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At the crossroads of gender and migration
nonbinary third-country nationals navigating state classification infrastructures in Austria
Carina Romañach Nasser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Science-Technology-Society
Betreuer*in
Fredy Alberto Mora Gàmez
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76738
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24529.45819.721991-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Erfahrungen von Personen, die sowohl nicht-binär als auch Drittstaatsangehörige in Österreich sind, werden in der aktuellen akademischen Literatur zu wenig erforscht. Die bestehende Literatur neigt dazu, nur eine Seite der Gleichung zu untersuchen - entweder nicht-binäres Geschlecht oder Migration -, aber nicht die Besonderheiten der Überschneidung dieser beiden Elemente. Diese Lücke wird noch deutlicher, wenn wir die genannten Erfahrungen in Bezug auf die staatlichen Klassifizierungsinfrastrukturen betrachten. In dieser Arbeit möchte ich die oben genannte Lücke schließen: Ich möchte analysieren, wie nicht-binäre Drittstaatsangehörige in Österreich durch staatliche Klassifizierungsinfrastrukturen navigieren. In der Praxis konzentriere ich mich auf die Zuwanderungsinfrastruktur des österreichischen Staates, d.h. auf den Teil des österreichischen Staates, der Aufenthaltsanträge bearbeitet und somit Drittstaatsangehörige kategorisiert. Um mein Forschungsziel zu erreichen, stütze ich mich auf semi-strukturierte qualitative Interviews mit fünf Teilnehmern. Die Ergebnisse meiner Forschung zeigen, dass die von mir gewählte Infrastruktur in der Navigation der Teilnehmer absolut dominant ist. Diese Dominanz führt dazu, dass die TeilnehmerInnen andere Infrastrukturen und Anliegen, wie z.B. die Klassifizierungsinfrastrukturen in den Ländern ihrer Staatsbürgerschaft sowie die nicht-binäre Geschlechterkategorisierung in Österreich, zurückstellen. Darüber hinaus manifestiert sich diese dominante Infrastruktur als eine (Un-)Informationsinfrastruktur, in der beide Parteien - AntragstellerInnen und Einwanderungsbeamte - versuchen, einander Informationen zu entlocken und dabei selbst so viele Informationen wie möglich zurückzuhalten. Während beide Seiten an dieser Dynamik beteiligt sind, verfügen die Einwanderungsbeamten über deutlich mehr Macht, um ihre Informationsziele zu erreichen. Die wichtigsten Bedingungen, die die Navigation beeinflussen, sind Geld und Sprache. Hinsichtlich der Erwartungen, die sich auf die Navigation auswirken, haben die Teilnehmer pragmatische Ziele (dauerhafter Aufenthalt und Staatsbürgerschaft) und utopische Träume (grenzenlose und geschlechtsneutrale Gesellschaften) vor Augen.
Abstract
(Englisch)
The experiences of persons who are both nonbinary and third-country nationals in Austria is underexplored in the current academic literature. The existing literature tends to examine one side of the equation—either nonbinary gender or migration—only, but not the specificities of the intersection of these two elements. This absence deepens once we consider said experiences with regards to state classification infrastructures. In this thesis, I wish to address the above-stated gap: I set out to analyze how nonbinary third-country nationals navigate state classification infrastructures in Austria. In practice, I focus on the Austrian state’s immigration infrastructure—i.e., the branch of the Austrian state that processes residence applications and thus categorizes third-country nationals. To achieve my research goal, I rely on semi-structured qualitative interviews with five participants. The findings of my research indicate that my chosen infrastructure is absolutely dominant in participants’ navigation. This dominance results in participants’ deprioritizing other infrastructures and concerns, such as classification infrastructures in their countries of citizenship, as well as nonbinary gender categorization in Austria. Furthermore, this dominant infrastructure manifests as an (un)information infrastructure, in which both parties—residence applicants and immigration officers—attempt to extract information from one another while withholding the maximum amount of information. While both sides engage in this dynamic, immigration officers hold significantly more power to achieve their information objectives. The main conditions that affect navigation are money and language. With regards to the expectations that impact navigation, participants envision pragmatic goals (acquiring permanent residence and citizenship) and utopian dreams (borderless and gender-free societies).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
nichtbinär Migration Infrastrukturen Information
Schlagwörter
(Englisch)
nonbinary migration infrastructures information
Autor*innen
Carina Romañach Nasser
Haupttitel (Englisch)
At the crossroads of gender and migration
Hauptuntertitel (Englisch)
nonbinary third-country nationals navigating state classification infrastructures in Austria
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
100 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Fredy Alberto Mora Gàmez
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17334980
Utheses ID
72897
Studienkennzahl
UA | 066 | 906 | |
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