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Wohlwollender und maliziöser Neid im Schulkontext
Marcus Marzinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Marko Lüftenegger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77318
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23960.74893.803164-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Neid ist ein schmerzhaftes Gefühl, welches im alltäglichen Leben eine wesentliche Rolle spielt. Das Ziel der Arbeit ist es diese Emotion im Kontext Schule näher zu beleuchten. Dazu werden die Konstrukte Wohlbefinden, sozialer Vergleich, soziale Erwünschtheit und Klassenklima unter Berücksichtigung zweier Formen des Neids untersucht. Dabei steht der wohlwollende dem maliziösen Neid gegenüber. Zusätzlich werden Zusammenhänge mit dem Alter sowie Unterschiede zwischen Geschlechtsidentitäten erforscht, um das neidvolle Empfinden von Schüler:innen umfassend betrachten zu können. Die empirische Untersuchung fand dabei innerhalb des Forschungsprojekts der Universität Wien zu dem Thema „Neid und Schadenfreude im Schulkontext“ statt. Hierbei wurden N=1883 Schüler:innen im Alter von zehn bis 20 Jahren aus Schulen der Sekundarstufe in Wien und Niederösterreich unter Anwendung eines Online-Fragebogens befragt. Die für die vorliegende Arbeit relevanten erhobenen Daten wurde im Zuge einer quantitativen Auswertung mittels der Statistiksoftware JASP analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Wohlbefinden, sozialer Vergleich, soziale Erwünschtheit und Klassenklima signifikant mit beiden Formen des Neids korrelieren. Hinsichtlich des Alters besteht ein signifikanter Zusammenhang zum maliziösen Neid. Unterschiede im neidvollen Empfinden werden zwischen dem weiblichen und männlichen Geschlecht angenommen. Im Hinblick auf die Praxis und die Tätigkeit von Lehrpersonen lässt sich aus den Erkenntnissen schließen, dass Kinder und Jugendliche hinsichtlich maliziösen neidvollen Empfindens zu sensibilisieren sind, da ansonsten das Klassenklima sowie das persönliche Wohlbefinden darunter leiden. Zudem ist der wohlwollende Neid innerhalb der Klasse zu fördern, da dieser motivierend auf die Zielerreichung der Schüler:innen wirkt. Abschließend ist anzumerken, dass Neid und seine beiden Varianten aus dem Schulalltag nicht wegzudenken und bis zu einem bestimmten Grad sogar erwünscht sind.
Abstract
(Englisch)
Envy is a painful emotion that plays a significant role in everyday life. The aim of the thesis is to shed light on this emotion in the context of school. To this end, the constructs of well-being, social comparison, social desirability and classroom climate are examined, taking into account two forms of envy. Benign envy is contrasted with malicious envy. In addition, correlations with age and differences between gender identities are investigated in order to be able to take a comprehensive look at the envious feelings of students. The empirical study took place within the research project of the University of Vienna on the topic of “Neid und Schadenfreude im Schulkontext”. N=1883 students aged between ten and 20 from secondary schools in Vienna and Lower Austria were surveyed using an online questionnaire. The data collected relevant to this study was analyzed in the course of a quantitative evaluation using the statistical software JASP. The results show that well-being, social comparison, social desirability and class climate correlate significantly with both forms of envy. There is a significant correlation between age and malicious envy. Differences in envious feelings are assumed between the female and male gender. With regard to the practice and work of teachers, it can be concluded from the findings that children and young people should be sensitized to malicious envious feelings, as otherwise the classroom climate and personal well-being will suffer. In addition, benign envy should be encouraged within the class, as this has a motivating effect on the students' achievement of goals. In conclusion, it should be noted that envy and its two variants are an integral part of everyday school life and are even desirable to a certain extent.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Neid wohlwollender Neid maliziöser Neid Schule Kinder Jugendliche Wohlbefinden sozialer Vergleich Klassenklima soziale Erwünschtheit
Schlagwörter
(Englisch)
envy benign envy malicious envy school children adolescents well-being social comparison classroom climate social desirability
Autor*innen
Marcus Marzinger
Haupttitel (Deutsch)
Wohlwollender und maliziöser Neid im Schulkontext
Paralleltitel (Englisch)
Benign and malicious envy in school
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
62 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marko Lüftenegger
Klassifikation
77 Psychologie > 77.46 Emotion
AC Nummer
AC17394165
Utheses ID
73642
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 525 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1