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Triest(e): a small Vienna by the sea?
an ethnographic depiction of the idealised image of Trieste in Vienna
Martina Husu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Agnieszka Pasieka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77401
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23320.95856.230114-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit untersucht die Konstruktion eines idealisierten Bilds von Triest in Wien anhand von Narrativen über die wachsende Beliebtheit der Stadt bei österreichischen Tourist*innen und Zweitwohnungskäufer*innen. Die Forschung zielt darauf, gängige Vorstellungen von Triest als 'ein kleines Wien am Meer' oder als romantisiertes italienisches Reiseziel, um differenzierte Narrative zu erweitern. Die Forschungsmethode ist von Marcus' (1995) “Multi-Sited Ethnography" inspiriert und bezieht sich auf Günels, Varnas und Watanabes (2020) Konzept der "Patchwork-Ethnography", wobei ethnographische Feldforschung, Tiefeninterviews sowie die Analyse verschiedener Medien, wie z. B. Reiseführer und Zeitungsartikeln, kombiniert werden. Die Forschungsergebnisse zeigen durchgehend die Wiederholung von zwei dominanten Narrativen, die das Bild von Triest in Wien prägen: die "vertraute" Habsburger Nostalgie und der "exotische" Mythos des Urlaubslandes Italien. In Triest selbst spiegeln sich die beiden Narrative in ähnlichen Konzepten wider, nämlich in der Habsburger Nostalgie bzw. im mitteleuropäischen Narrativ und im mediterranen Narrativ bzw. im Begriff der Italianità. In der Stadt bleiben die beiden Konzepte voneinander getrennt und existieren „nebeneinander“. Aus der Wiener Perspektive erreichen die beiden Narrative jedoch eine Synthese, da sie einen gemeinsamen Kern haben. Sowohl die idealisierte habsburgische Vergangenheit als auch das romantisierte Italien verkörpern eine Flucht vor den Ängsten der neoliberalen Welt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Wiener Tourist*innen und Zweitwohnungskäufer*innen von der entspannten Atmosphäre in Triest fasziniert sind, die in scharfem Kontrast zu ihrer Wahrnehmung eines “hektischen” und “anonymen Wiens” steht. Nach ihrer Auffassung verläuft der triestinische Alltag langsamer und ist geprägt von spontanen und freundschaftlichen Begegnungen, ‘Tradition’ und 'Authentizität'. Die weite Verbreitung von Triest- Narrativen hat einen Anstieg von österreichischen Tourist*innen, Zweitwohnungskäufer*innen und Investor*innen bewirkt. Die Erkenntnisse der Studie werfen kritische Fragen zu den Konsequenzen des wiederbelebten österreichischen Interesses an Triest auf, welches die sozioökonomische Struktur der Stadt erheblich zu verändern beginnt.
Abstract
(Englisch)
This thesis explores the construction of Trieste's idealised image in Vienna, examining the city's growing popularity among Austrian tourists and second-home buyers. The research aims to go beyond commonplace assertions of Trieste as “a little Vienna on the seaside” or of a romanticised Italian tourist destination. The research methodology is inspired by Marcus's (1995) multi-sited ethnographic approach and employs Günel, Varna, and Watanabe's (2020) concept of "patchwork ethnography," combining ethnographic fieldwork, in-depth interviews, and analysis of various media such as tourist guidebooks and newspaper articles. The research results consistently demonstrate the recurrence of two predominant narratives that shape Trieste's image in Vienna: the "familiar" Habsburg nostalgia and the "exotic" touristic Myth of Italy. In Trieste itself, the two narratives are mirrored in similar concepts, respectively in Habsburg nostalgia or Mitteleuropean narratives, and in Mediterranean narratives or the notion of Italianità. In this city, the two concepts remain separated from each other, living 'nebeneinander' (side by side). From the Viennese perspective, however, the two narratives reach a synthesis as they share a common core. Both the idealised Habsburg past and the romanticised Italy represent a respite from the anxieties of the neoliberal world. The research results reveal that Viennese visitors and second-home buyers are drawn to Trieste's "relaxed" atmosphere in sharp contrast with their perception of a “hectic” and “anonymous Vienna”. According to them, the Triestine life goes slower and is coloured by spontaneous and friendly encounters, 'tradition', and 'authenticity'. The wide proliferation of narratives about Trieste has brought an influx of Austrian tourists, second-home buyers, and investors. The findings raise critical questions regarding the consequences of the renewed Austrian interest that has started to significantly alter the socio-economic fabric of Trieste.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Habsburg Nostalgie Nostalgie Triest Mythos Italien Zweitwohnungskäufer*innen
Schlagwörter
(Englisch)
Habsburg Nostalgia Nostalgia Trieste Touristic Myth Myth of Italy
Autor*innen
Martina Husu
Haupttitel (Englisch)
Triest(e): a small Vienna by the sea?
Hauptuntertitel (Englisch)
an ethnographic depiction of the idealised image of Trieste in Vienna
Paralleltitel (Deutsch)
Triest(e): ein kleines Wien am Meer?
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine ethnographische Beschreibung des idealisierten Bildes von Triest in Wien
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
154 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Agnieszka Pasieka
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.40 Sozialethnologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17397839
Utheses ID
73916
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1