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Ghosts and gods in Hiromi Goto
Anita Pal
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Philosophie English and American Studies
Betreuer*in
Waldemar Zacharasiewicz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78259
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20396.80323.465536-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der Erzählkunst erscheint im Schauerroman meist eine zerstörerische Gewalt, die Charaktere dazu zwingt, sich einem schrecklichen Vorfall oder einer langanhaltenden traumatischen Erfahrung zu stellen. Ihre zerrüttende Wirkung veranlasst die Figuren im Schauerroman, ihre bisherige Weltsicht aufzugeben und sich den Gespenstern zu stellen, die sie in der Nacht aufsuchen. Während das Thema der Infragestellung von akzeptierten Normen in diesen Romanen in früheren Arbeiten über die Tradition des Schauerromans in verschiedenen Ländern/Kontinenten und Kulturenschon bisher eine zentrale Rolle spielte, ist in diesen kaum die Rede davon, wie auf diese Weise die Begegnung mit den eigenen Dämonen die Figuren geistig und körperlich stärken kann. Statt dem Fokus auf der Immunisierung von Figuren durch übernatürliche Ereignisse und Geister ist es das zentrale Anliegen dieser Dissertation zu untersuchen, wie Charaktere ihre Traumata überwinden, indem sie sich den Geistern stellen, die sie heimsuchen. Durch die Analyse der heilenden Wirkung dieser Dämonen und Gespenster zeigt die Dissertation einen anderen möglichen Weg für die Lektüre des Typus des Schauerromans, indem sie bestreitet, dass die Begegnung mit Gespenstern nur eine negative Erfahrung darstellen muss. Die Dissertation widmet sich fünf Romanen, einschließlich eines graphischen Romans, und einer Sammlung von Kurzgeschichten der kanadischen Erzählerin Hiromi Goto, die illustrieren, wie man in seinen Gefühlen stärker werden und Traumata überwinden kann. Während die Themen der Bücher von Missbrauch und Gewalt/Leid in der Kindheit bis zur Zerstörung der eigenen kulturellen Identität reichen, zeigt sich in jedem der Erzählwerke, die in dieser Dissertation behandelt werden, wie die Hauptfiguren nach einer Begegnung mit Gespenstern aus ihrer Vergangenheit an Selbstvertrauen gewinnen. Weiteres zeigt die Dissertation auch, wie die japanische Kultur, ihre Mythen und Erzählungen Hiromi Goto als Schriftstellerin prägen. Die Charaktere in ihren Werken zeigen eine kulturelle Identität, die weder japanisch noch kanadisch ist, sondern eine Mischung aus beiden. Des Weiteren beweist diese relative unbekannte Autorin, wie hybrid die japanisch-kanadische Literatur ist, vor allem durch die intertextuellen Beziehungen zu anderen Werken wie z.B. Joy Kogawas Obasan.
Abstract
(Englisch)
In fiction, the Gothic mode is a destructive force that usually challenges a character to face an unspeakable event or lingering trauma. Due to its disruptive energy, characters in those novels abandon their preconceived notions of the world to confront the ghosts that come knocking at night. While these themes of calling into question accepted norms have been critical topics in previous academic dissertations, there needs to be more mention of how confronting one's demons can mentally and physically strengthen someone. The main research question of this dissertation is to discuss how characters in the fictional worlds of Hiromi Goto overcome past traumas by confronting the ghosts that have haunted them rather than focusing on how supernatural events and spectres desensitise them. By analysing the healing effect of these ghouls and monsters, this dissertation aims to showcase a different method of reading Gothic literature by disputing the notion that encountering ghosts is an antagonistic experience. The focal texts for this dissertation are five novels – including a graphic one – and an anthology of short stories by Hiromi Goto, which depict how characters become emotionally stronger and move past trauma. From dealing with an abusive childhood to addressing the conscious destruction of one's cultural identity, each of the works investigated in this dissertation demonstrates how the characters in these works become more confident after an encounter with spectres of their past. This dissertation further demonstrates how Japanese culture, its myths, and narratives shape Hiromi Goto's fiction. Her work shows her characters slip between identities, becoming neither Japanese nor Canadian but a fusion of both. Additionally, this underappreciated writer displays the hybrid nature of Japanese-Canadian fiction by creating intertextual links to other Japanese-Canadian novels, such as Joy Kogawa’s Obasan.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schauerroman japanisch-kanadische Literatur Hiromi Goto
Schlagwörter
(Englisch)
Gothic fiction Japanese Canadian fiction Hiromi Goto
Autor*innen
Anita Pal
Haupttitel (Englisch)
Ghosts and gods in Hiromi Goto
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
175 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Martin Löschnigg ,
Carmen Birkle
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.06 Angloamerikanische Literatur
AC Nummer
AC17503789
Utheses ID
73623
Studienkennzahl
UA | 792 | 343 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1