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Das Thema "Islam" im evangelischen Religionsunterricht der nichtgymnasialen Unterstufe in Ostösterreich
Claire Isabelle Weiß
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Evangelischen Theologie Evangelische Fachtheologie
Betreuer*in
Martin Rothgangel
DOI
10.25365/thesis.77958
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24041.67619.998183-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Forschungsfrage der eingereichten Dissertation ist zu benennen mit „Welche unterrichtlichen Elemente lassen sich beim Thema Islam im konfessionellen evangelischen Religionsunterricht in der nichtgymnasialen Unterstufe in Ostösterreich identifizieren?“ Um eine mögliche Antwort auf diese Frage zu finden, wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Mittels Expert*inneninterviews mit Lehrer*innen (n=9) und Schüler*innen (n=39) wurden an acht Schulen Daten erhoben, welche anhand der Methode der Zusammenfassung, unter Zuhilfenahme der Software MAXQDA, ausgewertet wurden. Es entstanden somit induktiv und regelgeleitet zwei Kategoriensysteme. Das Kategoriensystem der Lehrer*innen beinhaltet fünf Großkategorien: Didaktik, Selbstwahrnehmung der Lehrer*innen, Wahrnehmung der Schüler*innen durch die Lehrer*innen und Rahmenbedingungen. Das Kategoriensystem, entstanden aus den Schüler*inneninterviews, beinhaltet die vier Kategorien Unterricht, Selbstwahrnehmung der Schüler*innen, Wahrnehmung der Lehrer*innen durch die Schüler*innen und Rahmenbedingungen. Als weiterer Teil der Datenerhebung fand je Schule/Lerngruppe eine Unterrichtsbeobachtung statt, welche protokolliert wurde. Zur Auswertung der Ergebnisse wurden die gewonnenen Kategorien einander gegenübergestellt und mit der Unterrichtsbeobachtung abgeglichen. Es zeigt sich, dass alle Lehrer*innen ähnliche Ziele mit dem Religionsunterricht verfolgen: die Vermittlung bzw. Stärkung der Werte Toleranz, Respekt, Offenheit und Akzeptanz. Dies spiegelt sich bei den Schüler*innen durchaus wider. Eine häufig genannte Prämisse der Religionslehrer*innen besteht in der Annahme, Wissen sei Voraussetzung zur Verwirklichung der o.g. Werte. Auch dies wird von den Schüler*innen betont. Insgesamt lassen sich viele weitere Übereinstimmungen finden, die sich auch durch die Unterrichtsbeobachtung bestätigen lassen. Diskrepanzen gibt es bspw. beim Thema Lernerfolg. Lehrer*innen geben an Schüler*innen würden durch den Unterricht zum Thema Islam kaum Wissen generieren, ein Einstellungswandel finde aber statt, geben Schüler*innen genau das Gegenteil an, sie generieren Wissen, aber ihre Einstellung verändere sich nicht. Insgesamt kämpft der Religionsunterricht mit schwierigen organisatorischen Umständen. So findet er in Randstunden statt, die Lerngruppen sind klassen- und jahrgangsübergreifend geführt. Auffallend ist, dass alle Schüler*innen den Religionsunterricht und ihre Lehrer:in positiv bewerten.
Abstract
(Englisch)
The research question of the submitted dissertation is entitled ‘Which teaching elements can be identified in the topic of Islam in denominational Protestant religious education in lower secondary schools in Eastern Austria?’ In order to find a possible answer to this question, a qualitative research design was chosen. Using expert interviews with teachers (n=9) and pupils (n=39), data was collected at eight schools and analysed using the summary method with the help of MAXQDA software. This resulted in two inductive and rule-based category systems. The teachers' category system contains five major categories: Didactics, self-perception of teachers, perception of students by teachers and framework conditions. The category system, created from the student interviews, contains the four categories of teaching, student self-perception, student perception of teachers and framework conditions. As a further part of the data collection, a lesson observation took place at each school/learning group, which was recorded. To analyse the results, the categories obtained were compared and contrasted with the lesson observation. It can be seen that all teachers pursue similar goals with religious education: teaching or strengthening the values of tolerance, respect, openness and acceptance. This is certainly reflected in the students. A frequently mentioned premise of religion teachers is the assumption that knowledge is a prerequisite for the realisation of the above-mentioned values. This is also emphasised by the students. Overall, many other similarities can be found, which can also be confirmed by the lesson observations. There are discrepancies, for example, on the topic of learning success. Teachers state that students hardly generate any knowledge through lessons on Islam, but that a change in attitude takes place, while students state exactly the opposite, that they generate knowledge but their attitude does not change. Overall, religious education struggles with difficult organisational circumstances. For example, it takes place during off-peak hours and the learning groups are organised across classes and year groups. It is striking that all pupils rate religious education and their teachers positively.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Religionsunterricht Islam Evangelisch Mittelschule
Autor*innen
Claire Isabelle Weiß
Haupttitel (Deutsch)
Das Thema "Islam" im evangelischen Religionsunterricht der nichtgymnasialen Unterstufe in Ostösterreich
Paralleltitel (Englisch)
The topic of "Islam" in Protestant religious education in lower secondary schools in Eastern Austria
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
X, 278 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Robert Schelander ,
Wolfgang Weirer
Klassifikation
11 Theologie > 11.77 Religionspädagogik
AC Nummer
AC17468349
Utheses ID
73655
Studienkennzahl
UA | 782 | 041 | |
