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Die Bedeutung des Streichquintetts in F-Dur WAB 112 im Werk von Anton Bruckner
Reinhard Schwarz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Birgit Lodes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76689
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24502.34837.747938-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Anton Bruckner komponierte zwischen 1878 und 1879 sein Streichquintett in F-Dur, WAB 112. Neben früher komponierten kammermusikalischen Werken, die mehr Übungscharakter besitzen, ist dies das einzige Werk in dieser Gattung. In dieser Arbeit wird die Stellung und Bedeutung des Quintetts im Werk von Anton Bruckner untersucht. Zunächst werden die frühen Kammermusik-Werke vorgestellt und daran anschließend eingehend auf Genese, musikalischer Aufbau, Erstaufführungen und Rezeption des Streichquintetts eingegangen. Nach Aufforderung von Joseph Hellmesberger senior (1828 – 1893), der den zweiten Satz – Scherzo und Trio – für nicht spielbar erachtete, komponierte Bruckner das Intermezzo in d-Moll, WAB 113, dessen Genese, musikalischer Aufbau, Aufführungen und Rezeption ebenso vorgestellt werden. Bei der Uraufführung des Quintetts im Jahr 1885 entschied sich Hellmesberger dennoch das ursprüngliche Scherzo zu spielen. Ein weiterer Teil der Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Quintetts im weiterem Schaffen des Komponisten. Nach der Komposition seiner fünften Sinfonie im Jahr 1875 trat eine dreijährige schöpferische Pause ein, in der Bruckner, bis auf einige Umarbeitungen, kein neues Werk schuf. Mit der Komposition des Streichquintetts endete diese Schaffenspause und es wird in der Arbeit versucht darzulegen, dass durch dieses Werk Bruckner neue kreative Impulse für sein weiters Schaffen gewinnen konnte. Analysen seiner sechsten und siebenten Sinfonien und des Te Deums, die unmittelbar nach dem Quintett geschaffen wurden, sollen diese Annahme bestärken. Der drittes Satz des Quintetts – Adagio in Ges-Dur – gilt allgemein als Höhepunkt des Werkes. Ein Vergleich mit den langsamen Sätzen seiner zweiten, dritten und vierten Sinfonien zeigt, dass der oft zitierte Adagio-Stil Bruckners, der erstmals in seiner zweiten Sinfonie zu bemerken ist, ebenso im langsamen Satz des Quintetts dominiert. Der letzte Abschnitt der Arbeit behandelt die Stellung von Bruckners Werk im heutigen Konzertkanon. Dabei werden Überlegung über die Sinnhaftigkeit, das Quintett in mit einem erweitertem Orchestersatz aufzuführen, angestellt. Weiters wird ein Blick auf die Aufführungszahlen im Wiener Konzertleben geworfen. Interviews mit zwei namhaften Musikern verdeutlichen Gründe, warum das Werk nur sehr selten aufgeführt wird. Auch eine Zusammenfassung der Initiativen zum Brucknerjahr 2024 zeigen, dass, obwohl es eine Vielzahl von Veranstaltungen während des Gedenkjahres gibt, nur wenigen Aufführungen von Bruckners Streichquintett stattfinden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Anton Bruckners Streichquintett
Autor*innen
Reinhard Schwarz
Haupttitel (Deutsch)
Die Bedeutung des Streichquintetts in F-Dur WAB 112 im Werk von Anton Bruckner
Paralleltitel (Englisch)
The significance of the string-quintet in F major WAB 112 in Anton Bruckner's oeuvre
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
111 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Lodes
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17330848
Utheses ID
72875
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
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