Detailansicht
Von Wänden aus Papier, Gespenstern und Kindern aus Lehm
phantastische Darstellungen in ausgewählten Werken von Hanno Millesi, Bernhard Strobel und Clemens J. Setz
Rebecca Anetshofer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Austrian Studies - Cultures, Literatures, Languages
Betreuer*in
Daniela Strigl
DOI
10.25365/thesis.77508
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23320.84598.169070-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit phantastischen Darstellungen in den folgenden drei Erzählbänden: „Wände aus Papier“ (2006) von Hanno Millesi, „Nach den Gespenstern“ (2021) von Bernhard Strobel und „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ (2011) von Clemens J. Setz. Diese Werke thematisieren Gewalt, menschliche Beziehungen und Emotionen, aber auch abstrakte Ideen zum menschlichen Zusammenleben. Das Ziel ist es, zu zeigen, dass die Erzählbände einen phantastischen Charakter aufweisen, obwohl sie nicht explizit als phantastisch vermarktet wurden und werden. Basierend auf den Ausführungen zu Phantastik-Theorien, zu phantastischem und unnatürlichem Erzählen und zu erzählten Räumen und Raumstrukturen in phantastischer Literatur dienen die folgenden Forschungsfragen als Grundlage für die Analyse: 1. Inwiefern zeigt sich die Phantastik bzw. phantastische Elemente in den Erzählungen von Bernhard Strobel, Hanno Millesi und Clemens J. Setz? 2. Wie werden Räume dargestellt, welche Rolle spielen sie in den Erzählungen und in welchem Zusammenhang stehen sie mit den Figuren und der Handlung? Unter Einbezug der strukturalen Textanalyse wurden die Kurzgeschichten der Erzählbände einer narratologischen Textanalyse unterzogen, wobei die Analyse anhand der Kategorien Handlung, Erzählinstanz und Raum erfolgte. In „Wände aus Papier“ sind alle Geschichten als phantastisch einzustufen, sechs Geschichten sind aufgrund der Handlung phantastisch, neun aufgrund der Erzählinstanz und drei aufgrund des Raums. In „Nach den Gespenstern“ sind drei Geschichten nicht als phantastisch zu werten, acht Geschichten sind hinsichtlich der Handlung phantastisch, eine hinsichtlich der Erzählinstanz und sieben hinsichtlich des Raums. In „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ sind fünf Geschichten nicht als phantastisch einzuordnen, sieben Geschichten sind in Bezug auf die Handlung phantastisch, eine in Bezug auf die Erzählinstanz und zehn in Bezug auf den Raum. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass alle Erzählbände in unterschiedlichem Ausmaß einen phantastischen Charakter haben, der sich sowohl in der Handlung und der Erzählinstanz als auch im Raum zeigt. Hinsichtlich der Handlung sind Setz‘ Erzählungen mit weniger als einem Drittel am wenigsten phantastisch, während Millesis und Strobels Erzählungen jeweils zu etwa zwei Dritteln als phantastisch gelten. Weiters sind Millesis Erzählungen in Bezug auf die Erzählinstanz am unnatürlichsten, während bei Strobel und Setz jeweils bloß eine Geschichte deutlich unnatürlich ist. Der Raum ist in Millesis Erzählband am wenigsten phantastisch, während bei Strobel und Setz etwa die Hälfte der Geschichten phantastische erzählte Räume aufweist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Phantastik Erzählte Räume Unnatürliches Erzählen Hanno Millesi Bernhard Strobel Clemens J. Setz
Autor*innen
Rebecca Anetshofer
Haupttitel (Deutsch)
Von Wänden aus Papier, Gespenstern und Kindern aus Lehm
Hauptuntertitel (Deutsch)
phantastische Darstellungen in ausgewählten Werken von Hanno Millesi, Bernhard Strobel und Clemens J. Setz
Paralleltitel (Englisch)
Of walls made of paper, ghosts and children made of clay
Paralleluntertitel (Englisch)
fantastic representations in selected works by Hanno Millesi, Bernhard Strobel and Clemens J. Setz
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
115 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Daniela Strigl
AC Nummer
AC17407558
Utheses ID
73912
Studienkennzahl
UA | 066 | 818 | |
