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Die Auswirkungen der Smartphonenutzung auf die körperliche Aktivität von Schüler:innen der 6. Schulstufe
Sophie Angerer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Barbara Wessner
DOI
10.25365/thesis.77264
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14860.96557.765788-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einleitung: Die HBSC-Studie von 2018 zeigt, dass 31 % der 11-jährigen Kinder ihre Smartphones täglich über drei Stunden nutzen, was gesundheitliche Beschwerden verursachen kann. Schüler:innen verbringen ihre Schulpausen oft mit digitalen Aktivitäten auf YouTube, Instagram, TikTok und Co., was ihre körperliche Aktivität im Schulalltag stark beeinträchtigt. Das Ziel dieser Arbeit ist, das Bewegungsverhalten von Schüler:innen der 6. Schulstufe zu beleuchten, um den Einfluss der Smartphonenutzung im schulischen Kontext auf die körperliche Aktivität zu untersuchen. Die Forschungsfrage lautet demnach: Gibt es einen Unterschied zwischen handyfreien und nicht-handyfreien Tagen im Hinblick auf die körperliche Aktivität (Steps/h) sowie die Intensitätsbereiche der körperlichen Aktivität (Time in Sedentary, Low, MVPA/h) in der Schule? Methodik: Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine Cross-Over-Studie mit einer Stichprobe von 101 Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Es wurden jene Schüler:innen des Bundesgymnasiums St. Pölten miteingeschlossen, die zum Messzeitpunkt die 6. Schulstufe besuchten, ein Smartphone besaßen und die Einverständniserklärung unterzeichnet hatten. Die Schüler:innen wurden im Rahmen ihres normalen Schulalltags auf Veränderungen der körperlichen Aktivität, abhängig von der Smartphonenutzung, untersucht. Die Datenerhebung erfolgte durch den Vergleich von handyfreien und nicht-handyfreien Tagen, an denen die Smartphones in Tresoren eingeschlossen waren. Die körperliche Aktivität wurde mithilfe von Bewegungssensoren (Accelerometern) gemessen. Darüber hinaus beantworteten die teilnehmenden Schüler:innen einen Fragebogen zur Erhebung der subjektiven körperlichen Aktivität und der Bildschirmzeit. Resultate: Zum Zeitpunkt der Untersuchung zählte die Studie 101 Teilnehmer:innen, 48 Mädchen (47,52%) und 53 Buben (52,48%), im Alter von 11,8 ± 0,426 Jahren. Die Schrittanzahl (pro Stunde) war an den handyfreien Tagen um 9,7 % höher (p = 0,015) und die Zeit im moderat-intensiven Aktivitätsbereich um 19,4 % länger (p = 0,006) als an den nicht-handyfreien Tagen. In den niedrigeren Intensitätsbereichen „Sedentary“ (p = 0,286) und „Low“ (p = 0,549) sowie hinsichtlich Geschlecht (p = 0,220) und Schultyp (p = 0,092), konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Bezüglich der Gesamtschrittanzahl pro Tag zeigte die Studie, dass Mädchen inaktiver als Buben waren (p = 0,014). Dies spiegelten auch die Ergebnisse der Fragebögen zur körperlichen Aktivität der letzten 7 Tage wider, wobei die Buben die empfohlenen 60 Minuten Bewegungszeit pro Tag signifikant häufiger erfüllten als die Mädchen (p < 0,001). Unterschiede zeigten sich auch in Bezug auf den Schulzweig: Schüler:innen des Sportgymnasiums erfüllten die Bewegungsempfehlungen von 60 Minuten pro Tag in den 7 Tagen vor der Fragebogenuntersuchung signifikant häufiger als Schüler:innen des Realgymnasiums (p = 0,004). Betrachtet man hingegen die subjektive Smartphonenutzung an Wochenenden, wurde deutlich, dass Mädchen ihr Smartphone signifikant häufiger nutzten als Buben (p = 0,023). Zudem zeigte die Auswertung der Fragebögen, dass Buben signifikant mehr Zeit mit Computerspielen verbrachten als Mädchen (p < 0,001). Diskussion: Die Schrittanzahl war an den handyfreien Tagen höher, und die Zeit im moderat-intensiven Aktivitätsbereich länger als an den nicht-handyfreien Tagen. Mögliche Begründungen können in den steigenden Bildschirmzeiten von Kindern und Jugendlichen gefunden werden, die der Forschung zufolge zu vermehrtem Sitzen und geringerer körperlicher Aktivität führen. In den niedrigeren Intensitätsbereichen sowie in Bezug auf Geschlecht und Schulzweig konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Zukünftige Studien sollten sich verstärkt auf objektive Messungen der Smartphonenutzung und der körperlichen Aktivität konzentrieren, die nicht nur den schulischen Alltag, sondern auch den Freizeitbereich umfassen. So können fundierte Empfehlungen für Smartphone-Beschränkungen entwickelt werden, die exakt darauf abzielen, die körperliche Aktivität und somit die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu fördern.
Abstract
(Englisch)
Introduction: The 2018 HBSC study shows that 31% of 11-year-old children use their smartphones for more than three hours a day, which can cause health problems. Pupils often spend their school breaks with digital activities on YouTube, Instagram, TikTok, etc., which severely impairs their physical activity during the school day. The aim of this study is to shed light on the physical activity behavior of 6th grade students in order to investigate the influence of smartphone use in the school context on physical activity. The research question is therefore: Is there a difference between cell phone-free and non-cell phone-free days in terms of physical activity (steps/h) and intensity ranges of physical activity (Time in Sedentary, Low, MVPA/h) at school? Methods: This study is a cross-over study with a sample of 101 children between the ages of 11 and 13. Those pupils from the Bundesgymnasium St. Pölten who were in the 6th grade at the time of measurement, owned a smartphone and had signed the consent form were included. The students were examined for changes in physical activity as a function of smartphone use as part of their normal school day. Data was collected by comparing cell phone-free and non-cell phone-free days on which the smartphones were locked in safes. Physical activity was measured using motion sensors (accelerometers). In addition, the participating students answered a questionnaire to measure subjective physical activity and screen time. Results: At the time of the study, there were 101 participants, 48 girls (47.52%) and 53 boys (52.48%), aged 11.8 ± 0.426 years. The number of steps (per hour) was 9.7% higher on the cell phone-free days (p = 0.015) and the time spent in the moderate-intensity activity range was 19.4% longer (p = 0.006) than on the non-cell phone-free days. No significant difference was found in the lower intensity ranges “Sedentary” (p = 0.286) and “Low” (p = 0.549), or with regard to gender (p = 0.220) and school type (p = 0.092); with regard to the total number of steps per day, the study showed that girls were more inactive than boys (p = 0.014). This was also reflected in the results of the questionnaires on physical activity in the last 7 days, with boys fulfilling the recommended 60 minutes of physical activity per day significantly more often than girls (p < 0.001). Differences were also found with regard to the type of school: students at the sports high school fulfilled the physical activity recommendations of 60 minutes per day in the 7 days prior to the questionnaire significantly more often than students at the secondary school (p = 0.004). However, when looking at subjective smartphone use at weekends, it became clear that girls used their smartphones significantly more often than boys (p = 0.023). In addition, the evaluation of the questionnaires showed that boys spent significantly more time playing computer games than girls (p < 0.001). Discussion: The number of steps was higher on the cell phone-free days and the time spent in the moderate-intensity activity range was longer than on the non-cell phone-free days. Possible explanations can be found in the increasing screen time of children and adolescents, which according to research leads to more sitting and less physical activity. No significant difference was found in the lower intensity ranges or in relation to gender and school sector. Future studies should focus more on objective measures of smartphone use and physical activity that encompass not only the school day but also the leisure time environment. In this way, well-founded recommendations for smartphone restrictions can be developed that are aimed precisely at promoting physical activity and thus the health of children and adolescents in the long term.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Smartphonenutzung körperliche Aktivität Kinder und Jugendliche
Autor*innen
Sophie Angerer
Haupttitel (Deutsch)
Die Auswirkungen der Smartphonenutzung auf die körperliche Aktivität von Schüler:innen der 6. Schulstufe
Paralleltitel (Englisch)
The effects of smartphone use on the physical activity of 6th grade students
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
81 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Wessner
Klassifikation
76 Sport > 76.29 Sport, Sportwissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17388958
Utheses ID
73797
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 511 | 02
