuster zu lenken. Traditionelle Perspektiven auf Stadtentwicklung haben jedoch hierarchische, fragmentierte, konventionelle, top-down und regierungszentrierte Ansätze. Dies erfordert einen Übergang zu einem dezentraleren, flexibleren und partizipativeren Governance-Prozess. Nachhaltigkeitsherausforderungen manifestieren sich in jeder Stadt unterschiedlich; da diese Herausforderungen variieren, variieren auch die Werkzeuge und Ressourcen, die den Regierungen zur Verfügung stehen, um die notwendige Infrastruktur zu finanzieren, um nachhaltige urbane Trajektorien zu erreichen. Über die Frage hinaus, wie die Stadtentwicklung finanziert werden soll, steht die Frage, wer diese Verantwortung tragen sollte. Planer und politische Entscheidungsträger suchen oft nach innovativen Planungsinstrumenten, um private Investitionen zu lenken und die Entwicklung städtischer Infrastruktur zu fördern. Diese Forschung analysiert den Einfluss von Landverwaltungsrahmenwerken auf die Umsetzung von Developer Obligations (DOs) als Instrument zur Landwertabschöpfung (LVC) im Kontext von Bogotá, Kolumbien. LVC bezieht sich auf die Rückgewinnung von Landwertsteigerungen durch den öffentlichen Sektor als Folge öffentlicher Arbeiten oder Änderungen der Landnutzungsregulierung, auch bekannt als „Windfälle“, durch Gebühren, Auflagen oder Sachleistungen. DOs ist ein Instrument, das bei Planern an Popularität gewonnen hat, weil es breitere öffentliche Ziele mit privaten Sektorobjektiven durch städtisches Entwicklungskapital kombiniert. Unter Verwendung des historischen institutionalistischen Ansatzes kritischer Wendepunkte führt diese Forschung eine longitudinale Analyse von Planungs- und Rechtsdokumenten durch und führt dreizehn halbstrukturierte Interviews mit relevanten Interessengruppen, um die Entwicklung des Instruments innerhalb des institutionellen Rahmens der Stadt zu verstehen. Die drei identifizierten kritischen Wendepunkte deuten darauf hin, dass die Beziehung zwischen Governance-Faktoren und DOs dynamisch ist, gekennzeichnet durch fortlaufende Interaktionen, die je nach Kontext und Zeitpunkt der Umsetzung entweder gestärkt oder geschwächt werden können. Der Fall Bogotá veranschaulicht institutionelle Veränderungsprozesse, politische Auseinandersetzungsdynamiken und den Einfluss von Marktbedingungen auf lokale politische Prozesse. Darüber hinaus wird durch die Untersuchung und den Vergleich der beiden Fallbeispiele Tres Quebradas und Bavaria Fabrica Teilpläne gezeigt, dass DOs, wie andere LVC-Instrumente, kein Allheilmittel sind. Ihre Umsetzung unterliegt vielen kontextbasierten Faktoren und historischen Mustern. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden Empfehlungen zur Erhöhung partizipativer Prozesse und zur Ausbalancierung der Implementierungsflexibilität von Planungsinstrumenten gegeben, um das Potenzial von DOs für Nachhaltigkeit zu erhöhen. Schlüsselwörter: Nachhaltige Entwicklung, Landverwaltung, Stadtfinanzierung, städtische Planungsinstrumente, Landwertabschöpfung, Developer Obligations, historischer Institutionalismus, kritische Weggabelungen, partizipative Planung.
Abstract
(Englisch)
The global call for building more sustainable cities has become increasingly urgent. While cities worldwide frequently cite the Sustainable Development Goals (SDGs) as guiding principles, their implementation lacks a universal formula. Strategic planning and land governance is essential for guiding cities toward desirable development patterns. However traditional perspectives to urban development have hierarchical, fragmented, conventional, top-down, government centric approaches. This requires a move to a more decentralized, flexible and participatory governance process. Sustainability challenges manifest differently in each city; as these challenges vary, so do the tools and resources available for governments to finance the necessary infrastructure to achieve sustainable urban trajectories. Beyond the question of how to finance urban development lies the question of who should bear this responsibility. Planners and policy makers are often looking for innovative planning tools to direct private investment to promote development of urban infrastructure. This research analyzes the influence of land governance frameworks in the implementation of Developer Obligations (DOs) as a Land Value Capture (LVC) tool in the context of Bogota, Colombia. LVC refers to the public sector’s recovery of increases in land value as a consequence of public works or changes in land-use regulation, also known as “windfalls”, through fees, exactions, or in-kind contributions. DOs is a tool that has gained popularity among planners because it combines wider public goals with private sector objectives through urban development capital. Using the historical institutionalist approach of critical junctures, this research does a longitudinal analysis of planning and legal documents, and conducts thirteen semi-structured interviews with relevant stakeholders to understand the evolution of the tool within the institutional framework of the city. The three critical junctures identified suggest that the relationship between governance factors and DOs is dynamic, characterized by ongoing interactions that can either strengthen or weaken depending on the context and timing of implementation. The Bogotá case exemplifies institutional change processes, political contestation dynamics, and the influence of market conditions on local-level policy processes. Additionally, by examining and comparing the two case examples, Tres Quebradas and Bavaria Fabrica partial plans, showed that DOs, like other LVC tools, are not a one-size-fits-all mechanism. Their implementation is subject to many context-based factors and historical patterns. Following these findings recommendations on increasing participatory processes and balancing implementation flexibility of planning tools are made to increase the potential of DOs to sustainability. Key words: Sustainable development, land governance, urban finance, urban planning tools, land value capture, developer obligations, historical institutionalism, critical junctures, participatory planning.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Nachhaltige Entwicklung Landverwaltung Stadtfinanzierung städtische Planungsinstrumente Landwertabschöpfung Developer Obligations historischer Institutionalismus kritische Weggabelungen partizipative Planung
Schlagwörter
(Englisch)
Sustainable development land governance urban finance urban planning tools land value capture developer obligations historical institutionalism critical junctures participatory planning
Autor*innen
Maria Paula Moreno Vivas
Haupttitel (Englisch)
The contested evolution of developer obligations in Bogotá
Hauptuntertitel (Englisch)
a historical institutionalist approach on land governance
Paralleltitel (Deutsch)
Die umstrittene Entwicklung der Bauträgerpflichten in Bogotá
Paralleluntertitel (Deutsch)
ein historisch-institutionalistischer Ansatz zur Landverwaltung.
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
130 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Lena Imeraj
Klassifikation
74 Geographie > 74.79 Raumordnung, Städtebau. Sonstiges
AC Nummer
AC17386544
Utheses ID
72720
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
