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Die Rezeption von Thomas S. Kuhns "Structure" in außeruniversitären Milieus
Max Leonhard Neef
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte
Betreuer*in
Nils Robert Güttler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76898
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30595.39838.969835-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der folgenden Arbeit werden anhand von selbstgewählten Rezeptionsbeispielen, welche sich auf Thomas S. Kuhns bekanntestes Werk Structure of the Scientific Revolution beziehen, Muster in der außerakademischen Kuhn-Rezeption herausgearbeitet. Dabei dienen selbsterarbeitete Muster aus der akademischen Kuhn-Rezeption, welche sich besonders auf zwei umfangreiche Jubiläumsbände der Kuhn-Forschung beziehen, als Grundlage für die kategoriale Einstufung der außerakademischen Muster. Von einer grundlegenden Untersuchung der Muster in der akademischen Rezeption, wird also auf eine detaillierte Untersuchung der Muster in der außerakademischen Rezeption übergegangen. Das Verständnis der außerakademischen Muster baut also auf einem Verständnis der akademischen Kuhn-Rezeption auf. Innerhalb der acht Muster wird zwischen zwei formalen und sechs inhaltlichen Mustern unterschieden. Die Formalen beziehen sich dabei auf die Art und Weise wie Bezug genommen wird. Der Bezug auf sein ganzes Buch und das indirekte Zitat auf eine angeblich von Kuhn so gemeinte Aussage, stellen z. B. ein bekanntes Muster in der akademischen Kuhn-Rezeption dar, worauf alle Texte immer quantitativ untersucht werden. Qualitativ beschäftigen sich die groben Muster in der Kuhn-Rezeption z. B. immer mit dem Aspekt der Konformität in der Wissenschaft oder mit der Intuition des Forschenden im Rahmen seiner wissenschaftlichen, aber auch gesamtgesellschaftlichen Tätigkeit. Die Muster sind bewusst grobgehalten, da so ein Bezug auf die vielfältige Kuhn-Rezeption, aber auch das uneindeutige und sehr interpretationsreiche Werk Kuhns erst möglich wird. Es geht weniger um die kuhnsche Philosophie, sondern in der gesamten Arbeit im Kern darum, wie Kuhn zitiert und mitunter für eigene Zwecke gebraucht wird. Dass dies so geschah, war sogar Kuhn bewusst, Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Zwecke die vielfältige Kuhn-Rezeption verfolgte und Muster zwischen unterschiedlichen Milieus zu erkennen. Der Arbeit ist es darüber hinaus ein Anliegen die Vielfalt an Bezügen auf Kuhn herauszuarbeiten, Muster und Unterschiede aufzuzeigen und möglicherweise auch Forschungslücken und Perspektiven für weitere Untersuchungen aufzuzeigen. Im Rahmen der Arbeit wird ein besonderer Schwerpunkt auf Autorinnen und Autoren aus den außerakademischen Milieus des Feminismus und des New Age gelegt. Die Übergänge zwischen den Milieus sind dabei untereinander aber auch hin zur akademischen Rezeption fließend. Viele der untersuchten Autorinnen und Autoren verfügen über einen akademischen Hintergrund oder waren teilweise führende Experten in ihrem Fachgebiet (z. B. David Bohm). Die untersuchten Werke stammen überwiegend aus den 1980er und 1990er – Jahren, aber auch ein Ausreißer aus den 1970er-Jahren, welcher zur Grundlagenliteratur des New Age gehört, wird analysiert. Die Arbeit bietet einen grundlegenden Überblick über die Schwierigkeiten der Kuhn-Rezeption, aber setzt auch eigene Schwerpunkte. Besonders der Begriff der Inkommensurabilität wird auch in Rückbezug auf gängige Forschungsliteratur insbesondere von Paul Hoyningen-Huene mehrfach detailliert erörtert und teilweise mithilfe eigener Überlegungen problematisiert. Der Arbeit geht es um Grundlagenforschung und der Mehrwert liegt darin, dass sie unterschiedliche Perspektiven miteinander verknüpft, grobe Muster skizziert und Inspirationen für tiefergehende Auseinandersetzungen liefert. Implizit wird sich auch sehr stark mit verschiedenen Wissenschaftsverständnissen insbesondere in Kapitel 4 auseinandergesetzt.
Abstract
(Englisch)
Patterns in the non-academic reception of Thomas S. Kuhn's best-known work Structure of the Scientific Revolution are worked out in the following work, based on self-selected examples of reception relating to Kuhn. Self-generated patterns from the academic reception of Kuhn, which refer in particular to two extensive anniversary volumes of Kuhn research, serve as the basis for the categorical classification of non-academic patterns. Thus, from a basic examination of patterns in academic reception, we move on to a detailed examination of patterns in non-academic reception. The understanding of the non-academic patterns thus builds on an understanding of the academic reception of Kuhn. Within the eight patterns, a distinction is made between two formal and six substantive patterns. The formal patterns refer to the way in which reference is made. The reference to his entire book and the indirect quotation of a statement allegedly meant by Kuhn, for example, represent a well-known pattern in the academic reception of Kuhn, for which all texts are always examined quantitatively. Qualitatively, the rough patterns in Kuhn's reception always deal, for example, with the aspect of conformity in science or with the intuition of the researcher in the context of his scientific, but also overall social activity. The patterns are deliberately kept rough, as this makes it possible to refer to Kuhn's diverse reception, but also to Kuhn's ambiguous and highly interpretative work. It is less about Kuhn's philosophy than about how Kuhn is quoted and sometimes used for own purposes. Even Kuhn was aware that this happened, and the aim is to work out what purposes the diverse Kuhn reception pursued and to recognize patterns between different milieus. The thesis also aims to work out the diversity of references to Kuhn, to show patterns and differences and possibly also to identify gaps in research and perspectives for further investigations. Within the scope of the work, a special focus is placed on authors from the non-academic milieus of feminism and the New Age. The transitions between the milieus are fluid, as are the transitions to academic reception. Many of the authors examined have an academic background or were leading experts in their field (e.g. David Bohm). The works examined are predominantly from the 1980s and 1990s, but one outlier from the 1970s, which is part of the basic literature of the New Age, is also analyzed. The work offers a basic overview of the difficulties of Kuhn's reception, but also sets own priorities. In particular the concept of incommensurability is discussed in detail several times with reference to current research literature, especially by Paul Hoyningen-Huene, and in some cases problematized with the help of the author's own considerations. The work is about basic research and the added value lies in the fact that it links different perspectives, outlines rough patterns and provides inspiration for more in-depth discussions. There is also an implicit focus on different understandings of science, particularly in chapter 4.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Thomas S. Kuhn Rezeptionsgeschichte New Age Feminismus Inkommensurabilität
Schlagwörter
(Englisch)
Thomas S. Kuhn incommensurability New Age feminism
Autor*innen
Max Leonhard Neef
Haupttitel (Deutsch)
Die Rezeption von Thomas S. Kuhns "Structure" in außeruniversitären Milieus
Paralleltitel (Englisch)
The reception of Thomas S. Kuhn's "Structure" in non-academic milieus
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Nils Robert Güttler
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC Nummer
AC17355095
Utheses ID
72969
Studienkennzahl
UA | 066 | 944 | |
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