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Nutzung von Kreativität als Methode im Chemieunterricht zur Stimulation und Visualisierung der Denkprozesse von Schüler*innen in der Sekundarstufe I
Helene Hochreiner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Chemie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Chemie
Betreuer*in
Michael Alfred Anton
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77268
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15490.87068.207688-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit Beginn der 1950er Jahre gibt es Bestrebungen in der Forschung, den Begriff der Kreativität (Guilford, 1950) in seiner Komplexität zu beschreiben. Daraus resultiert eine Vielfalt an Veröffentlichungen, die sich in weiterer Folge auch mit der Vermittlung von Kreativität in der Schule beschäftigten. In der vorliegenden Masterarbeit wird aufgezeigt, welch wichtige Bedeutung kreative Prozesse auch in den Naturwissenschaften haben. Die Fachdisziplin Chemie beschäftigt sich mit vielerlei Phänomenen, deren zugrundeliegenden Wirkmechanismen für das menschliche Auge allein nicht beobachtbar sind. Dazu bedarf es einer Entwicklung von Modellen, um diese Vorgänge auf der Teilchenebene (z.B. Atome, Moleküle) erklären zu können. Dafür muss im Rahmen kreativer Prozesse etwas Neues geschaffen werden, um diese Vorgänge für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Um Schüler*innen die Kompetenz des problemlösungsorientierten Denkens mit Hilfe von kreativen Methoden näher zu bringen, wurde ein Schulversuch zur Thematik der chemischen Bindungen geplant, durchgeführt und evaluiert. Dabei wurde eruiert, inwiefern und ob die Lernenden in der Lage sind, anhand ihres Vorwissens und bestehender Vorstellungen zu Vorgängen auf der Teilchenebene den Prozess der Modellbildung nachvollziehen können. Sie sollten in Kleingruppen mit Süßigkeiten jeweils drei Konstrukte zu den Stoffgruppen der Salze, Metalle und Nichtmetalle bauen und anschließend digital mit einer passenden Beschreibung sichern. Als Proband*innen wurden zwei Klassen (N = 31) der 8. Schulstufe einer AHS herangezogen. Aufgrund der kleinen Stichprobe erfolgte die Erhebung in Form einer Triangulation, also zusätzlich zur Ergebnissicherung der Lernenden wurden Vorher- und Nachher-Fragebögen eingesetzt. Während der praktischen Arbeitsphase wurden ergänzend Beobachtungsprotokolle angefertigt. Bei der Analyse der Daten hat sich gezeigt, dass die Planung des Schulversuchs unter Einbeziehung intrapersonaler, physikalischer und pädagogisch-sozialer Faktoren gewinnbringend umgesetzt werden konnte. Im Fazit wird ein Empfehlungskatalog mit Tipps angeführt, welche bei einer erneuten Durchführung bzw. allgemein bei der Gestaltung kreativer Lernaufgaben für eine wirksame Umsetzung auf Seiten der Lernenden und Lehrenden zu berücksichtigen wären.
Abstract
(Englisch)
Since the early 1950s, there have been efforts in research to describe the term of creativity (Guilford, 1956) in all its complexity. This had resulted in a variety of publications, that have subsequently also dealt with the teaching of creativity in schools. This master’s thesis demonstrates the importance of creative processes in the natural sciences. The discipline of chemistry deals with many different phenomena whose underlying mechanisms of action cannot be observed by the human eye alone. It is therefore necessary to develop models to explain these processes at the particle level (e.g. atoms, molecules). To do this, something new must be created as part of creative processes in order to make these processes accessible to a wider audience. An experiment in the framework of real life at school on the topic of chemical bonds was planned, carried out and evaluated in order to introduce pupils to the skills of problem-solving-oriented thinking with the help of creative methods. The aim was to determine to what extent and whether learners are able to understand the process of modeling based on their prior knowledge and existing ideas about processes at the particle level. In small groups, they were asked to use sweets to build three constructs each for the material groups of salts, metals and non-metals and then save them digitally with a suitable description. The pupils of two classes (n = 31) from the 8th grade of an AHS were used as test persons. Due to the small sample size, triangulation was carried out in terms of a before and after questionnaire in addition to securing the pupils’ results. Observation protocols were also drawn during the practical work phase. The analysis of the data showed that the initial concept could be implemented profitably, considering various intrapersonal, physical and pedagogical-social factors. The conclusion provides a list of recommendations with tips that should be taken into account by both teachers and learners as a guarantee of effectiveness when carrying out creative learning tasks again or designing them in general.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Chemieunterricht Sekundarstufe I Kreativität Problemlösungsorientiertes Denken Modellbildung Chemische Bindungen Schulversuch
Autor*innen
Helene Hochreiner
Haupttitel (Deutsch)
Nutzung von Kreativität als Methode im Chemieunterricht zur Stimulation und Visualisierung der Denkprozesse von Schüler*innen in der Sekundarstufe I
Paralleltitel (Englisch)
Using creativity as a method in chemistry lessons to stimulate and visualise the thought processes of pupils in lower grades of a higher general secondary school
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
V, 124 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Alfred Anton
Klassifikationen
35 Chemie > 35.40 Anorganische Chemie. Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.61 Didaktik. Hochschuldidaktik
AC Nummer
AC17389082
Utheses ID
73811
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 504 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1