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Does early bilingualism affect habituation and dishabituation processes?
Lea Halmer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Stefanie Höhl
DOI
10.25365/thesis.76713
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21235.35611.423721-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Frage, ob Zweisprachigkeit kognitive Vorteile wie verbesserte Aufmerksamkeit, besseres Gedächtnis und effizienteres Lernen bietet, ist Gegenstand einer anhaltenden wissenschaftlichen Debatte. Insbesondere bei Kleinkindern ist die Beweislage uneinheitlich, was den Bedarf an weiterer Forschung unterstreicht. Diese Studie untersucht die Auswirkungen früher Zweisprachigkeit auf Habituations- und Dishabituationsprozesse bei Säuglingen im Alter von 7 bis 8 Monaten. Habituation bezieht sich auf die Abnahme der Aufmerksamkeit gegenüber einem wiederholt dargebotenen Reiz, während Dishabituation auftritt, wenn die Aufmerksamkeit gegenüber einem neuen Reiz wieder zunimmt. Es wurden zwei Experimente durchgeführt, in denen ein „infant-controlled“ Habituation-DishabituationParadigma verwendet wurde. Die Stichprobe setzte sich aus monolingualen und bilingualen Säuglingen zusammen. Ziel der Studie war es, frühere Ergebnisse von Singh et al. (2015) zu replizieren und zu erweitern, die nahelegten, dass bilinguale Säuglinge Informationen effizienter verarbeiten können, was sich in einer schnelleren Habituation und einer stärkeren Präferenz für neue Stimuli manifestiert. Im Gegensatz zu den erwarteten Ergebnissen fanden wir jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen bilingualen und monolingualen Säuglingen hinsichtlich der Habituationsgeschwindigkeit, der Stärke der Habituation oder der Dishabituationsreaktion. Diese Ergebnisse könnten durch methodische Einschränkungen wie eine kleine Stichprobengröße und eine daraus resultierende geringe statistische Aussagekraft erklärt werden. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung mit größeren und vielfältigeren Stichproben, um die möglichen Auswirkungen der Zweisprachigkeit auf die kognitive Entwicklung in der frühen Kindheit genauer zu untersuchen.
Abstract
(Englisch)
There is an ongoing debate about whether bilingualism provides cognitive benefits, particularly in terms of attention, memory, and learning. However, the evidence is mixed, and more research is needed, especially for young children. This study examines the effects of early bilingualism on habituation and dishabituation processes in infants. Habituation refers to the reduction of attention to a repeated stimulus, whereas dishabituation occurs when a novel stimulus regains attention. Two experiments were conducted with 7- to 8-month-old monolingual and bilingual infants using an infant-controlled habituation-dishabituation paradigm. The study aimed to replicate and extend previous findings by Singh et al. (2015), which suggested that bilingual infants may process information more efficiently, leading to faster habituation and stronger preference for novel stimuli. However, we did not find significant differences between bilingual and monolingual infants in the speed of habituation, strength of habituation, or dishabituation response. The results suggest that the expected cognitive advantages of bilingualism were not observed, possibly due to limitations such as small sample size and low statistical power. This study highlights the need for further research with larger sample sizes to better understand the impact of bilingualism on early cognitive development.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
frühe Zweisprachigkeit Informationsverarbeitung Habituation Dishabituation bilingualer Vorteil frühkindliche Kognition
Schlagwörter
(Englisch)
early bilingualism information processing habituation dishabituation bilingual advantage infant cognition
Autor*innen
Lea Halmer
Haupttitel (Englisch)
Does early bilingualism affect habituation and dishabituation processes?
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
75 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Stefanie Höhl
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17332213
Utheses ID
72833
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
