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Walter Mostert's thought on justification
the case for a renewed perspective on Christian theology
Nicola Mariani
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Evangelischen Theologie Evangelische Fachtheologie
Betreuer*in
Ulrich H.J. Körtner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78116
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15356.70866.684720-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Studie untersucht die Rechtfertigungstheologie von W. Mostert im Dialog mit prominenten Alternativen als Quelle gültiger Impulse für die heutige Theologie. Mosterts Prolegomena vermeiden sowohl Subjektivismus als auch Objektivismus und interpretieren Theologie implizit als die wahre soteriologische Antwort auf das Grundproblem des Menschen. Das Problem ist universell und spiegelt sich in der soteriologischen Struktur des Denkens als solcher wider. Die Antwort kann nur in der Erfahrung verifiziert werden, in die der Mensch mit der Gesamtheit seines Seins einbezogen ist. Die Ontologie der Rechtfertigung macht die Prolegomena explizit. Das Grundproblem des Menschen ist die Sünde, die Weigerung, auf den soteriologischen Aktivismus zu verzichten und Gott Gott sein zu lassen. Die Lösung ist die Rechtfertigung, die christologische Wirklichkeit des Heils, die der Mensch wahrhaftig und wirksam empfängt, wenn das Evangelium richtig gepredigt und im Glauben angenommen wird. Die Rechtfertigung bringt eine spezifische Anthropologie des Empfängers mit sich, bei der der Mensch nicht durch den Imperativ des Handelns, sondern durch den extrinsischen Indikativ des Heils bestimmt wird. Dies unterscheidet die Rechtfertigung deutlich von der Ideologie im Allgemeinen und der Ethik im Besonderen. Die Beziehung zwischen Rechtfertigung und Ethik gehört zur ersteren und impliziert den Ausschluss der letzteren aus der Soteriologie. Die Rechtfertigung findet ihre notwendige Pluralität in der Kirche, die daher unmittelbar in der Rechtfertigung enthalten ist. Entsprechend gehört die Frage nach einem ökumenischen Konsens über die Rechtfertigung zur Ekklesiologie und umgekehrt. Die Stärke von Mosterts Theologie ist das relationale Verständnis von „Gott“, „Mensch“ und „Welt“, das das Anliegen der Reformation weiterführt und eine klare Bestimmung des Evangeliums ermöglicht. Ihre Schwäche ist ihr einseitiger Charakter, der zuweilen wichtige theologische Begriffe zu Unrecht delegitimiert. In der Integration mit den Alternativen erweist sich Mosterts Denken als gültiger Standpunkt, um den bleibenden kriteriologischen Charakter der Rechtfertigungslehre zu verdeutlichen.
Abstract
(Englisch)
The study explores W. Mostert’s theology of justification in dialogue with prominent alternatives as a source of valid impulses for theology today. Mostert’s Prolegomena avoid both subjectivism and objectivism and interpret theology implicitly as the true soteriological answer provided to human being’s fundamental problem. The problem is universal and is mirrored by the soteriological structure of thought as such. The answer is verified only within experience, in which human being is involved with the entirety of their being. The ontology of justification makes the Prolegomena explicit. Human being’s fundamental problem is sin, the refusal to give up on soteriological activism and let God be God. The solution is justification, the christological reality of salvation which is truly and effectively received by human being whenever the Gospel is duly preached and apprehended by faith. Justification entails a specific anthropology of the receiver, whereby human being is not determined by the imperative of agency, but by the extrinsic indicative of salvation. This sharply distinguishes justification from ideology in general and ethics in particular. The relationship between justification and ethics belongs to the former and implies the exclusion of the latter from soteriology. Justification finds its necessary plurality in the church, which is therefore immediately included in justification. Correspondingly, the question of an ecumenical consensus on justification belongs to ecclesiology, and vice versa. The strength of Mostert’s theology is the relational understanding of “God”, “human being” and “the world”, which carries on the core of the Reformation and enables a clear determination of the Gospel. Its weakness is its unilateral character, which at times unjustly delegitimizes important theological semantics. Upon integration with the alternatives, Mostert’s thought proves a valid vantage point to illustrate the persistent criteriological character of justification doctrine.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Rechtfertigungslehre Walter Mostert Karl Rahner Karl Barth Gerhard Ebeling Daphne M. Hampson Wolfhart Pannenberg Paul Tillich Eberhard Jüngel Emil Brunner Hans Küng Prolegomena Ethik Ekklesiologie
Schlagwörter
(Englisch)
justification doctrine ethics ecclesiology
Autor*innen
Nicola Mariani
Haupttitel (Englisch)
Walter Mostert's thought on justification
Hauptuntertitel (Englisch)
the case for a renewed perspective on Christian theology
Paralleltitel (Deutsch)
Walter Mosterts Denken zur Rechtfertigung
Paralleluntertitel (Deutsch)
ein Plädoyer für eine erneuerte Sichtweise der christlichen Theologie
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
xiv, 347 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Hans-Peter Grosshans ,
Tom Kleffmann
Klassifikationen
11 Theologie > 11.60 Systematische Theologie. Allgemeines ,
11 Theologie > 11.61 Dogmatik. Konfessionskunde
AC Nummer
AC17482917
Utheses ID
73523
Studienkennzahl
UA | 782 | 041 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1