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Philosophische Diskussion des Vernunftbegriffs Benedikts XVI.
Antonia Groll
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Josef Rhemann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8075
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29968.87660.508169-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit begreift sich als Einführung in das Denken Benedikts XVI. und als Zusammenführung seiner Kritik des modernen Vernunftbegriffes mit Erkenntnissen der modernen Philosophie. Ziel ist es, den Vernunftgehalt der christlichen Religion aufzuzeigen. Benedikt XVI. unterscheidet zwei Formen der Vernunft: eine vom Subjekt ausgehende (spekulative Vernunft bzw. Vernunft der Wissenschaft) und eine sich vom Objekt dem Subjekt vermittelte Vernunft (Vernunft der Offenbarung). Die Verabsolutierung der ersten führt zu Vorurteilen, Missverständnissen und Irrwegen, wie ein Blick auf die Philosophiegeschichte zeigt. Was den Begriff der Vernunft der Offenbarung betrifft, wird im Mittelteil der Arbeit auf den engen Zusammenhang von Philosophie und Christentum und darüber hinaus auf den Vernunftgehalt bzw. die Schlüssigkeit heute umstrittener Glaubensinhalte eingegangen. Zu letzterem liefert einen entscheidenden Schlüssel die Philosophie Kurt Hübners. Es zeigt sich, dass es nicht vernunftwidrig ist, an die christliche Offenbarung zu glauben. Wie mit dem „Mut zur Wahrheit“, auf den Benedikts XVI. Vernunftkritik abzielt, Toleranz und interreligiöser Dialog möglich sind, ist das abschließende Thema. Ein liebevolles Annehmen der anderen Religionen kann, ja darf nach Benedikt XVI. nicht bedeuten, dem eigenen Profil seine Klarheit zu nehmen, muss aber stets mit Lernbereitschaft verbunden sein.
Abstract
(Englisch)
This thesis offers an introduction to the thought of Pope Benedict XVI and proposes a joining up of his critic of the modern conception of reason with approaches to this concern in contemporary philosophy. The aim is to show the extent of reason in Christian religion. Benedict XVI distinguishes between two forms of reason: One that originates in the subject (speculative reason/reason of science) and one that regards reason as being derived from the object and passing itself to the subject (reason of revelation). The absolutizing of the former leads to preconceptions, misunderstandings and ill-conceived approaches as any perspective on the history of philosophy would demonstrate. Regarding the term of Reason of Revelation the close coherence between philosophy and Christianity and the rationality and conclusiveness of today's controversial substances of Christian belief are being discussed in the middle section of the thesis. To assess the latter the philosophy of Kurt Hübner provides an important key. It will be illustrated that it is not a contradiction to believe in Christian revelation. Benedict XVI's critic of reason is aiming at the concept and notion „Courage to Truth“. The closing chapter is showing how tolerance and interreligious dialogue should be possible. Loving acceptance of other religions can, and according to Benedict XVI must not mean to deprive oneself of one’s own theological and intellectual stance but always should be linked with a willingness to learn from others.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Pope Benedict XVI philosophy belief reason Christianity myth
Schlagwörter
(Deutsch)
Papst Benedikt XVI. Philosophie Glaube Vernunft Christentum Kurt Hübner Mythos
Autor*innen
Antonia Groll
Haupttitel (Deutsch)
Philosophische Diskussion des Vernunftbegriffs Benedikts XVI.
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
193 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Josef Rhemann ,
Werner Theobald
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
08 Philosophie > 08.37 Religionsphilosophie
AC Nummer
AC08033189
Utheses ID
7278
Studienkennzahl
UA | 092 | 296 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1