Detailansicht
Kulturalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt
mit Blick auf Österreich
Tabea Fetscher
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Sabine Prokop
DOI
10.25365/thesis.76887
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16932.50783.539764-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der intersektionalen Verschränkung von geschlechtsspezifischen und rassistischen Gewaltstrukturen in kapitalistischen Gesellschaften. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Rolle die Kulturalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt bei der Aufrechterhaltung rassistischer, patriarchaler und kapitalistischer Machtverhältnisse spielt. Anhand einer Literaturanalyse werden feministisch-materialistische Theorien und dekolonial-antirassistische feministische Theorien miteinander verknüpft und intersektional analysiert. Mit Blick auf den österreichischen Kontext wird exemplarisch die Rolle der Kulturalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt für die Re-/ Produktion und Legitimation rassistischer und patriarchaler Gewaltstrukturen beleuchtet. Es wird gezeigt, wie die Externalisierung patriarchaler Machtverhältnisse nicht nur patriarchale Gewaltstrukturen der Mehrheitsgesellschaft verdeckt, entpolitisiert und stützt, sondern darüber hinaus rassistische Gewaltverhältnisse produziert, fördert und legitimiert. Aus der Analyse geht hervor, dass die Kulturalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt intersektional verschränkte, rassistisch-patriarchale Gewaltstrukturen re-/produziert, die eine zentrale Rolle für die Aufrechterhaltung kapitalistischer Gesellschaften spielen. Die Kulturalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt ist kein faktenbasierter oder zufällig entstandener Diskurs, sondern bedient sich historisch gewachsener kolonialer Stereotypen, die gezielt eingesetzt und instrumentalisiert werden, um politische und ökonomische Interessen durchzusetzen und zu legitimieren.
Abstract
(Englisch)
This Master's thesis explores the intersectional relationship between gender-based and racist structures of violence in capitalist societies. The central research question examines the role of the culturalization of gender-based violence in the maintenance of racist, patriarchal and capitalist power relations. It is an intersectional, literature-based analysis of feminist-materialist theories and decolonial-antiracist feminist theories. Through examining the Austrian context, the role of the culturalization of gender-based violence for the re-/production and justification of racist and patriarchal structures of violence is exemplified. It shows how the externalization of patriarchal violence not only conceals, depoliticizes and supports patriarchal structures of violence in the dominant group of society, but also produces, promotes and legitimates racist violence. The analysis demonstrates how the culturalization of gender-based violence re-/produces intersectional, racist-patriarchal structures of violence which play a crucial role in the maintenance of capitalist societies. The culturalization of gender-based violence is neither a fact-based, nor an accidental discourse, but rather one in which historically developed colonial stereotypes are deliberately used and instrumentalized to enforce and legitimate political and economic interests.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kulturalisierung geschlechtsspezifische Gewalt Rassismus Gender Othering Kapitalismus Feminismus Dekolonial intersektional
Schlagwörter
(Englisch)
culturalization gender-based violence gender racism othering capitalism feminism intersecional decolonial
Autor*innen
Tabea Fetscher
Haupttitel (Deutsch)
Kulturalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt
Hauptuntertitel (Deutsch)
mit Blick auf Österreich
Paralleltitel (Englisch)
Culturalization of gender-based violence
Paralleluntertitel (Englisch)
with exemplary view on Austria
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
87 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Prokop
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17350226
Utheses ID
73154
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
