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Memoria collettiva e lotta alla mafia in Sicilia
Annalisa Tamborra
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Französisch Unterrichtsfach Italienisch
Betreuer*in
Judith Frömmer
DOI
10.25365/thesis.76876
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10938.56180.633132-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In den letzten Jahren hat das Konzept des kollektiven Gedächtnisses zunehmend an Popularität gewonnen. Der Grund für dieses Interesse könnte in der Epoche liegen, in der wir leben, die durch hektische Rhythmen und ständige Reize sowie Informationen aus den Massenmedien geprägt ist. Daraus ergibt sich das Bedürfnis, über die Bedeutung der Vergangenheit bei der Konstruktion der individuellen Identität und der Identität einer ganzen Nation nachzudenken. Angesichts all dessen ist es daher interessant, dieses Konzept auf ein soziales Phänomen wie die Mafia in Sizilien anzuwenden, die die Vergangenheit und Gegenwart Italiens prägt. Ausgehend von einer Erläuterung des Konzepts des kollektiven Gedächtnisses nach den Theorien von Jan Assmann und Aleida Assmann, zielt diese Arbeit darauf ab, zu untersuchen, wie das kollektive Gedächtnis im Bezug auf den Kampf gegen die Mafia in Sizilien dargestellt wird, basierend auf zwei Filmen: „Cento giorni a Palermo“ von Giuseppe Ferrara aus dem Jahr 1984 und „La mafia uccide solo d’estate“ von Pierfrancesco Diliberto aus dem Jahr 2013. Der Zeitabstand von etwa dreißig Jahren zwischen den beiden Produktionen ermöglicht es zudem, Entwicklungen in diesem Bereich zu beobachten. Die Analyse von acht Szenen für jeden Spielfilm hat gezeigt, dass das kollektive Gedächtnis von allgemeinen Konzepten lebt, die den Kampf gegen die Mafia prägen, wie zum Beispiel das Schweigegelübde (Omertà), die Komplizenschaft zwischen Staat und organisierter Kriminalität sowie die Reaktion der Bevölkerung. Es basiert jedoch hauptsächlich auf der Schaffung eines Mythos. Während 1984 das Bedürfnis bestand, einen Film zu drehen, der die Arbeit von Carlo Alberto Dalla Chiesa dokumentierte, damit sie nicht in Vergessenheit geriet, kam 2013 die Idee hinzu, dass sich hinter dem Mythos Menschen verbergen. Die menschliche Seite derjenigen, die gegen die Mafia gekämpft haben, und ihre Taten gewinnen für zukünftige Generationen einen neuen Wert, da Erinnerungsorte wie Gedenktafeln offenbar nicht mehr ausreichen.
Abstract
(Englisch)
In recent years, the concept of collective memory has gained increasing popularity. The reason for such interest may be linked to the era we live in, characterized by fast-paced rhythms and constant stimuli and information from mass media. This leads to the need to reflect on the importance of the past in the construction of individual identity and the identity of an entire nation. In light of all this, it is interesting to apply this concept to a social phenomenon like the Mafia in Sicily, which has shaped both the past and present of Italy. Starting with an illustration of the concept of collective memory according to the theories of Jan Assmann and Aleida Assmann, this work aims to observe how collective memory is represented in relation to the fight against the Mafia in Sicily, based on two films: “Cento giorni a Palermoˮ from 1984 by Giuseppe Ferrara and “La mafia uccide solo d’estateˮ from 2013 by Pierfrancesco Diliberto. The gap of about thirty years between the two productions also allows for an observation of developments in this area. The analysis of eight scenes from each film has shown that collective memory thrives on general concepts that characterize the fight against the Mafia, such as omertà (code of silence), the collusion between the State and organized crime, and the people’s reaction. However, it is primarily based on the creation of a myth. However, while in 1984 there was a need to produce a film documenting the work of Carlo Alberto Dalla Chiesa, so that it would not be forgotten, by 2013 the idea was added that behind the myth, there are people. The human side of those who fought against the Mafia and their actions regains new value for future generations, as memorial sites like commemorative plaques no longer seem sufficient.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kollektives Gedächtnis Mafia Kampf gegen die Mafia Cento giorni a Palermo La mafia uccide solo d'estate
Schlagwörter
(Englisch)
collective memory mafia Fight againt mafia Cento giorni a Palermo La mafia uccide solo d'estate
Autor*innen
Annalisa Tamborra
Haupttitel (Italienisch)
Memoria collettiva e lotta alla mafia in Sicilia
Paralleltitel (Englisch)
Collective memory and fight against the mafia in Sicily
Paralleltitel (Deutsch)
Kollektives Gedächtnis und Kampf gegen die Mafia in Sizilien
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Italienisch
Beurteiler*in
Judith Frömmer
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.99 Wissenschaft und Kultur allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17348837
Utheses ID
73040
Studienkennzahl
UA | 199 | 509 | 517 | 02
