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Trauma und Psychose
Verbindungen und deren Auswirkungen auf die Behandlung : eine explorative Studie mit Genesungsbegleiter*innen
Jakob Geißler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Lueger-Schuster
DOI
10.25365/thesis.77439
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16300.84430.267659-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der komplexe Zusammenhang zwischen traumatischen Erfahrungen und psychotischem Erleben ist gut untersucht. Verschiedene Trauma-Typen sowie der Zeitpunkt des Traumas wirken sich auf die psychotische Störung aus. Zudem besteht eine Dosis-Wirkungsbeziehung. Einerseits erweisen sich Aspekte und Konsequenzen der Psychose selbst als potenziell traumatisierend. Andererseits kann sich auch Posttraumatisches Wachstum nach psychotischen Störungen entwickeln. Erste Ergebnisse deuten auf eine hohe Wirksamkeit traumafokussierter Verfahren bei Menschen mit psychotischen Störungen hin und im wissenschaftlichen Diskurs wird die Forderung nach einer traumasensiblen Behandlung psychotischer Störungen thematisiert. Dennoch spiegeln sich diese Entwicklungsschritte nur langsam in der Praxis wider. Es stellt sich die Frage, inwieweit die Erkenntnisse über die Verbindung zwischen Trauma und Psychose sowohl bei Betroffenen als auch Professionist*innen Berücksichtigung finden. Um dieser Wissenslücke zu begegnen, wurden im Rahmen der vorliegenden Arbeit sieben teilstrukturierte Interviews mit Genesungsbegleiter*innen, die sowohl über ein Erfahrungswissen als auch Expert*innenwissen verfügen, geführt. Die Auswertung erfolgte mithilfe der reflexiven thematischen Analyse und ergab acht Themen und sieben Unterthemen. Die Genesungsbegleiter*innen verfügen über ein vertieftes und kohärentes Verständnis der Verbindung zwischen Trauma und Psychose. Im Besonderen erwiesen sich Psychose-induzierte Traumata als starke Wirkfaktoren auf den Krankheitsverlauf. Darüber hinaus zeigten die Genesungsbegleiter*innen ausgeprägte Anzeichen von Posttraumatischem Wachstum auf. Die Ergebnisse der Studie untermauern den aktuellen Wissensstand. Bio-medizinische Erklärungsmodelle psychotischer Störungen greifen zu kurz und es bedarf einer stärkeren Berücksichtigung von Traumata in der Behandlung. Genesungsbegleiter*innen sind von der Entwicklung des Behandlungsangebots bis hin zur direkten psychosozialen Versorgung mehr einzubeziehen.
Abstract
(Englisch)
The complex connection between traumatic experiences and psychotic experience is well researched. Different types of traumata and the time of a trauma have effects on the psychotic disorder and there is a dose-response relationship. Aspects and consequences of the psychosis itself are potentially traumatizing. In addition, post-traumatic growth can develop after psychotic disorders. Novel results indicate high effects of trauma-focused processes. In the scientific discourse, the demand for trauma-sensitive treatment of psychotic disorders is postulated. Nevertheless, these development steps have only slowly been reflected in practice. The question arises as to what extent the findings on the connection between trauma and psychosis are taken into account by both those affected and professionals. To tackle this gap in the literature, seven partially structured interviews with peer support workers that have their own self-experience and professional knowledge have been conducted. The evaluation was carried out with the reflective thematic analysis. Results showed eight themes and seven subthemes. The peer support workers had in-depth knowledge and coherent understanding of the connection between trauma and psychosis. In particular, psychosis-induced traumas have shown to impact the course of the disease. Moreover, the peer support workers showed strong signs of post-traumatic growth. The results of this study support the scientific theories. Results indicate the need to extent bio-medical explanatory models and to consider trauma in psychosis treatment. Peer support workers should be more involved in the development of treatment options as well as in the psychosocial care.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Trauma Psychose Genesungsbegleitung
Schlagwörter
(Englisch)
trauma psychosis peer support worker
Autor*innen
Jakob Geißler
Haupttitel (Deutsch)
Trauma und Psychose
Hauptuntertitel (Deutsch)
Verbindungen und deren Auswirkungen auf die Behandlung : eine explorative Studie mit Genesungsbegleiter*innen
Paralleltitel (Englisch)
Trauma and psychosis
Paralleluntertitel (Englisch)
connections and their impact on treatment : an exploratory study with peer support workers
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
86 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Lueger-Schuster
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17398147
Utheses ID
73816
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
