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Inter-neurotype intersubjectivity in music therapy for children with autism
Alyssa Jasmine Hawkins
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Joint-Degree Middle European interdisc. master prog. in Cognitive Science
Betreuer*in
Giorgia Silani
DOI
10.25365/thesis.77386
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26749.88334.552945-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das „doppelte Empathieproblem“ bezieht sich auf das Phänomen, dass Menschen mit unterschiedlichen Dispositionen beim gegenseitigen Verständnis auf Hindernisse stoßen. Dieses Konzept gewinnt in der Forschung über Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) zunehmend an Bedeutung. Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die mit sozialen, emotionalen und sensorischen Unterschieden einhergeht. Obwohl ein Großteil der bisherigen Erkenntnisse darauf hindeutet, dass Autisten Schwierigkeiten haben, die Perspektiven und Emotionen anderer zu verstehen, gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass diese so genannten Beeinträchtigungen möglicherweise nicht im Kopf der Autisten liegen, sondern eher in den Interaktionen zwischen den Neurotypen selbst. Aufgrund der sensomotorischen und wahrnehmungsbezogenen Unterschiede bei Autismus kann es sein, dass Menschen auf dem Autismus-Spektrum die Welt auf eine grundlegend andere Art und Weise wahrnehmen als Menschen ohne Autismus, und es ist dieser Unterschied zwischen den Neurotypen, der das gegenseitige Verständnis behindert. In der vorliegenden Arbeit wird versucht, den Enaktivismus, das doppelte Empathieproblem und neurodiversitätsorientierte Perspektiven auf Autismus in Einklang zu bringen, um die Beziehungs- und Interaktionsdynamik zwischen nicht-autistischen Musiktherapeuten und autistischen Kindern während Musiktherapiesitzungen (MT) zu untersuchen. Bisher haben nur wenige Studien die Beziehungen zwischen dem interaktiven und relationalen Verhalten von Musiktherapeuten und dem Grad der Interaktion autistischer Kinder während Musiktherapiesitzungen untersucht. Wir haben versucht, die spielerische Interaktion und die emotionale Einstimmung des Therapeuten auf das Kind zu bewerten, um festzustellen, ob diese Verhaltensweisen mit dem Niveau der sozialen Interaktion des Kindes während der Musiktherapie (MT) und der spielbasierten Therapie (PT) in Verbindung stehen. Wir untersuchten diese Zusammenhänge auch zu verschiedenen Zeitpunkten während der 12-wöchigen Intervention, um festzustellen, ob eine Anzahl an gemeinsamer Erfahrungen zu Veränderungen in den intersubjektiven Mustern zwischen Kind und Therapeut führte. Wir fanden heraus, dass die Einstimmung des Therapeuten und die spielerische Interaktion in der MT signifikant stärker korreliert waren als in der PT, was darauf hindeutet, dass die musikalische Interaktion einen Einfluss darauf hatte, wie der Therapeut die Einstimmung und die spielerische Auseinandersetzung mit dem Kind umsetzte. Während es eine allgemeine Tendenz gab, dass die Verhaltensassoziationen im Laufe der Zeit abnahmen, beobachteten wir deutlich unterschiedliche Interaktionsmuster in MT im Vergleich zu PT. Der Anstieg des Interaktionsniveaus des Kindes in der MT könnte mit den Veränderungen in der Beziehungs- und Interaktionsdynamik der Therapeuten zusammenhängen. Obwohl weitere Untersuchungen erforderlich sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen, könnte die musikalische Intervention eine signifikante Veränderung der Interaktionsmuster der zwischen-Neurotyp Dyade erleichtern.
Abstract
(Englisch)
The 'double empathy problem' refers to the phenomenon in which people of different dispositions encounter obstacles in mutual understanding. This concept is of rising interest in research on autism spectrum disorder (ASD), which is a neurodevelopmental condition that presents with social, emotional, and sensory differences. Although much of the evidence to date indicates that autistic people have difficulty understanding the perspectives and emotions of others, evidence is emerging indicating that these so-called impairments may not lie within the minds of autistic people, but rather in inter-neurotype interactions themselves. Because of sensorimotor and perceptual differences in autism, it may be that those on the autism spectrum engage with the world in fundamentally different ways than those who are not and it is this difference between neurotypes that impedes mutual understanding. The present thesis attempts to align enactivism, the double empathy problem, and neurodiversity-oriented perspectives on autism to examine the relational and interactive dynamics between non-autistic music therapists with autistic children during music therapy (MT) sessions. To date, few studies have examined the relationships between music therapists’ interactive and relational behaviors and the levels of interaction of autistic children during music therapy sessions. We sought to evaluate the therapist’s playful interaction and emotional attunement with the child to determine whether these behaviors are related to the child’s level of social interaction during music therapy and play therapy (PT) sessions. We also investigated these associations at different time points during the 12-week intervention to identify whether a history of shared experience led to changes in the intersubjective patterns between the child and therapist. We found that the therapist’s attunement and playful interaction were significantly more highly correlated in MT compared to PT, which suggests that musical interaction affected how the therapist implemented attunement and playful engagement with the child. While there was a general tendency for behavioral associations to decrease over time, we observed markedly different patterns of interaction in MT compared to PT. An increase in the child’s level of interaction in MT may be related to changes in therapists’ relational and interactive dynamics. Although further investigation is needed to confirm these findings, musical intervention may facilitate a significant change in the interactional patterns of the mixed-neurotype dyad.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Autismus Doppeltes Empathie-Problem Musiktherapie Intersubjectivität Zwischen-Neurotyp Interaktionen Attunement Abstimming Enaktivismus
Schlagwörter
(Englisch)
Autism Double Empathy Problem Music Therapy Intersubjectivity Inter-neurotype Interaction Attunement Enactivism
Autor*innen
Alyssa Jasmine Hawkins
Haupttitel (Englisch)
Inter-neurotype intersubjectivity in music therapy for children with autism
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
viii, 69 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Giorgia Silani
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie. Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion. soziale Beziehungen
AC Nummer
AC17397388
Utheses ID
73956
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
