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Remigration durch die mediale Brille
Analyse der Berichterstattung zur Rückkehr nach Österreich in der US-amerikanischen Exilpresse
Esther Elena Anatone
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77213
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26113.47503.583657-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das nationalsozialistische Regime führte zu Flucht und Vertreibung unterschiedlicher Gruppen von Personen aufgrund von „rassischer“ oder politischer Diskriminierung. In den Exilländern etablierte sich eine Exilpresse, von der einige Blätter auch nach Ende des Zweiten Weltkrieges Bestand hatten. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Berichterstattung zur Remigrationsthematik in drei von 1945 bis 1949 in den USA publizierten Exilzeitungen – der Austro American Tribune, The Austrian Republic und der Austria. Es wird den Fragen nachgegangen, wie berichtet wurde, welche Ansichten in den einzelnen Zeitungen vertreten wurden und wie sich die Darstellungen voneinander und von der historischen Realität unterscheiden. Diese Arbeit situiert sich im Forschungsfeld Exil- bzw. Remigrationsforschung, welches erst ab den 1970ern und respektive den 1980ern aufkam. Als Methode wurde die Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring herangezogen. Die Auswertung der analysierten Zeitungsartikel führt zu folgender Schlussfolgerung: Die Berichterstattung der einzelnen Zeitungen ist von der politischen Richtung und Blattlinie abhängig; die Austro American Tribune zeigt ihre Kommunismusnähe, The Austrian Republic ihre sozialistischen Hintergründe und die Austria ihre konservative und monarchistische Tendenz. Damit korrespondieren auch die zu Wort kommenden oder erwähnten Politiker*innen. Aufrufe dieser sind weniger Rückkehreinladungen als Grüße, Dank für Exilaktivitäten und Bitten um Hilfssendungen. Der Wiederaufbau Österreichs hatte in der Nachkriegszeit höchste Priorität. Dies schlägt sich auch in der Berichterstattung nieder, die die Beitragsleistungen dazu durch Exilierte oder Rückkehrende betont. In diesem Kontext erkennt man auch eine Priorisierung von Berufsgruppen wie Wissenschaftler*innen und Künstler*innen. Wichtige Faktor sind auch das Verhältnis zwischen exilierten/rückkehrenden und daheimgebliebenen Österreicher*innen sowie die Komplexität der Rückkehrbürokratie. Die Berichterstattung der Austro American Tribune und Austria sind, im Vergleich zu The Austrian Republic, umfassender. In ersterer werden Rückkehrthemen kritisch beleuchtet, zweitere hingegen gibt eine positive – teils euphemistische – und von monarchistischem Antisemitismus geprägte Darstellung der Thematik. In Gegenüberstellung mit den, der Analyse vorangegangenen, historischen Erläuterungen entspricht die Berichterstattung der Austro American Tribune eher der Realität.
Abstract
(Englisch)
The National Socialist regime led to the flight and expulsion of various groups of people due to “racial” or political discrimination. An exile press was established in the countries of exile, some of these newspapers continued to exist after the end of the Second World War. This thesis deals with the coverage on the topic of remigration in three exile newspapers published in the USA from 1945 to 1949 – the Austro American Tribune, The Austrian Republic and Austria. It examines the questions of how the topic was reported on, which views were represented in the individual newspapers and how the representations differed from each other and historical reality. This paper is situated in the research field of exile and remigration, which first emerged in the 1970s and 1980s, respectively. The method used was the qualitative content analysis, according to Mayring. The evaluation of the analyzed newspaper articles leads to the following conclusion: the coverage of the individual newspapers is dependent on the political orientation and editorial policy; the Austro American Tribune shows its closeness to communism, The Austrian Republic its socialist background and Austria its conservative and monarchist tendencies. This also corresponds to the politicians who contributed themselves or were mentioned. Their appeals are less invitations to return than greetings, acknowledgements for exile activities and requests for aid shipments. The reconstruction of Austria was a top priority in the post-war period. This is also reflected in the reporting, which emphasizes the contributions made by exiles or returnees. In this context, a prioritization of professional groups, such as scientists and artists, can be seen. Other important factors are the relationship between exiled/returnee Austrians and Austrians who stayed in the country, as well as the complexity of the bureaucracy of remigration. The coverage of the Austro American Tribune and Austria is more comprehensive than that of The Austrian Republic. The former takes a critical look at return issues, while the latter gives a positive – partly euphemistic – portrayal of the topic, characterized by monarchist anti-Semitism. In comparison with explanations on the historical happenings preceding the analysis, the Austro American Tribune's reporting is more in line with reality.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nationalsozialismus Exilpresse Remigration Exil Exilpublizistik Qualitative Inhaltsanalyse Politik Rückkehr
Schlagwörter
(Englisch)
National Socialism exil press remigration exil return
Autor*innen
Esther Elena Anatone
Haupttitel (Deutsch)
Remigration durch die mediale Brille
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse der Berichterstattung zur Rückkehr nach Österreich in der US-amerikanischen Exilpresse
Paralleltitel (Englisch)
Remigration through the lens of media
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
107 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg
AC Nummer
AC17386275
Utheses ID
72911
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1