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Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?
eine Untersuchung der österreichischen Journalismuskultur
Raoul Mitterstainer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Folker Hanusch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77587
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21520.88452.483373-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Tiefgreifende technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse haben den Journalismus im letzten Jahrzehnt vor große Herausforderungen gestellt. Das neu-geordnete Verhältnis zum Publikum, die Suche nach neuen Finanzierungsquellen sowie die krisenhaft unsichere Weltlage zwingen Journalist:innen weltweit dazu, sich den neuen Um-ständen anzupassen. Am Fallbeispiel Österreich untersucht vorliegende Studie, wie sich dies auf die drei Konstituenten journalistischer Kultur - institutionelles Rollenverständnis, epistemologische Standpunkte und ethische Sichtweisen - auswirkt. Dazu werden Umfragedaten der dritten Erhebungswelle der World of Journalism Study (WJS) herangezogen. Das methodische Design gewährleistet durch eine Kombination aus Cluster- und Regressionsanalyse den Blick in die „Blackbox“ der nationalen Durchschnittskultur, wodurch verschiedene journalistische Subkulturen sichtbar gemacht werden. Die fünf identifizierten Subgruppen - Neutrale Wächter:innen, Moralische Idealist:innen, Demokratische Verantwortungsethiker:innen, Passive Unterhalter:innen und Lokale Fürsprecher:innen - verdeutlichen dabei die Heterogenität innerhalb der österreichischen Journalismuskultur. Maßgebliche Prädiktoren für die Ausprägung journalistischer Kultur lassen sich auf der Ebene der Redaktionspraktiken und des Organisationsumfeldes verorten, wobei insbesondere Verbreitungsgebiet, historischer Medientyp und Ressortzugehörigkeit ausschlaggebend sind. Darüber hinaus zeigen sich auch für Alter, Arbeitserfahrung, Einkommen, sozialen Status und einzelne Veröffentlichungsplattformen statistisch signifikante Effekte. Die Studienergebnisse lassen sich theoretisch in Hinblick auf eine zunehmende Hybridisierung journalistischer Kulturen in das Forschungsfeld der vergleichen-den Journalismusforschung einordnen.
Abstract
(Englisch)
Profound technological, economic and societal changes have posed significant challenges to journalism over the past decade. A redefined relationship with audiences, the search for sustainable funding models, and global insecurity are forcing journalists around the world to adapt to these changing conditions. Using Austria as a case study, this research explores how these changes affect the three core dimensions of journalistic culture: institutional roles, epistemologies and ethical ideologies. The analysis is based on survey data from the third wave of the Worlds of Journalism Study (WJS). A mixed-methods approach combining cluster and regression analysis provides insights into the 'black box' of national journalistic cultures, revealing distinct subcultures. The five subgroups identified - Neutral Watchdogs, Moral Idealists, Democratic Advocates, Passive Entertainers and Local Advocates - highlight the diversity within Austrian journalistic culture. Key predictors shaping these cultural patterns are found at the level of newsroom practices and organisational contexts, with distribution reach, historical media type and journalistic beats playing particularly influential roles. Significant effects are also found for age, work experience, income, social status and specific publication platforms. The findings contribute to the field of comparative journalism studies and offer empirical evidence regarding the increasing hybridisation of journalistic cultures.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Journalismuskultur Vergleichende Journalismusforschung Hybrider Journalismus Clusteranalyse Österreich Fallstudie Journalistische Subkulturen
Autor*innen
Raoul Mitterstainer
Haupttitel (Deutsch)
Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung der österreichischen Journalismuskultur
Paralleltitel (Englisch)
Who am I - and if so, how many?
Paralleluntertitel (Englisch)
an examination of Austrian journalism culture
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
105, 42 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Folker Hanusch
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.40 Nachrichtenwesen
AC Nummer
AC17417773
Utheses ID
73884
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1