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Spectres of Otto Braun
the figure of Li De (Otto Braun) in the Chinese TV drama "Long march" (2001), myth, and the sinicization of Marxism
Nathaniel Geoffrey Thomas
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Globalgeschichte und Global Studies
Betreuer*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
DOI
10.25365/thesis.77249
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30738.53384.119374-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die Darstellung des Militärberaters der Komintern für die chinesische Rote Armee, Otto Braun (Li De), in der chinesischen Fernsehserie "Langer Marsch"《长征》von 2001 und erforscht, warum Braun erst in den 1980er Jahren wieder in die Erzählung des Langen Marsches in China integriert wurde, obwohl er bereits 1936 in Edgar Snows bahnbrechendem Werk Roter Stern über China auftauchte. Die Arbeit verortet Brauns Wiedereinführung in den weiteren Kontext von Chinas „Reform und Öffnung“ und hebt hervor, wie die TV-Serie Langer Marsch von 2001 die Figur Braun nutzt, um die Rezeption des Fremden durch die Partei und die Sinisierung des Marxismus als Teil eines nationalen Mythos darzustellen, der eine Analogie zum Exodus bildet. In Anlehnung an die neuere Urkundenhypothese aus der Bibelkritik analysiert die Arbeit, wie verschiedene ideologische Perspektiven in die Nacherzählung des Langen Marsches eingewoben wurden. Dies zeigt, dass sich die Erzählung der Partei kontinuierlich weiterentwickelt und den Glauben an die eigene Vergangenheit mit der pragmatischen Anpassung an den globalen Kapitalismus verbindet. Durch die Wiedereinführung Brauns wird offenbart, wie die KPCh das historische Gedächtnis verwaltet, um ihre Legitimität in einer Zeit des Wandels zu bewahren.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the portrayal of Comintern military advisor to the Chinese Red Army Otto Braun (Li De) in the 2001 Chinese television drama "Long March"《长征》and explores why Braun was only reintegrated into the narrative of the Long March in China in the 1980s, despite his appearance in Edgar Snow's seminal "Red Star over China" in 1936. It situates Braun's reappearance within the broader context of China’s "reform and opening up," highlighting how the 2001 "Long March" TV drama uses the figure of Braun to address the Party's reception of the foreign and its Sinicization of Marxism as part of a national myth analogous to the Exodus. By analogy to the Documentary Hypothesis from Biblical criticism, this thesis analyzes how multiple ideological perspectives were layered into the retelling of the Long March, demonstrating that the Party's narrative has continually evolved, merging faith in its past with the pragmatic adaptation to global capitalism. Through Braun’s reintegration, the thesis reveals how the CCP manages historical memory to maintain legitimacy in an era of transformation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
China Kommunismus Mao Zedong Otto Braun Li De Fernsehen Marxismus Langer Marsch Kommunistische Partei Chinas Sinicizierung
Schlagwörter
(Englisch)
China Communism Mao Zedong Otto Braun Li De Television Marxism Long March Communist Party of China Sinicization
Autor*innen
Nathaniel Geoffrey Thomas
Haupttitel (Englisch)
Spectres of Otto Braun
Hauptuntertitel (Englisch)
the figure of Li De (Otto Braun) in the Chinese TV drama "Long march" (2001), myth, and the sinicization of Marxism
Paralleltitel (Deutsch)
Gespenster von Otto Braun
Paralleluntertitel (Deutsch)
die Figur Li De (Otto Braun) im chinesischen TV-Drama "Langer Marsch" (2001), Mythos und die Sinisierung des Marxismus
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
122 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
AC Nummer
AC17388060
Utheses ID
73411
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
