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"Warum werden die Juden so gehasst?"
Wissen und Wahrnehmung von Wiener Schülern und Schülerinnen zu Judentum und Antisemitismus
Marcus Leon Oswald
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung Unterrichtsfach Latein
Betreuer*in
Johannes Brzobohaty
DOI
10.25365/thesis.77458
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12196.04758.173655-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die hiesige Antisemitismusforschung weist hinsichtlich des schulischen Raums immer noch verschiedene Desiderata auf. Die vorliegende Arbeit schließt eine Forschungslücke im Bereich der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit, indem sie sich der Frage widmet, was Schüler und Schülerinnen nach der lehrplanmäßigen Behandlung im Unterricht tatsächlich zur Thematik wissen. Dazu wurden 464 Schüler und Schülerinnen der 9. Schulstufe an 17 Wiener Schulen anhand standardisierter Fragebogen zu ihrer Wahrnehmung, ihrem deklarativen und konzeptionellen Wissen und der schulischen Vermittlung bezüglich Antisemitismus und Judentum befragt. Aus den Ergebnissen der deskriptiv-quantitativen Querschnittsuntersuchung ergeben sich erhebliche Mängel in der aktuellen antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. So erkennen die allermeisten Schüler und Schülerinnen codierte Formen von Antisemitismus nicht als solche, nehmen Judenfeindlichkeit historisierend nur als Phänomen des Nationalsozialismus, nicht aber der Gegenwart wahr und verkennen Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches und gruppenübergreifendes Problem, indem sie ihn nur im Rechtsextremismus und Neonazismus verorten. Gleichzeitig sind sie in den Sozialen Medien als wesentlichem Ort antisemitischer Tradierung – insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 – einer Flut von (latentem und manifestem) Judenhass ausgesetzt, für dessen politische und gesellschaftliche Einordnung ihnen jedoch die nötigen Kompetenzen fehlen. Um eine zeitgemäße antisemitismuskritische Bildungsarbeit zu ermöglichen, ist dem gesamten Themenkomplex inklusive des Nahostkonflikts als prominente Projektionsfläche für aktuelle Judenfeindlichkeit deutlich mehr Raum und ein höherer Stellenwert im schulischen Unterricht und damit in den Lehrplänen einzuräumen, womit eine entsprechende verbesserte Verankerung in den Curricula der Lehramtsausbildung einhergehen muss.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Antisemitismus Judentum antisemitismuskritische Bildungsarbeit
Schlagwörter
(Englisch)
Antisemitism Judaism Antisemitism and Education
Autor*innen
Marcus Leon Oswald
Haupttitel (Deutsch)
"Warum werden die Juden so gehasst?"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Wissen und Wahrnehmung von Wiener Schülern und Schülerinnen zu Judentum und Antisemitismus
Paralleltitel (Englisch)
Knowledge and perception of Viennese students regarding Judaism and Antisemitism
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
221 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johannes Brzobohaty
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.57 Interkulturelle Erziehung
AC Nummer
AC17398283
Utheses ID
74036
Studienkennzahl
UA | 199 | 511 | 519 | 02
