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Arbeitsmarktinklusion von Menschen mit Behinderungen
Potenziale, Treiber, bewährte Praktiken und Herausforderungen aus der Sicht österreichischer Unternehmen
John Broger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Ursula Juliane Naue
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77099
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11900.67651.729974-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt stellt einen zentralen Schritt für die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft dar. Obwohl internationale Richtlinien wie die UN-Behindertenrechtskonvention seit über 16 Jahren in Kraft sind, zeigt der österreichische Arbeitsmarkt weiterhin deutliche Defizite. Etwa sind 28.000 Menschen mit Behinderungen in sogenannten ‚geschützten Werkstätten‘ tätig, fernab vom allgemeinen (ersten) Arbeitsmarkt. Diese Sonderformen der Beschäftigung werden nicht nur von Inklusionsexpert:innen und Behindertenvertreter:innen kritisiert, sondern verstoßen auch gegen die Menschenrechte. Zudem gibt es Kritik an der Rolle von Unternehmen, die durch gesetzliche Vorgaben zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen verpflichtet sind, diese jedoch oft umgehen. Diese Masterarbeit untersucht die Hintergründe davon und erforscht zentrale Potenziale, bewährte Praktiken und Herausforderungen der Inklusion von Menschen mit Behinderungen an österreichischen Unternehmen. Dabei werden gesetzliche Rahmenbedingungen und die politische Lage in Österreich analysiert und mit qualitativen Interviews mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen ergänzt. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl interne als auch externe Faktoren wesentliche Treiber für Inklusionsmaßnahmen in den untersuchten Betrieben darstellen. Unternehmen, die Inklusion als Teil ihrer Werte und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung betrachten, zeigen eine stärkere Bereitschaft zur Schaffung barrierefreier Strukturen. Die Untersuchung zeigt auch, dass der Einbezug von Mitarbeitenden mit Behinderungen zu einer besseren Teamdynamik sowie zu neuen Kundengruppen führen kann. Trotz der bereits umgesetzten Maßnahmen bestehen jedoch weiterhin strukturelle und individuelle Herausforderungen, die eine nachhaltige Inklusion erschweren, wie etwa Vorurteile, mangelnde Berührungspunkte und Unsicherheiten. Um diese Barrieren abzubauen, sind sowohl umfassende Bildungsreformen als auch verstärkte Bewusstseinsarbeit und klare politische Rahmenbedingungen erforderlich. Unternehmen sind zudem gefordert, ihre internen Prozesse kontinuierlich anzupassen, flexibel auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden einzugehen und aktiv eine Kultur der Offenheit und des gegenseitigen Austauschs zu fördern, um eine wirklich inklusive Arbeitsumgebung zu schaffen.
Abstract
(Englisch)
The inclusion of persons with disabilities in the labor market is a crucial step toward creating an inclusive society. Despite the fact that the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UNCRPD) has been in effect for over 16 years, the Austrian labor market still exhibits significant shortcomings. Approximately 28,000 persons with disabilities are employed in so-called sheltered workshops, far removed from the general labor market. These special forms of employment are not only criticized by inclusion experts and disability advocates but also violate human rights. There is also criticism of the role of companies, which are legally obligated to employ persons with disabilities but often fail to do so. This master's thesis examines the reasons behind this and explores the key potentials, best practices, and challenges of including persons with disabilities in Austrian companies. The analysis includes the legal framework and political landscape in Austria, complemented by qualitative interviews with experts from various fields. The results show that both internal and external factors are significant drivers for inclusion measures in the studied companies. Companies that view inclusion as part of their values and social responsibility demonstrate a stronger willingness to create accessible structures. The study also indicates that integrating employees with disabilities can lead to improved team dynamics and the attraction of new customer groups. However, despite the measures already in place, structural and individual challenges remain that hinder sustainable inclusion, such as prejudice, lack of interaction, and uncertainties. To dismantle these barriers, comprehensive educational reforms, increased awareness-raising efforts, and clear political frameworks are essential. Companies are also called upon to continuously adapt their internal processes, respond flexibly to the needs of their employees, and actively promote a culture of openness and mutual exchange to create a truly inclusive working environment.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Inklusion Behinderung Arbeitsmarkt
Autor*innen
John Broger
Haupttitel (Deutsch)
Arbeitsmarktinklusion von Menschen mit Behinderungen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Potenziale, Treiber, bewährte Praktiken und Herausforderungen aus der Sicht österreichischer Unternehmen
Paralleltitel (Englisch)
Labor market inclusion of persons with disabilities
Paralleluntertitel (Englisch)
potentials, drivers, best practices, and challenges from the perspectives of Austrian companies
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
XI, 190 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ursula Juliane Naue
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.00 Betriebswirtschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17368090
Utheses ID
73457
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1