Detailansicht
Auswirkungen der Vier-Tage-Woche auf Arbeitnehmer:innen aus psychologischer Perspektive
eine qualitative Analyse
Verena Marianne Duller
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Christian Korunka
DOI
10.25365/thesis.77377
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10342.93777.290395-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Interesse an einer Vier-Tage-Woche als mögliches flexibles Arbeitszeitmodell ist in letzter Zeit von medialer Seite her gestiegen. Dazu beigetragen haben wohl diverse Pilotprojekte in verschiedenen Ländern, zuletzt insbesondere in Großbritannien. Während dieses Arbeitszeitmodell möglicherweise auch auf einer breiteren gesellschaftlichen Ebene viel bewirken kann, wurde hier versucht, vor allem auf die Auswirkungen aus psychologischer Perspektive einzugehen. Darüber hinaus ist im Rahmen dieser Studie besonders auf die Unterscheidung zwischen komprimierter und reduzierter Vier-Tage-Woche eingegangen worden. Dazu wurden qualitative Leitfadeninterviews mit sieben Arbeitszeitexpert:innen mit unterschiedlichem beruflichen Hintergrund aus Österreich und Deutschland geführt. Es zeigte sich, dass, je nachdem, ob eine reduzierte oder komprimierte Vier-Tage-Woche umgesetzt wird, unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten sind. Eine reduzierte Vier-Tage-Woche könnte die Ressourcen von Arbeitnehmer:innen stärken, ihre Lebensqualität verbessern und die Auswirkungen von Arbeitsanforderungen und Belastungen vorwiegend vermindern. In Abhängigkeit von der Branche sind auch positive Effekte auf die Produktivität zu erwarten. Eine komprimierte Vier-Tage-Woche dagegen dürfte eher negative Auswirkungen auf Arbeitsanforderungen und Belastungen, die Lebensqualität sowie die Produktivität haben. Auch auf die Ressourcen sind keine förderlichen Auswirkungen erwartbar. In Bezug auf die fünf Dimensionen guter Arbeit der ILO scheint vor allem eine reduzierte Vier-Tage-Woche ein vielversprechendes Modell zu sein. Eine komprimierte Vier-Tage-Woche dürfte dagegen wirklich nur auf individuellen Wunsch der Arbeitnehmer:innen hin ein vorteilhaftes Modell sein. Die Ergebnisse dieser Studie sollten weiter in Zusammenhang mit anderen Entwicklungen in der Arbeitswelt empirisch überprüft werden.
Abstract
(Englisch)
Recently, there has been growing media interest in a four-day workweek. Pilot projects around the world, especially the one in Great Britain, may have contributed to this growing interest. While this working time scheme has the potential to benefit society on multiple levels, this study aimed to explore the possible outcomes from a psychological perspective. Additionally, it attempted to show the differences between a compressed and a reduced four-day workweek. For this purpose, qualitative, guided interviews were conducted with seven working time experts from Germany and Austria across diverse occupational fields. The findings indicate that different outcomes can be expected depending on whether a compressed or reduced workweek is implemented. A reduced workweek may increase the resources of employees, improve quality of life as well as reduce the negative impacts of work demands and strains. Depending on the industry, positive effects on productivity can be expected too. However, a compressed four-day workweek could negatively affect work demands and strains, quality of life and productivity. It is also unlikely to have positive impacts on workers resources. The results should be further investigated empirically, along with other developments in the field of working time. Regarding the five dimensions of decent working time from the International Labour Organisation (ILO) from 2007, especially a reduced four-day workweek appears to be a good working time scheme. In contrast, a compressed four-day workweek is probably only beneficial if it´s used on employees request on an individual basis.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Vier-Tage-Woche Arbeits- und Organisationspsychologie Arbeitszeitmodelle
Autor*innen
Verena Marianne Duller
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkungen der Vier-Tage-Woche auf Arbeitnehmer:innen aus psychologischer Perspektive
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Analyse
Paralleltitel (Englisch)
Effects of the four-day workweek on employees from a psychological perspective
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative analysis
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
109 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Korunka
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC17397065
Utheses ID
73762
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
