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Altered cognitive control and reward processing mechanisms in anorexia nervosa
the role of the prefrontal cortex
Patricia Marlen Dorner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Giorgia Silani
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77366
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22224.51000.234676-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Anorexia nervosa (AN) ist eine schwere Essstörung, die durch extreme Nahrungseinschränkung, ein verzerrtes Körperbild und starke Angst vor Gewichtszunahme oder Übergewicht gekennzeichnet ist. Während bei erwachsenen AN PatientInnen eine verstärkte kognitive Kontrolle des Essverhaltens und eine veränderte Belohnungsverarbeitung als zugrundeliegende Mechanismen angenommen werden, ist bisher unklar, wie und ob sich diese Mechanismen in der Adoleszenz manifestieren. Der Schwerpunkt dieser Untersuchung liegt auf zwei Hirnregionen, die in engem Zusammenhang mit Belohnungs- und Kontrollmechanismen stehen: dem dorsolateralen präfrontalen Kortex (dlPFC) und dem ventromedialen präfrontalen Kortex (vmPFC). Die Rolle dieser Regionen wurde mithilfe eines experimentellen fMRT-Paradigmas während der Antizipation von Nahrung untersucht. 65 weibliche, jugendliche Teilnehmerinnen im akuten, partiellen und voll remittierten Stadium der AN (restriktiver Subtyp), sowie gesunde Kontrollpersonen, wurden mit niedrigen und hohen Nahrungsmittelbelohnungen auf der Grundlage ihrer persönlichen Geschmackspräferenzen konfrontiert. Es wurden Analysen der Gehirnaktivität im dlPFC und des vmPFC durchgeführt und Daten zum expliziten und impliziten Verlangen nach Nahrung erhoben. Des Weiteren wurden Korrelationsanalysen durchgeführt, um die Beziehungen zwischen den erhobenen Daten der Gehirnaktivität, den behavioralen Daten und den klinischen Daten der Symptomschwere zu untersuchen. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung weisen darauf hin, dass sich die dlPFC- und die vmPFC-Aktivität während der Antizipation von Nahrung, sowie die expliziten und impliziten Parameter des Nahrungsmittelverlangens zwischen den Gruppen nicht signifikant unterscheiden. Die Korrelationsanalyse wies innerhalb der einzelnen Gruppen Zusammenhänge zwischen der dlPFC- und vmPFC-Aktivität, den klinischen Daten zum Schweregrad der Symptome und dem impliziten und expliziten Verlangen nach Nahrung auf. Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen, die eine erhöhte kognitive Kontrolle und veränderte Belohnungssysteme bei erwachsenen AN PatientInnen postulierten, deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass eine Veränderung dieser Mechanismen bei jugendlichen AN PatientInnen nicht vorhanden ist. Die Korrelationsergebnisse lassen vermuten, dass sich die behavioralen und neuronalen Muster von jugendlichen AN PatientInnen mit fortschreitender Erkrankung zunehmend an die bei erwachsenen AN PatientInnen beobachteten Muster angleichen könnten.
Abstract
(Englisch)
Anorexia nervosa (AN) is a severe eating disorder characterized by extreme food restriction, distorted body image and intense fear of gaining weight or becoming fat. While it has been proposed that enhanced cognitive control over eating behavior and altered reward processing constitute underlying mechanisms in adults with anorexia nervosa (AN), it remains elusive how these mechanisms manifest during adolescence. In this study, the focus is on two brain regions closely associated with these mechanisms, the dorsolateral prefrontal cortex (dlPFC) and ventromedial prefrontal cortex (vmPFC), investigating their roles in reward anticipation using an fMRI paradigm with real food consumption. 65 adolescent female participants, including those in the acute stage of AN, in partial and full remission, as well as HC, anticipated low and high food rewards based on their personal taste preferences. Region of interest analyses for the dlPFC and vmPFC were performed and explicit and implicit food wanting data was collected. Additionally, correlational analyses were conducted to investigate the relationships between neuroimaging findings, behavioral data and clinical measures of symptom severity. The results revealed no significant differences between groups in dlPFC or vmPFC activity during food reward anticipation, nor in explicit or implicit measures of food wanting. The correlation analysis revealed links within the groups between dlPFC and vmPFC activity, clinical data on symptom severity and implicit and explicit food wanting. Contrary to previous research highlighting heightened cognitive control and altered reward systems in adult patients with AN, these findings suggest that such mechanisms are not present in adolescents with AN. Preliminary correlational evidence indicates that as the disease progresses, adolescents' behavioral and neural patterns may increasingly align with those observed in adults.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Präfrontaler Cortex Anorexia Nervosa Belohnungssystem Kognitive Kontrolle fMRT dlPFC vmPFC
Schlagwörter
(Englisch)
Prefrontal Cortex fMRI Anorexia Nervosa Cognitive Control Reward Processing dlPFC vmPFC
Autor*innen
Patricia Marlen Dorner
Haupttitel (Englisch)
Altered cognitive control and reward processing mechanisms in anorexia nervosa
Hauptuntertitel (Englisch)
the role of the prefrontal cortex
Paralleltitel (Deutsch)
Veränderungen der Kognitiven Kontroll- und Belohnungsmechanismen bei Anorexia Nervosa
Paralleluntertitel (Deutsch)
die Rolle des präfrontalen Cortex
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
71 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Giorgia Silani
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17396852
Utheses ID
73257
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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