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(Über)leben mit komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) und das Bedürfnis nach Traumagerechtigkeit
Ricarda Börtzler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Sabine Prokop
DOI
10.25365/thesis.77027
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21972.51114.752069-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind die Bedürfnisse von Opfer-Überlebenden sexualisierter und/oder häuslicher Gewalt mit einer Traumafolgestörung wie der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS), um Traumagerechtigkeit zu erfahren. Aus transdisziplinärer, intersektional-feministischer Perspektive, in literaturbasierter Vorgehensweise, aufbauend auf dem aktuellen Forschungsstand (Hester et al. 2023; Herman 2005; 2023), werden die jeweiligen Bedürfnisse komplex traumatisierter Opfer-Überlebender, um Traumagerechtigkeit zu erfahren, eruiert. Als Hauptbedürfnisse identifiziert die vorliegende Arbeit sowohl gesellschaftliche als auch täter*innenbezogene Anerkennung der Unrechtserfahrung(en), traumasensible rechtliche Gerechtigkeit, Selbstbestimmtheit und Transformation zu sozialer Gerechtigkeit, während patriarchale und intersektionale Diskriminierungen durch rechtliche Prozesse Retraumatisierungen und Risikofaktoren sowie psychische Belastungen zur Folge haben können. Es gilt Traumaerfahrungen und damit zusammenhängende Missstände zu enttabuisieren und durch gesellschaftliche, politische sowie rechtliche Verantwortungsübernahme aufzuarbeiten, um ein Erfahren von Traumagerechtigkeit für komplex traumatisierte Opfer-Überlebende zu ermöglichen.
Abstract
(Englisch)
This research addresses the needs of victim-survivors of sexualized and/or domestic violence with trauma-related disorders such as Complex Post-Traumatic Stress Disorder (CPTSD) to achieve trauma justice. From a transdisciplinary, intersectional feminist perspective, in a literature-based approach grounded in current research (Hester et al. 2023; Herman 2005; 2023), the respective needs of complexly traumatized victim- survivors to experience trauma justice are explored. The main needs identified include societal and perpetrator-related acknowledgment of the injustice experienced, trauma-sensitive legal justice, self-determination, and transformation towards social justice. Meanwhile, patriarchal and intersectional discrimination through legal processes can lead to retraumatization as well as psychological burdens. Trauma experiences and related grievances must be de-tabooed and dealt with by taking societal, political and legal accountability to enable complex traumatised victim-survivors to experience trauma justice.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Trauma Gerechtigkeit komplexe Posttraumatische Belastungsstörung kPTBS
Schlagwörter
(Englisch)
trauma justice Complex Post-Traumatic Stress Disorder CPTSD
Autor*innen
Ricarda Börtzler
Haupttitel (Deutsch)
(Über)leben mit komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) und das Bedürfnis nach Traumagerechtigkeit
Paralleltitel (Englisch)
Surviving with complex post-traumatic stress disorder (CPTSD) and the longing for trauma justice
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
111 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Prokop
AC Nummer
AC17363614
Utheses ID
73237
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
