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Street vending in Kathmandu metropolitan city
an everyday political practice
Anusha Khanal
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Tatiana Debroux
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77236
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19201.45389.695545-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Januar 2023 verbot die Stadt Kathmandu unter der Führung des Bürgermeisters Balen Shah den Straßenverkauf in Kathmandu. Dies war nicht das erste Mal, dass der Bürgermeister oder die Stadt gegen Straßenverkäufer in den Straßen von Kathmandu vorging. Im Laufe der Jahre hat die Stadt mehrfach Polizeikräfte eingesetzt, um Straßenverkäufer in der Stadt anzugreifen, sie zu verhaften, ihre Waren zu beschlagnahmen und ihre einzige Lebensgrundlage zu zerstören. Diese Angriffe erfolgten unter dem Vorwand der Legalität, d. h., dass die Verkäufer ihre Geschäfte illegal betreiben, und unter dem Vorwand der Sicherheit, d. h., dass die Verkäufer eine Gefahr für die Sicherheit der Fußgänger darstellen. Der Straßenverkauf und die Straßenverkäufer werden von den Machtsystemen und den Stadtbewohnern auf der ganzen Welt regelmäßig überwacht und kriminalisiert (Ryan 2011). Die Problematisierung des Straßenverkaufs gibt tiefe Einblicke in das Städtische, seine soziologischen, politischen und wirtschaftlichen Prozesse, einschließlich der Macht- und Regierungssysteme. Straßenverkauf ist und war für viele Menschen auf der ganzen Welt, insbesondere im Globalen Süden, ein wichtiges Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts. Ganze Stadtgeschichten lassen sich anhand von Straßenhändlern nachvollziehen, die seit langem ein wesentlicher Bestandteil des städtischen Gefüges sind. Obwohl nicht darauf beschränkt, ist der Straßenverkauf für Städte und urbane Räume sehr charakteristisch. Im modernen Wirtschaftssystem wird der Straßenverkauf als Teil der informellen Wirtschaft betrachtet, die spezifische diskursive und materielle Konsequenzen hat und sich vom „formellen“ Wirtschaftssektor unterscheidet (Roy, 2005). Der Straßenverkauf ist ein wichtiger Bestandteil des städtischen Gefüges im Kathmandutal. Er dient nicht nur den Verkäufern als Lebensunterhalt, sondern auch den Verbrauchern, die auf ihn angewiesen sind, um erschwingliche Waren und Dienstleistungen zu erhalten. Es gibt zwar zahlreiche Forschungsarbeiten über die Praxis und Kultur des Straßenverkaufs in Kathmandu und in Nepal insgesamt, doch der Großteil der Literatur konzentriert sich auf den informellen Charakter des Straßenverkaufs und die wirtschaftlichen Vorteile der Integration informeller Aktivitäten in die formelle Wirtschaft. Meine Untersuchung konzentriert sich nicht auf die wirtschaftlichen Vorteile, sondern auf das Politische: die Macht des Straßenverkaufs als Mittel zum Lebensunterhalt und schließlich, wie der nepalesische Staat ihn bedroht. Wie bedroht der Straßenverkauf als informelle Wirtschaftstätigkeit die formelle Wirtschaft und damit den nepalesischen Staat? Obwohl der Fall des Bürgermeisters ein Ausgangspunkt für die Untersuchung ist, konzentriert sie sich nicht nur auf eine Intervention, sondern auf die umfassenderen Prozesse der Kriminalisierung des Straßenverkaufs und des Straßenverkaufs als politische Alltagspraxis. Sie versucht zu untersuchen, wie Straßenverkäufer den städtischen Raum durch ein komplexes Netzwerk durchqueren und Raum in einem System besetzen, das darauf beharrt, sie zu vertreiben. Stichworte: Straßenverkauf, neoliberale Gouvernementalität, Gewalt, urbane Informalität, Widerstand, stilles Eindringen, kollektives Handeln
Abstract
(Englisch)
In January 2023, the Kathmandu Metropolitan City under the mayoral leadership of Balen Shah, banned all street vending from Kathmandu. This was not the first time the Mayor, or the City has attacked street vendors in the streets of Kathmandu. On multiple occasions throughout the years, the city has deployed police forces to attack street vendors in the city, arresting them, confiscating goods, and destroying their only means of livelihood. These attacks have taken place under the pretext of legality, that the vendors are conducting businesses illegally, and under the pretext of safety i.e., the vendors pose a threat to the safety of pedestrians. Street vending and street vendors have regularly been policed and criminalized by systems of power and city dwellers throughout the world (Ryan 2011). The problematization of street vending gives profound insights into the urban, its sociological, political, and economic processes including systems of power and governance. Street vending is and has been an important means of livelihood for many people around the world, especially in the Global South. Entire histories of cities can be traced through street vendors who have long been an essential part of the urban fabric of cities. Although not limited to, street vending is most characteristic of cities and urban spaces. In the modern economic system, street vending is considered part of the informal economy, which holds specific discursive and material consequences, distinguishing it from the "formal" economic sector (Roy, 2005). Street vending is an important part of the urban fabric of Kathmandu valley. Not only does it serve as a means of livelihood for the vendors, but also provides for the consumers who rely on them for affordable goods and services. Although there is a significant amount of research on the practice and culture of street vending in Kathmandu and Nepal as a whole, most of the literature focuses on its informal nature and the economic benefits of integrating informal activities into the formal economy. My research aims to focus not on the economic cost-benefits, but instead on the political; the power of street vending as a means of livelihood, and finally how the Nepali state threatens it. How does street vending as an informal economic activity threaten the formal economy, and therefore the Nepali state? Although the case of the mayor is a starting point for the research, it does not solely focus on one intervention,rather on the larger processes of criminalization of street vending, and street vending as an everyday political practice. It attempts to investigate how street vendors tread urban spaces through a complex network and occupy space in a system that is adamant on expelling them. Keywords: Street vending, neoliberal governmentality, violence, urban informality, resistance, quiet encroachment, collective action

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Straßenverkauf neoliberale Gouvernementalität Gewalt urbane Informalität Widerstand stilles Eindringen kollektives Handeln
Autor*innen
Anusha Khanal
Haupttitel (Englisch)
Street vending in Kathmandu metropolitan city
Hauptuntertitel (Englisch)
an everyday political practice
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
62 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Tatiana Debroux
Klassifikation
71 Soziologie > 71.14 Städtische Gesellschaft
AC Nummer
AC17387340
Utheses ID
72729
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
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