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Autoritärer Populismus in Deutschland
Strategien zur Verstärkung sozialer Ungleichheit
Jannik Heindrichs
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Amadou-Lamine Sarr
DOI
10.25365/thesis.77329
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17236.90109.535535-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit untersucht aus einer kritischen politökonomischen Perspektive, welche Strategien und Mechanismen im Zuge des autoritären Populismus in Deutschland zum Tragen kommen und dabei die soziale Ungleichheit verschleiern. Der Forschungsansatz beruht auf materialistischer Staatstheorie und fokussiert die sich verändernden Kräfteverhältnisse zwischen Klassen und Klassenfraktionen innerhalb Deutschlands. Der Aufstieg autoritärer populistischer Bewegungen wird dabei als eine Reaktion auf multiple Krisen wie Klimawandel, Wirtschafts- und Demokratiekrisen sowie Migrationsprozesse verstanden. Es wird die These aufgestellt, dass es sich beim autoritären Populismus um eine neoliberale Krisenbewältigungsstrategie handelt. So konnte nachgewiesen werden, dass der autoritäre Populismus die bestehenden Spannungen in der Bevölkerung im Kontext der Agenda-2010-Reformen, der Finanzkrise, der Eurokrise sowie der COVID-19-Pandemie mobilisiert hat, wobei der Nexus zwischen Wirtschafts- und Migrationspolitik autoritäre Mechanismen und Strategien katalysiert. Der gegenwärtige Autoritäre Populismus in Deutschland ist durch eine Kombination von neoliberaler Wirtschaftspolitik und autoritärer Ordnungspolitik gekennzeichnet, wobei sowohl nationale Ressentiments gegen Migrant*innen geschürt als auch ordoliberale Haushaltsdisziplin ideologisch verteidigt wird und in einer Intensivierung sozialer Ungleichheit mündet.
Abstract
(Englisch)
The master's thesis analyses from a critical political economy perspective which strategies and mechanisms are used in the course of authoritarian populism in Germany and thereby conceal social inequality. The research approach is based on materialist state theory and focusses on the changing power relations between classes and class fractions within Germany. The rise of authoritarian populist movements is understood as a reaction to multiple crises such as climate change, economic and democratic crises and migration processes. The thesis is that authoritarian populism is a neoliberal crisis management strategy. It has been shown that authoritarian populism has mobilised the existing tensions in the popula-tion in the context of the Agenda 2010 reforms, the financial crisis, the euro crisis and the COVID-19 pandemic, with the nexus between economic and migration policy catalysing au-thoritarian mechanisms and strategies. Current authoritarian populism in Germany is characterised by a combination of neoliberal economic policy and authoritarian regulatory policy, whereby both national resentment against migrants is fuelled and ordoliberal budgetary discipline is ideologically defended, resulting in an intensification of social inequality.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Autoritärer Populismus Neoliberalismus Populismus Deutschland Ökonomie Strategien
Schlagwörter
(Englisch)
authoritarian populism Neoliberalism Populism Germany Economy strategy
Autor*innen
Jannik Heindrichs
Haupttitel (Deutsch)
Autoritärer Populismus in Deutschland
Hauptuntertitel (Deutsch)
Strategien zur Verstärkung sozialer Ungleichheit
Paralleltitel (Englisch)
Authoritarian populism in Germany
Paralleluntertitel (Englisch)
strategies to reinforce social inequality
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
97 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Amadou-Lamine Sarr
Klassifikation
89 Politologie > 89.40 Innere Beziehungen des Staates. Allgemeines
AC Nummer
AC17394739
Utheses ID
73837
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
