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Untersuchung des Ruhe-EKGs bei Sportler:innen
Simeon Stifter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Sportwissenschaft
Betreuer*in
Jürgen Scharhag
DOI
10.25365/thesis.77708
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23320.98474.659573-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, kardiologische Parameter hinsichtlich Sportart, Alter und Geschlecht zu untersuchen und die Wichtigkeit regelmäßiger EKG-Diagnostik im Wettkampfsport hervorzuheben. Die modifizierten „Seattle-Kriterien“ dienen hierbei als zentrale Richtlinie zur präzisen Bewertung von EKG-Ergebnissen bei Athlet:innen um zwischen physiologischen Anpassungen und möglichen pathologischen Auffälligkeiten zu differenzieren. Eine Einführung verpflichtender EKG-Untersuchungen in Österreich könnte die sportmedizinische Vorsorge stärken. Die Arbeit bietet eine Grundlage für künftige Forschung zu kardiologischen Auffälligkeiten bei österreichischen Sportler:innen, da solche Untersuchungen derzeit nicht verpflichtend sind und die Studienlage derzeit unzureichend ist.Im Rahmen der „Sportslegend“-Studie unterzogen sich 369 Proband:innen einer umfassenden Gesundheitsuntersuchung, die eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung sowie ein Ruhe-EKG beinhaltete. Aus diesen Daten wurden spezifische kardiologische Parameter – darunter Ruhe-Herzfrequenz, PQ-Zeit, QRS-Zeit und QTc-Zeit – analysiert und erhoben. Diese Parameter dienen zur detaillierten Erfassung und Auswertung der Herzgesundheit der Teilnehmenden.Die Ergebnisse zeigen, dass die Herzfrequenz signifikant mit dem Geschlecht verbunden ist, wobei Männer im Durchschnitt eine niedrigere Herzfrequenz aufweisen als Frauen (p=0,007). Die PQ-Zeit weist eine signifikante Korrelation mit dem Alter auf (p=0,038), nicht jedoch mit dem Geschlecht oder der Sportkategorie. Die QRS-Zeit steht signifikant in Verbindung mit Alter und Geschlecht (p=0,006 bzw. p=0,001). Bei der QTc-Zeit wurden ebenfalls signifikante Zusammenhänge zu Alter und Geschlecht festgestellt (p=0,016 bzw. p=0,018). Die modifizierten Seattle-Kriterien zeigen signifikante Zusammenhänge mit dem Alter und der Sportkategorie (p=0,001), aber keinen Zusammenhang zum Geschlecht.Es wird deutlich, dass geschlechtsspezifische Unterschiede und die Bedeutung einer differenzierten EKG-Bewertung nach Geschlecht relevant sind. Altersabhängige Variationen in kardiologischen Parametern legen nahe, dass eine separate Beurteilung für Kinder und Erwachsene notwendig ist. Zudem hat die Sportart wesentlichen Einfluss auf die kardiale Entwicklung, was spezifische und auf die jeweilige Sportkategorie abgestimmte Analysen erfordert. Dies unterstreicht die Relevanz genauer kardiologischer Bewertungsansätze in präventiven Untersuchungen und im sportmedizinischen Kontext.Die Ergebnisse sind dahingehend bedeutsam, weil sie wesentliche Erkenntnisse zur Rolle von Alter, Geschlecht und Sportart auf kardiologische Parameter liefern. Sie unterstreichen, dass eine differenzierte Beurteilung dieser Parameter notwendig ist, da sie je nach diesen Faktoren unterschiedlich ausfallen. Dies trägt zur Forschung bei, indem es die Grundlage für spezifische EKG-Referenzwerte schafft und darauf hinweist, dass kardiologische Bewertungsansätze in der präventiven Sportmedizin verfeinert werden müssen. Die Ergebnisse unterstützen die Entwicklung präziserer, zielgruppenspezifischer Diagnostik, die zu sichereren Sporttauglichkeitsbeurteilungen beitragen kann.
Abstract
(Englisch)
The aim of this master's thesis is to investigate cardiological parameters with regard to type of sport, age and gender and to emphasise the importance of regular ECG diagnostics in competitive sport. The modified ‘Seattle criteria’ serve as a central guideline for the precise evaluation of ECG results in athletes in order to differentiate between physiological adaptations and possible pathological abnormalities. Mandatory ECG testing in Austria could enhance sports medicine preventative care. Currently, such testing isn’t required, and studies on this topic are limited, making this thesis a foundation for future research on cardiological abnormalities among Austrian athletes.As part of the ‘Sportslegend’ study, 369 test subjects underwent a comprehensive health examination, which included a medical history, a physical examination and a resting ECG. From this data, specific cardiological parameters, including resting heart rate, PQ time, QRS time and QTc time, were analysed and recorded. These parameters are used to record and analyse the participants' heart health in detail.The results show that heart rate is significantly associated with gender, with men, on average, having a lower heart rate than women (p=0.007). PQ time shows a significant correlation with age (p=0.038), but not with gender or sport category. QRS time is significantly related to age and gender (p=0.006 and p=0.001 respectively). QTc time was also found to be significantly related to age and gender (p=0.016 and p=0.018 respectively). The modified Seattle criteria showed significant correlations with age and sport category (p=0.001), but no correlation with gender.It is clear that gender-specific differences and the importance of differentiated ECG assessment by gender are relevant. Age-dependent variations in cardiological parameters suggest that a separate assessments are necessary for children and adults. In addition, the type of sport has a significant influence on cardiac development, which requires specific analyses tailored to the respective sport category. This underlines the relevance of precise cardiological assessment approaches in preventive examinations and in the context of sports medicine.The results provide key insights into the role of age, gender, and sports type on cardiac parameters, underlining the need for differentiated evaluation. This advances research by creating the basis for specific ECG reference values and emphasising that cardiac assessment methods in preventative sports medicine must be refined. The findings support the development of more precise, targeted diagnostics, which can contribute to safer fitness assessments for athletes.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ruhe-EKG Seattle-Kriterien Ruhe-Herzfrequenz
Schlagwörter
(Englisch)
Resting-ECG Seattle-Criteria Resting heart rate
Autor*innen
Simeon Stifter
Haupttitel (Deutsch)
Untersuchung des Ruhe-EKGs bei Sportler:innen
Paralleltitel (Englisch)
Examination of the resting ECG in athletes
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
70 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen Scharhag
Klassifikationen
44 Medizin > 44.70 Sportmedizin ,
76 Sport > 76.10 Sport. Sportwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17431927
Utheses ID
73917
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
