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Einfluss einer Protein- und Bewegungsintervention auf das antioxidative Potenzial von älteren Personen
Muriel Harloff
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
DOI
10.25365/thesis.77418
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24779.76142.764113-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel: Die Auswirkungen einer erhöhten Proteinaufnahme in Kombination mit einer Bewegungsintervention auf das antioxidative Potenzial (FRAP, GSH, GSSG und Thiole) von Senior:innen im Alter von 65 bis 85 Jahren zu untersuchen. Hintergrund: Altern ist das Resultat biochemischer Prozesse, die im Laufe des Lebens auftreten und zur körperlichen Seneszenz führen. Die Theorie der freien Radikale besagt, dass die Zunahme freier Radikale im Alter oxidativen Stress verursacht, welcher einen bedeutenden Faktor im Alterungsprozess darstellt. Für ältere Menschen ist eine adäquate Proteinzufuhr von essenzieller Bedeutung, da Proteine eine wesentliche Rolle beim Erhalt von Muskelmasse, Kraft und Funktionalität spielen. Die DACH-Referenzwerte empfehlen älteren Menschen ab 65 Jahren eine Proteinzufuhr von 1,0 g/kg Körpergewicht pro Tag. Eine proteinreiche Ernährung kann die antioxidativen Abwehrkräfte des Körpers unterstützen, oxidativen Stress reduzieren und somit die Gesundheit sowie Langlebigkeit fördern. Methode: 119 gesunde, selbstständig lebende Senior:innen wurden zufällig drei Gruppen zugeteilt: eine Kontrollgruppe, eine Gruppe mit einer Proteinaufnahme von 1 g/kg/Tag entsprechend den DACH-Empfehlungen für Personen über 65 Jahre und eine Gruppe mit einer hohen Proteinaufnahme von 2 g/kg/Tag. Die Studie umfasste zwei Phasen. Die erste Phase erstreckte sich über einen Zeitraum von sechs Wochen und beinhaltete eine Erhöhung der Proteinaufnahme, die je nach Gruppenzugehörigkeit auf 1 g/kg/KG/d oder 2 g/kg/KG/d festgelegt wurde. In der zweiten Phase absolvierten die Teilnehmer:innen, die den Gruppen mit einer Proteinaufnahme von 1 g/kg/KG/Tag bzw. 2 g/kg/KG/Tag zugeteilt waren, zusätzlich zu der ernährungsphysiologischen Intervention zweimal wöchentlich für die Dauer von acht Wochen ein angeleitetes Krafttraining. Medizinische, anthropometrische und funktionelle Parameter der Teilnehmer:innen wurden zu drei Zeitpunkten erhoben: Baseline (T0), nach der ernährungsphysiologischen Intervention (T1) und nach Abschluss des zusätzlichen Trainings (T2). Die Plasmaproben photometrisch ausgewertet (FRAP GSH, GSSG, Thiolbestimmung). Ergebnisse: Bei Frauen wurde eine signifikante Abnahme der FRAP-Konzentrationen [µmol/l] beobachtet, die sich in der Gruppe mit einer täglichen Proteinzufuhr von 2 g/kg Körpergewicht im Vergleich zur Baseline (p = 0,002) manifestierte. Ein zusätzliches Krafttraining hatte hingegen keinen signifikanten Einfluss auf die FRAP-Konzentrationen [µmol/l]. Es konnte eine signifikante Korrelation zwischen der FRAP-Konzentration und dem BMI (kg/m²) (r = 0,355, p = 0,004) sowie der Fettmasse (kg) (r = 0,346, p = 0,006) bei Frauen festgestellt werden. Männer wiesen im Vergleich zu Frauen in der Regel höhere FRAP-Konzentrationen auf, insbesondere in der Gruppe mit einer täglichen Proteinzufuhr von 2 g/kg Körpergewicht, wobei ein Unterschied von 12 bis 14 % zu beobachten war. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass Krafttraining keinen signifikanten Einfluss auf die FRAP-Konzentrationen hatte. Die Analysen der GSH- und GSSG-Konzentrationen [µmol/l] oder des GSH-GSSG-Verhältnisses lieferten keine signifikanten Ergebnisse durch die Ernährungs- und Bewegungsintervention. Der GSH-GSSG-Ratio bei Frauen war etwas höher als bei Männern. Auch die Analyse der Thiole in der Gruppe mit einer Proteinaufnahme von 2 g/kg/KG/Tag lieferte keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede. Schlussfolgerung: Eine erhöhte Proteinaufnahme kann das antioxidative Gleichgewicht signifikant beeinträchtigen, dieser Effekt kann jedoch durch körperliche Aktivität wieder ausgeglichen werden. Weitere Forschungsarbeiten sind erforderlich, um die genauen Auswirkungen einer erhöhten Proteinzufuhr auf oxidativen Stress, in Kombination mit körperlicher Aktivität, bei älteren Erwachsenen besser zu verstehen.
Abstract
(Englisch)
Aim: To study the effects of increased protein intake combined with an exercise intervention on antioxidant potential (FRAP, GSH, GSSG and thiols) in seniors aged 65-85 years. Background: Ageing is the result of biochemical processes that occur throughout life and lead to physical senescence. The free radical theory states that the increase in free radicals with age causes oxidative stress, which is a significant factor in the ageing process. It is evident that adequate protein intake is essential for older adults, as proteins play a key role in maintaining muscle mass, strength and functionality. The DACH-Reference values recommend a protein intake of 1.0 g/kg body weight per day for people 65 years of age and older. A protein-rich diet can support the body's antioxidant defences, reduce oxidative stress and thus promote health and longevity. The study comprised two phases. In the first phase, 119 healthy, independently living seniors were randomly assigned to three groups: a control group, a group with a protein intake of 1 g/kg/day according to the DACH recommendations for people over 65 years of age and a group with a high protein intake of 2 g/kg/day. The initial phase of the study spanned six weeks and involved an increase in protein intake, which was set at 1 g/kg/day or 2 g/kg/day, depending on group participation. In the subsequent phase, participants with a protein intake of 1 g/kg/day or 2 g/kg/day underwent guided strength training twice a week for eight weeks in addition to the nutritional intervention. The medical, anthropometric and functional parameters of the participants were recorded at three timepoints. These were the baseline (T0), after the nutritional intervention (T1) and after completion of the additional training (T2). Plasma samples were analyzed photometrically (FRAP GSH, GSSG, thiol determination). Results: In women, a notable decline in FRAP concentrations (µmol/L) was observed, which was more pronounced in the group with a daily protein intake of 2 g/kg body weight compared to baseline (p = 0.002). Conversely, supplementary strength training had no discernible impact on the FRAP concentrations [µmol/L]. A significant correlation was found between FRAP concentration and BMI (kg/m²) (r = 0.355, p = 0.004) and fat mass (kg) (r = 0.346, p = 0.006) in women. The results demonstrated that males had higher FRAP levels compared to females, particularly within the cohort which consumed 2 g of protein per kg of body weight, with a mean difference of 12-14%. However, the findings revealed that strength training did not significantly impact FRAP concentrations. Furthermore, the investigations into the GSH and GSSG concentrations [µmol/l] or the GSH-GSSG ratio revealed that neither diet nor exercise had an impact. The GSH-GSSG ratio in women was slightly higher than in men. The analysis of thiols in the group with a protein intake of 2 g/kg/kg/day also did not provide any significant gender-specific differences. Conclusion: It can be demonstrated that increased protein intake has the potential to significantly impair the antioxidant balance. However, it is possible to offset this effect by engaging in physical activity. Further research is required to gain a deeper understanding of the exact effects of increased protein intake linked to oxidative stress in combination with physical activity in the elderly.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Oxidativer Stress NutriAging Healthy Aging Bewegungsintervention Proteinsupplementierung Oxidativer Stress Ernährungsintervention antioxidatives Potenzial bei älteren Personen
Autor*innen
Muriel Harloff
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss einer Protein- und Bewegungsintervention auf das antioxidative Potenzial von älteren Personen
Paralleltitel (Englisch)
Influence of a protein and exercise intervention on the antioxidant potential of elderly people
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
114 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikation
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC17397994
Utheses ID
73661
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
