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Sprachvariation im schulischen Kontext in Niederösterreich aus der Sicht von Lehrpersonen
eine qualitative Sprachideologieforschung
Daniel Fischer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Deutsch
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77038
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13601.72705.801171-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Den Gegenstand der vorliegenden Masterarbeit bilden ausgewählte sprachideologische Aspekte der Sprachvariation im schulischen Kontext im Spiegel von sprachreflexiven/metapragmatischen Äußerungen bzw. Narrationen von in Niederösterreich tätigen Lehrpersonen. Ziel der Untersuchung ist es, auf Basis der Analyse von Sprachideologien ein besseres Verständnis für die soziale Bedeutung sprachlicher Variation und Normsetzung im schulischen Kontext zu gewinnen. Im Zentrum der Forschungsarbeit steht die Frage, wie an einer niederösterreichischen Mittelschule tätige Lehrkräfte ihre persönliche Sprachverwendung im Rahmen ihrer beruflichen Interaktionen und insbesondere ihres Unterrichts wahr-nehmen und reflektieren bzw. bewerten. Diese Arbeit verortet sich theoretisch in der Metapragmatischen Soziolinguistik respektive in der Sprachideologieforschung, mit besonderem Fokus auf sprachliche Normen, sprachbasierte Identitätskonstruktionen und die Wirkmacht von Sprache in der schulischen Kommunikation. Methodisch wurde der Untersuchung ein qualitatives Design zugrunde gelegt, basierend auf einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse von episodischen Interviews (inklusive Sprachenportraits) mit Lehrkräften unterschiedlichen Alters und Geschlechts. Die Ergebnisse zeigen einerseits, dass die Lehrer*innen ein Bewusstsein für die Kontextsensitivität ihres Sprachgebrauchs haben, den sie gemäß ihrer Selbstwahrnehmung an die jeweilige (pädagogische) Situation anpassen und dementsprechend im „Dialekt“ oder „hoch-deutsch“ kommunizieren. Andererseits ist ein zentrales Ergebnis der Arbeit, dass Sprachideologien eine bedeutende Rolle bei der Selbstreflexion und Positionierung der Lehrpersonen spielen. Die Lehrkräfte verbinden bestimmte sprachliche Formen mit Prestige, Stigmatisierung, sozialer Inklusion oder Exklusion und anderen sozialen Bedeutungen. Darüber hinaus zeigt die Analyse einmal mehr, dass der Dialekt (bzw. „umgangssprachliches“ Deutsch) im schulischen Kontext zwar Verwendung findet, gleichzeitig aber das Standarddeutsche als Bildungssprache eine zentrale Rolle einnimmt und als Zielnorm für die Schüler*innen gilt. Vor diesem Hintergrund will die Arbeit zu einem besseren Verständnis für die komplexen Wechselwirkungen zwischen (der Variation von) Sprache, Identität und sozialer Praxis im österreichischen Bildungssystem beitragen, indem sie Einblicke in die Bedeutung von Sprachideologien im Schulalltag bietet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachideologien Sprachvariation Lehrpersonen Sprachreflexion Metapragmatik
Autor*innen
Daniel Fischer
Haupttitel (Deutsch)
Sprachvariation im schulischen Kontext in Niederösterreich aus der Sicht von Lehrpersonen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Sprachideologieforschung
Paralleltitel (Englisch)
Language variation in the school context in Lower Austria from the perspective of teachers
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative language ideology research
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
118 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.18 Dialektologie
AC Nummer
AC17363966
Utheses ID
73499
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 506 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1